Hervorgehobener Artikel

Last Minute nach Leipzig

Wie jedes Jahr haben sich in letzter Minute wieder Pfingstauftritte in Leipzig ergeben.
Ich werde gemeinsam mit Lisa Morgenstern im Leipziger Centraltheater auftreten und Freitag
Nacht wie letztes Jahr im Städtischen Kaufhaus zu Leipzig einen Göttertanz auflegen.

Weitere WGT-Termine mit anderen Periplanetanern sind in Vorbereitung. Meik Höllenkrämer und Widukind sind bereits bestätigt.

ToMs Terminator

 

NAUTILUS und “Von der Sehnsucht”

Nautilus Buch & CDEin Jahr ging mit der Arbeit an “NAUTILUS” von der Berliner Folkband THE SYCAMORE TREE ins Land. Es war eine schöne Zeit. Sie wäre noch schöner gewesen, wenn man dazwischen nicht noch etwas anderes zu tun hätte. Aber in solchen Produktionsprozessen sieht man Ideen sprießen, Werke wachsen und man sieht Menschen zusammenkommen, die dann gemeinsam etwas schaffen und mitunter daran wachsen. Toll.  In diesem Fall ging es um ein inhaltliches Konzept und um die Verbindung von Geschichten und Musik. Die Crew wurde mit den Monaten immer größer und irgendwann waren 9 Autorinnen und Autoren an Bord, 5 Musiker, zwei Leute für den Sound und ein Bilderguru, der das Ganze dann illustrierte.
Das galt es zusammenzuhalten.
Herausgekommen ist ein hochwertiges Buch und eine phänomenale CD. Immer noch gehört sie zu meinen Lieblings-Alben: Das äußert sich darin, dass man  sie sich immer noch gern freiwillig anhört, obwohl man sie sich arbeitsbedingt schon 100 Mal anhören musste. Wenn so etwas eintritt, dann war es die ganze Zeit und Energie auch wert.

Die Band ist gewachsen, hat sich nicht wiederholt. Die Geschichten können unterschiedlicher nicht sein, von der lustigen Fabel bis hin zur melancholischen Innenschau ist alles vertreten. Und neben Christian von Aster und der Periplaneta Chefin habe auch ich eine Geschichte beigesteuert. Sie heißt “Von der Sehnsucht” und hätte beinahe den Titel “My pony is over the ocean” bekommen, aber das ist eine ander Geschichte…

Danke an alle, die mitgemacht haben.

Das Buch mit CD mit 13 Lieder und 11 Geschichten über das Meer, seine Bewohner und über das, was es in uns auslöst, gibt es im schönen Softtouchcover bei Periplaneta und im Shop von The Sycamore Tree für 16 €.

 

 

All About “Edition Subkultur”

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So, fertig… Neben Periplaneta.com hat nun eine Edition des Verlags eine eigene Webseite mit separatem Webshop bekommen. Die Edition Subkultur ist ein sogenanntes Imprint, also ein Verlag im Verlag. Und auch inhaltlich dürfte allsbald klar sein, wo die Reise hingeht. Nämlich in Richtung junge, subversive und nonkonforme Kunst… In Wort und Ton… und wenn  alles klappt auch in Bild und Digital. Neben den ersten drei Neuerscheinungen wurden auch schon einige Werke “umgehangen” – also von Periplaneta  in die neue Edition einsortiert, weil sie da besser hineinpassen.

Der hauseigene Blog soll zudem mit journalistischen Beiträgen aufwarten und somit Subkultur wieder Leben einhauchen. Denn unter diesem Namen ist ja schon 15 Jährchen lang der sogenannte Untergrund bespaßt worden, bevor die Akteure damals alle ihrer Wege gingen. Einige Beiträge aus den Anfängen der Internetmagazine sind noch irgendwo im www zu finden… Und für den Neuanfang hoffe ich, dass sich allsbald ambitionierte Mitmacher finden…

Neben Büchern und Alben aus der Edition Subkultur  sind im Shop auch CDs von befreundeten Künstlern zu haben. Einige sind auf unseren Lesungen gern gesehene musikalische Gäste. Alle Periplaneta Shops liefern übrigens zu den selben Konditionen, nämlich schnell und innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.

All about “BUCHLADER”

screenshot-buchladerAuch der Verlagsdienstleister Buchlader hat nun von mir eine komplett neue Webspräsenz spendiert bekommen.  “Buchlader” ist ein Bestandteil von Periplaneta und realisiert Auftragsarbeiten rund um Bücher und deren Produktion und Verbreitung. Im Gegensatz zu den Angeboten der meisten Druckanbieter gehört zu Buchlader auch Lektorat, Vertrieb und eine ordentliche Auslieferung zum Angebot dazu. Den Service nutzen Autoren ebenso wie kleine Verlage oder Vereine, die mit Buchlader ihre eigene Edition realisieren können.

Dementsprechend hat Buchlader auch einen eigenen Webshop, über den nicht nur Endkunden, sondern auch die Autoren und Händler die Bücher ordern können. Das Angebot komplettiert eine wachsende Zahl von besonders günstigen Titeln, Sonderposten und Restverkäufen.

Die Seite ist nun komplett neu aufgesetzt worden, ist kompatibel mit den meisten mobilen Endgeräten und es kann via PayPal oder Vorkasse gezahlt werden. Zukünftig wird es dort auch digitale Produkte geben. Obwohl es ein Dienstleistungsangebot ist, gelten ebenfalls die Periplaneta AGB.  Auch Buchlader liefert ab sofort innerhalb Deutschlands versandkostenfrei und verlangt für Österreich lediglich eine Pauschale von 3.50 €. (Stand April 2013)

Hunde, die beißen, knurren nur

Ein Berliner in Antwerpen 1

Oder: 39,90

Als europaweit verehrter und anerkannter DJ mit exzellentem Ruf verschlug es mich  nach Belgien, um mir in einer von Peter Paul Rubens persönlich angemalten Kirche in Antwerpen huldigen zu lassen. Allerdings war die Entscheidung, Rockstar-like mit dem Flugzeug aufzuschlagen, eine rein wirtschaftliche, denn niemand ist billiger als EasyJet. Nichtmal Mitfahrgelegenheit.de. Der Aldi unter den Fluggesellschaften bietet Flüge von Berlin nach Brüssel schon ab 39,90 an. Ohne Umsteigen! In einer Stunde! In der Zeit fährt die Bahn für den selben Preis höchstens bis Magdeburg!

Dank EasyJet kann also jeder arme Idiot durch die Gegend fliegen. Dementsprechend gestaltete sich dann auch der Bildungsstand, die Sozialisation und die Anzahl der Mitreisenden, die sich vor der Abfertigung wie vor der Bückware des Winterschlussverkaufs drängelten, um sich röntgen und befummeln zu lassen. Für 39,90 röntgt mein Zahnarzt höchstens den rechten Schneidezahn. Ohne Fummeln!

Da meine Schuhe einmal mehr als 39,90 gekostet hatten, piepten sie besonders intensiv. Zudem sind Stahlkappen in den Schuhen und alters- bzw. hormonell bedingter Haarausfall eine Kombination, die bei vielen Menschen Schubladendenken verursacht.  Das Piepen, die Frisur und jene Unibodyaluminiumpenisverlängerung, von der ich gerade diesen Text lese, machten mich zu einem potentiellen Terroristen.

So in etwa, wie eine Muslima, der man das Kopftuch wegnimmt, sich nackt und beobachtet fühlt, fühlt sich auch ein Grufti, wenn er hellgraue Socken anhat und entblöst in einer Ecke sitzt, während eine strenge Frau in Uniform nur Augen für seine Schuhe hat, sie beschnuppert und befummelt… und sich dabei aber leider nur Gedanken um die politischen Vorlieben ihres Opfers macht. Naja, es wurde halt nichts mit uns beiden…
Und weil in meiner Unibodyaluminiumpenisverlängerung kein Sprengstoff gefunden wurde, ich das Mundwasser, um seine Ungefährlichkeit zu demonstrieren, auf ex trank und auch das Haltbarkeitsdatum der Kondome noch nicht abgelaufen war, durfte ich dann doch mitfliegen.

Im Gegensatz zu Aldi betreibt EasyJet eine rigide Zweiklassenpolitik. Es gibt doch tatsächlich eine Businessclass… Die Einäugigen unter den Blinden, die Armen unter den Mittellosen dünsten dieses, mit weiteren 19,90 erkaufte Privileg, vorn sitzen zu dürfen, so penetrant aus, wie mein Sitznachbar das Knoblauchgranulat seines letzten Essens. Businessclass im Billigflieger… das ist wie Doppelzimmeraufschlag im Obdachlosenheim… Wie ein bezahlter Privatparkplatz für ein geklautes Fahrrad vor der S-Bahnstation…

Der Flug glich einer einstündigen Nonstoppverkaufsveranstaltung. Vollgefressen mit 4€ Schnäppchenmuffins, ausgestattet mit Parfüm, einem EasyJet Flugzeugmodell und einer Bonuskarte für Europcar landeten wir aber, wie versprochen, nach einer Stunde nicht in Magdeburg, sondern in der Reichshauptstadt Brüssel. Von der Gangway rutschten wir direkt in einen Zug, der uns nach Antwerpen brachte.

Guildhouses_AntwerpAntwerpen dealt mit Diamanten und hat einen Hafen. Antwerpen ist reich und extrem chic. Schon der Bahnhof ist so groß, dass man sich wundert, wieso die Deutschen den damals nicht getroffen haben. Weil Antwerpen nämlich so reich ist und einen Hafen hat, hatten es die Deutschen nämlich oft genug beschossen, aber Gott sei dank eben nicht so oft getroffen. Ich habe noch nie so eine schöne Stadt gesehen, die ihren Reichtum so geschmackvoll zur Schau stellt.
Und diese Stadt ist zudem extrem ausländerfreundlich. Im Grunde besteht ja die Bevölkerung Belgien nur aus Ausländern, die zudem keine eigene Sprache haben. Es gibt französisch sprechende Belgier und niederländisch sprechende Belgier, die sich allerdings ständig streiten, in welcher Sprache sie regiert werden wollen. In Antwerpen tummeln sich zudem ganz viele orthodoxe Juden, die sich aber erstaunlicher Weise mit den ebenfalls zahlreichen Muslimen ganz gut vertragen. Das liegt wohl daran, dass alle integriert sind. Nur ein paar verarmte Ausländer schleichen staunend an den Schaufenstern vorbei, weil die sich das alles nicht leisten können. Ich bin einer von ihnen.
Als Berliner gehört man in Antwerpen zu den Ärmsten der Armen und wird aber dennoch sehr zuvorkommend behandelt. Schon das Empfangskomitee vor der Bahnhofshalle versucht alles, dass wir uns heimisch fühlen können. Ein Schauspielstudent spielt vor dem Bahnhof einen angetrunkenden Straßenmusikanten und ein Trupp Zeugen-Jehovas-Aussteiger mimt die Zeitungsabo-Armada. Sie verteilen aber Ostereier statt Wurstblatt-Gratisausgaben- ohne eine Unterschrift zu verlangen.

Komischerweise reden die Belgier immer als seien sie betrunken, obwohl niemand auf offener Straße trinkt und ein Kneipenvollrausch locker ein Hartz4-Vollgehalt verschlingen würde.  Dafür wird aber erstaunlich oft in der Öffentlichkeit uriniert. Vielleicht fällt das aber auch nur so exorbitant auf, weil man für seine Notdurft sich hier kein verborgenes, wildbewachsenes Eckchen suchen muss – ganz einfach, weil es keine solchen Ecken gibt. Alles ist geteert, betoniert bzw. akkurat geschnitten.
Auf dem sonst blitzsauberen Bahnhofsvorplatz hat man lediglich vier Kippen und einen halb aufgerauchten Dübel wie weggeworfen hintrappiert, wohl extra für uns, denn es sollten die einzigen Zigarettenreste sein, die wir in der Antwerpener Altstadt jenseits eines Aschenbecher zu sehen bekamen.

Ich war gerührt, denn auch wenn es nicht authentisch war, irgendwie inszeniert wirkte, so war es doch gut gemeint und extra für uns gemacht, denn nur ein Europäer geht gesenkten Hauptes durch jede Stadt, die über 500 000 Einwohner hat. Und das ist der Berliner. Jedoch fehlen Hundehaufen in Antwerpen völlig, obwohl es Hunde gibt, die ganz offensichtlich weder scheißen noch pinkeln.
Denn alle nicht betonierten oder gepflasterten Flächen sind in dieser Stadt eingezäunt und man kann die gassigehenden Vierbeiner lange beobachten… Sie versuchen vergeblich, sich durch die Gitterzäune auf die Wiesen zu zwängen, jaulen die Bäume in der Ferne an, pinkeln immer nur kurz und leidenschaftslos, wenn niemand guckt und – sie scheißen nicht…
Deshalb hebt auch der Berliner in Antwerpen irgendwann selbstsicher sein Haupt und bestaunt die einzigartige Architektur, die niedlichen Art-Deco Häuser und die riesigen Kirchen.

Um die Überlebenschancen an einem fremden Ort berechnen zu können, braucht der Berliner zwei mathematische Größen. Zum einen den Späti-Preis des billigsten Bieres in der Stadt. Zum Anderen den Durchschnitts-Döner Preis in seinem Aktionsradius. Nun, das billigste Bier kostet in Antwerpen mehr als doppelt so viel wie in Berlin- und es ist obendrein auch nur halb soviel in der Flasche! Weil es zudem keinen Döner unter 5 € gibt, sind die Überlebenschancen eines Berliners in Antwerpen etwa mit denen auf dem Mars zu vergleichen.

Wie wir dennoch 3 Tage überlebten ist eine andere Geschichte. Sie hat etwas mit dem Alkoholgehalt des belgischen Bieres zu tun. Der liegt nämlich bei 6,5% – 10,5 % . Das erklärt auch, warum die Belgier so komisch reden, in der Öffentlichkeit so wenig trinken – und öfter an Häuserwände pinkeln, als ihre Hunde.

ToM

Neue Veröffentlichungen in der Edition Subkultur

Periplaneta hat nun ein Imprint. Auf der Webseite www.edition.subkultur.de kann man sehen, wie es wächst und gedeiht. Die drei ersten Veröffentlichungen sind nun in Sack und Tüten. Und die ersten  Beiträge im integrierten SubZine sind ebenfalls online. Unter anderem haben wir mal wieder einen  tollen Film gesehen. Außerdem beginnen wir, Werke aus früheren Periplaneta Tagen “unzuhängen”, d.h. sie eben jener Edition Subkultur zuzuführen, weil sie stilistisch dazu passen.

Wir begannen dann im Bereich Neuveröffentlichungen mit dem Kurzgeschichtenband “Fluchtpunkte” von Mena Koller und blicken auf eine eindrucksvolle Premiere der Autorin im Periplaneta Literaturcafé zurück. Die Erzählungen von Mena Koller spielen in Berlin, Paris, Istanbul und in Atlantis. Ihre Protagonisten fliehen dorthin vor ihrer Vergangenheit und vor den eigenen Gefühlen. Sie sind getrieben von einer unbestimmten Sehnsucht und entschwinden in einer anderen Realität oder in  ihren Illusionen…

Am 12.04.2013 gibt dann Meik Höllenkrämer seinen Einstand bei Subkultur und stellt sein Werk “Nicht von dieser Welt vor” im Periplaneta Literaturcafé vor. Die Erzählung von einem Nicht-Dazugehörigen, einem wunderlichen Außenseiter, ist die gleichsam traurige wie vergnügliche Innenschau eines Freaks, der meint, nicht von dieser Welt zu stammen. Sehr strange. Sehr große Momente. Und mit einem genialen Cover von Marion Alexa Müller.

Und am 28.04.2013 feiern wir im Rahmen der OWUL-Lesung in Lichtenberg dann die Deutschland Premiere des neuen Romans von HC ROTH. Wie kein anderes Buch ist “Der Flug des Pinguins” prädestiniert für einen Neuanfang, denn das Werk beginnt mit der Auseinandersetzung eines Autors mit den Ablehnungen, die ihn so von den bösen Verlagen heimsuchen. Dabei ist die Geschichte in der Geschichte, die von einem Kaiserpinguin, der aus der Antarktis auszieht, um Rockstar zu werden, einfach nur großartig…

Alle drei Bücher sind sowohl bei Subkultur, als auch im neuen Periplaneta Shop bereits erhältlich. Subkultur sucht noch redaktionelle Mitarbeiter, die sich für ein SubZine begeistern können, dass noch ehrliche Rezensionen, interessante Interviews und ähnliche journalistische Beiträge veröffentlicht. Trau Dich. :-)

Gala Nocturna Playlist

Gala Nocturna

Ostern 3013 durfte ich auf der Gala Nocturna in Antwerpen auflegen. Die Augustiner Kirche ist eine atemberaubende Location! Leider war die Betreuung der Performance Acts etwas stressig, doch es wurde dennoch ein einmaliges Erlebnis. Vielen Dank an Dirk und Viona für die Einladung und das Vertrauen. Auf http://www.goettertanz.de habe ich nun, wegen der großen Nachfrage, eine Playlist des Abends veröffentlicht. Sie beinhaltet nicht die exakte Reihenfolge der Stücke und einige sind nur inthemix zum Einsatz gekommen. Auf der Facebook Seite von Gala Nocturna sind zahlreiche Bilder zu bestaunen. Und in Kürze erscheinen hier in meinem Blog ein paar Texte über meinen Kurztrip nach Begien…