Jana Volkmann “Schwimmhäute”

Jana Volkmann

Jana Volkmann

Herausragend. Einzigartig. Ja, man ist mitunter verliebt in das, was man mitgeschaffen hat. Im Falle von “Schwimmhäute” liegt das auch an der großartigen zusammenarbeit zwischen Autorin, Projektleiterin und mir. Der Kurzgeschichtenband mit CD ist nicht nur das Debüt der Berliner Autorin, sondern quasi auch das Einstandsprojekt für Nadine Heßdörfer als Projektmanagerin, und ich muss sagen, dass beide Frauen hier eine hervorragnde Arbeit abgeliefert haben. Zu allem Überfluss durften wir mit einem exzellenten Coverbild von Steve Zeidler arbeiten, das “Schwimmhäute” definitiv adelt. Inhaltlich wird der Lesende/ Hörende mit einem neuen Format konfrontiert, denn eigentlich sind die Geschichten Jana Volkmanns, wegen ihrer intensiven, mitunter düsteren Stimmung, keine typischen Lesebühnentexte, was unseren Neuzugang aber nicht davon abhält, sie in solchen Rahmen immer wieder vorzutragen. Im Interview auf Periplaneta zeigt sich, dass es sie doch noch gibt, die Menschen, die den Platz zwischen den Zeilen ausschöpfen und Kreativität als Passion verstehen. Im Falle Jana Volkmanns entsteht dabei ein Weltbild, dass einerseits gnadenlos ist, andererseits eine Bereicherung für jeden Leser darstellt. Ich oute mich als Fan!

Jana Volkmann Webseite

Jana Volkmann bei Periplaneta

Interview

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“Ottonormalverbaucht”

OTTONORMALVERBRAUCHT

OTTONORMALVERBRAUCHT

Es ist vollbracht! “Ottonormalverbraucht” ist in der Produktion. Das Soloprogramm des Poetryslammers Lucas Fassnacht ist Buch und CD geworden. Die CD enthält einen Mitschnitt des Programms… und definiert Authentizität neu. Lucas Fassnacht hält sich nicht an die Konventionen, die Poetry Slam aufzuerlegen scheint. Sich immer und überall an der Handgeklapper gewordenen Akzeptanz des Publikums messen zu lassen, ist nicht sein Anliegen. In “Ottonormalverbaucht” kopuliert jugendlicher Leichtsinn mit der Revolution, die uns allen abhanden gekommen ist… Seitenweise Reime, reimgewordene Sinnsuche, sinngewordener philosophischer Schabernack als Spiegel der Welt… Gerade läuft das Master der CD im Literaturcafé zum Test und vermag mich auch noch nach Schnitt und Mastering zu begeistern.  Wortgewalt, Virtuosität und Spieltrieb… und eine großartige CD gewordene Performance…  Aldi Norma Lidli Tät…. grins…  Hier sprudelt fast schon Altersweisheit aus einem jungen Mund, der danach schreit, sich zu verbrennen…

Wem Lucas Fassnacht auf seiner Dauertournee über den Weg laufen sollte… der muss sich das ansehen.

11. Februar: Soloprogramm Ottonormalverbraucht im Zwischenraum Gießen

12. Februar: Poetry Slam Erlangen

20. April: Poetry Slam Augsburg

21. April: Frankenslam in Fürth

26. April: Bunker Slam Hamburg

27. April: 8 Minuten Eimsbüttel Hamburg

28. April: Buch/CD-Release-Show in Berlin

29. April: Soloprogramm Ottonormalverbraucht in der Kofferfabrik Fürth

30. April: Buch/CD-Release-Show im E-Werk Erlangen

5. Mai: Soloprogramm Ottonormalverbraucht im Trommelwirbel Nürnberg

6. Mai: Poetry Slam Würzburg

7. Mai: Highlander Ansbach

11. Mai: Hörkunstfestival Erlangen

12. Mai: Soloprogramm Ottonormalverbraucht in der Kellerperle Würzburg

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Prisma “You Name It” (CD)

PRISMA

HAMMER! Endlich gibt es ein neues Album von den Schweizer Prog Rock Göttern PRISMA…. Wie? Schweiz? Und dann Rock. Und  auch noch Progressive…. und Götter? Ok, holen wir ein bisschen aus.

Ja, ich mag Tool, ja ich mag vertrackte Rhythmen und schräge, menschenscheue Verrückte, die von Musik eine ungleich komplexere Vorstellung haben, als die meisten anderen Menschen… Und so verfiel ich auch einer CD namens “Collusion”, die vor vier Jahren irgendwie auf meinem Schreibtisch landete. Das Debüt der Schweizer Band PRISMA läuft heute noch rauf und runter. Zudem bot sich die Möglichkeit, die Band live zu booken. Nun sind schräge Metallriffs von unbekannten Menschen kein Verkaufsgarant. War mir aber damals Wurst. Und so spielte PRISMA am 14.11.2008 im Top Act Zapfendorf. Und es war wunderbar.

PRISMA

PRISMA

Vier Jahre später macht die Musik des Quartetts wieder komische Sachen mit mir.  Egal, wie man es nennt.  Progressive Metal, Progressive Rock, Taschenmesser (ist ein typisches Schweizer Tool :-) ). Es sind großartige Songs, die absolut geil produziert sind – übrigens von Tommy Vetterli, der mit der Band Coroner schon Ende der 80er, anfang der 90er Jahre progressiven Metal gemacht hat… (und ein paar von den wenigen Metalscheiben, die heute noch in meinem Regal stehen…)

Prisma ist bei aller Perfektion alles andere als verkopft, versteigt sich nicht in ausufernden Soloeskapaden oder sonstigen schlimmen Dingen, die Menschen eben passieren, wenn sie zuviel können, zuviele Ideen haben, die alle gleichzeitig rausmüssen. Jeder Prisma Song besticht zudem durch großartige Gesangslinien, die dem Soundgewitter Gerüst und irgendwie Wärme geben. Wer also bei Tool, A Perfect Circle, The Mars Volta, Porcupine Tree, Dredg … sich ansatzweise vorstellen könnte, Geld für Musik auszugeben, darf hier bedenkenlos einkaufen…

Letzte Frage ist immer, ob man Musik als Download oder als Tonträger beziehen soll… “You Name It” verdient den Namen “Album” und somit die Adelung, als Scheibchen gekauft zu werden… Die Frage ist nur WO? Bislang gibts die CD nur als Import.

Meine CD … wird sich auch noch in vier Jahren in irgendeinem Laufwerk drehen und die geilste Musik in meine Ohren spülen, die ich seit langem hören durfte.

Und: HALLO BERLIN! 2008 war PRISMA noch im KNAAK zu sehen. Wer hat noch einen nicht wegen Lärm verklagten großen Club mit ordentlicher Livebühne und UNlimitierter PA – und bookt diese unvergleichliche Band?

www.prismaband.com

ToM 2012

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Schwarzer Samstag

Die neue Tür

Die neue Tür

Da kommt man Samstag früh in sein Heiligtum und der Schlüssel passt nicht… Wie sich wenig später herausstellt, hat jemand versucht, sich mittels schwerem Gerät Eintritt zu verschaffen. Um was eigentlich herauszuholen? Wir machen Bücher… Ich verstehe es nicht. Dann Kripo, Schlüsseldienst, Türbauer… die ganze Palette sinnloser Aktivitäten, um  die Folgen des gescheiterten Versuchs zu beseitigen. Jetzt, um 21 Uhr ist alles wieder OK.

Es gibt ein paar Rechnungen zu bezahlen und -  irgendetwas ist innen drin kaputtgegangen. Einmal mehr stelle ich fest, dass ich vor einem unlösbaren Problem stehe. Wenn man sich einer Sache mit Haut und Haaren widmet, ist man angreifbar, verletzbar. Wäre Periplaneta irgend ein Job, den ich mit emotionaler Distanz über mich ergehen lassen würde, dann hätte ich jetzt vielleicht einen Tag frei und morgen einen neuen Chef… oder so. Aber wenn man etwas liebt, ist es furchtbar, wenn jemand versucht, es Dir wegzunehmen. Oder kaputt zu machen. Ich kenne Menschen, die sich deshalb dem Lieben verweigern. Oder Dinge immer nur halbherzig angehen. Doch Mittelmaß und Distanz sind mir fremd. Und deshalb nimmt man so etwas sehr persönlich.

Die Chefin hat tapfer mitgehandwerkert und ist jetzt natürlich fertig mit den Nerven. Und für zwei Tage bleibt die Arbeit liegen. Dass Menschen immer denken müssen, nur weil andere Artgenossen etwas Sinnvolles tun, sei bei ihnen auch etwas zu holen… Es sind doch nur Bücher. Zwar aus chlorfreiem Papier, aber das würde ich weder essen noch rauchen…

Keine Ruhe, kein Frieden, keine Verschnaufpause, aber im Angesicht einer Beinahekatastrophe einmal mehr die Erkenntnis, dass man genau das Richtige tut, nicht anders kann und nicht anders will.

Für die Liebe, für die Kunst!

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Max OS X Lion

Ich hab’s getan.

ToM und der Löwe

ToM und der Löwe

Ich habe das neue Mac OS X installiert. Für mich hat die Diskussion um  Mac OS Lion damit ein Ende Nach einer Nacht mit dem Löwen kann ich sagen: Alles Quatsch. Kein Mac OS Vista, keine schlechteren Akkulaufzeiten, keine Abstürze. Einfach nur geil.

Es dauerte keine Stunde und nach einigen Änderungen der Systemeinstellungen arbeitete das neue System genau so wie 10.6. Wer Vollbildanwendungen und verändertes Scrolling scheiße findet, kann es einfach abstellen. Ebenso kann man Trackpad und Mouse immer noch individuell einstellen, was besonders für Leute wichtig ist, die öfter noch mit anderen Rechnern arbeiten, die keine mitdenkenden Eingabegeräte haben. An das Multisuperduper Trackpad gewöhnte man sich schon bei 10.6 unglaublich schnell und kommt sich dann bei alten Trackpads immer leicht behindert vor.

Und: Endlich geht Office 2004 nicht mehr. Wunderbar. Ich hätte es nie freiwillig runtergeschmissen. Ich arbeite jetzt mit Open Office und mit Mail, Kalender und Adressbuch von Apple, statt mit meinem heißgeliebten Entourage. Und schon am zweiten Tag vermisse ich es nicht mehr… Und dass, obwohl das World Wide Web für Entourage (oder Outlook), das MS-Projektmanagement mit Mail, Kalender, Adressbuch in nur einer Anwendung, keine Alternative kennt. In vielen Foren begegnete mir das ganze Ausmaß an Overdressing und Overexposing… :-) Viele User haben sich wohl irgendwann einmal Office gekauft und verwendeten Entourage, weils halt dabei war, dann als simples Mailprogramm. Das ist wie Kanonen auf Spatzen(küken)… und natürlich träge… Für mich ist das Fehlen dieser Software aber eine Riesenumstellung, da ich das Projektmanagement brauche… (einfach beschrieben: Zu Projekten zusammengefasste Aufgaben und zentrale Dateiverwaltungen für solche komplexen Sachen wie Buchproduktionen…). Mozilla Thunderbird bietet ein Add On namens Lightning an, welches Kalender und Mail zwar zu einer Anwendnung zusammenfasst, aber auch nicht in der Lage ist, Projekte zu managen. Diese Alternative von Mozilla arbeitet ebenso zuverlässig, wie das im Mac OS enthaltene Dreiergespann iCal, Adressbuch und Mail. Entourage 2008 und Outlook 2011 sind keine Alternativen, zumal letzteres nur im kompletten Office-Paket enthalten ist, das ich nicht brauche. Ich brauche also noch eine Alternative zu Entourage 2004 und wäre für einen guten Rat sehr dankbar.

Die Monsteranwendungen: Die Adobe CS Suite  läuft unter Lion irgendwie schneller und auch Logic läuft rund wie ein Buslenker. Ebenso verhält es sich mit Final Cut. Die Apple Anwendungen wie iTunes, iPhoto usw. tun ihren Dienst unverändert zuverlässig. Und auch Toast Titanium 10 verkraftet Lion ohne spürbare Veränderungen. Lion versagt, wie angekündigt, die Unterstützung älterer Programme, was sich auf Anwendungen bezieht, die in der Regel mindestens 8 Jahre alt sind: MS Office-2004-Software, alte Macromedia Suiten von 2003 usw. Das System befreit sich so von Altlasten und das bekommen die neueren Anwendungen zu spüren. Schön, aber auch ein allgegenwärtiges Indiz der digitalen Schnelllebigkeit. Längst ist unser digitale Welt insgesamt unglaublich teuer geworden. Und das ist besimmt kein Apple-Phänomen.

Meine Euphorie für den Löwen werden wahrscheinlich auch nur Menschen teilen, die eine ähnlich aktuelle Hardware haben. Ich beschäftige i7 Prozessoren und 4 GB DDR3 RAM und kann also nicht für ältere Semester sprechen. Bei MacBooks mit Intel Core 2 Duo oder bei weniger RAM (bei Geräten, die noch mit 10.5 ausgeliefert wurden), wäre ich vorsichtig. Ebenso sollten User, die mit Prallels zwei oder drei Betriebssysteme beackern, mit dem Upgrade vielleicht noch etwas warten, da ich deren negative Wortmeldungen mangels Erfahrung nicht entkräften kann.

Für alle anderen kann ich folgenden Workflow empfehlen:

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Zum Geleit (Leseprobe)

Zum Geleit

Rattenfänger„It´s only after we´ve lost everything,
that we´re free to do anything!“
Tyler Durden

Als sie dir die letzte Wahrheit
und das Licht des dritten Auges nahmen,
als sie ihr finales Feindbild,
ihren Sinn des Lebenskrieges fraßen,

zertraten sie mit tönernen Füßen
ihr begehrtes Gut des Hasses,
zermalmten sie mit faulen Zähnen
die letzte friedenstaube Krähe.

Als sie dir die Kindheit stahlen,
Selbstzufriedenheit dir impften,
als sie dich zum Sterben schickten
und dich chronisch glücklich machten,

wurde ich des Weinens müde.
Überirdisch hintergangen
reichte ich den Prinzipalen
die blutbefleckten langen Messer.

Auf einem Totgeburtskontrollgang
trieben sie dich ab,
auf einem Totgeburtskontrollgang
trieben sie dich ab
ins Leben.

(Aus: Rattenfänger – Gehirnwäsche – Lyrik – Propaganda)

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Neue Webseite für den Goettertanz

Viele meiner Mitmenschen wissen es bereits. Ich bin krank,  hab eine kaputte Wirbelsäule – und muss dringend an meiner Genesung arbeiten. Kreuzschmerzen bedeuten auch, zuviel Stress und zuviel Lasten auf den Schultern. Von einigen Dingen, die nicht funktionieren, werde ich mich also verabschieden (müssen) – und ein paar Dinge, die immer nur halbherzig gemacht worden, weil zu wenig Zeit war, bekommen wieder mehr Raum. Man muss die Dinge ganz oder gar nicht tun.

Schon viel zu lange fristete der Göttertanz, meine allvierteljährliche rituelle Zusammenkunft ein diesbezügliches Schattendasein. Und so musste ich mich auch hier entscheiden, ganz oder gar nicht. Ich halte den Göttertanz für eine der erhaltenswerten Aktivitäten in meinem Leben und so werde ich mich fortan wieder mehr darum kümmern. Facebook Account und Blog sind eingerichtet und sollen fortan die Öffentlichkeit wieder mit mehr Wissenswertem über Musik, Kultur und Mythen versorgen. Erste nostalgische Altlasten wurden bereits eingepflegt. Und in Sachen Programm wird sich einiges tun in diesem Jahr. Versprochen.

Demgegenüber werden nun einige Projekte und Vorhaben zu Grabe getragen, der Kreis der Dinge, um die ich mich kümmere verkleinert. Aber ganz ohne Musik gehts irgendwie nicht. Deshalb wird der Göttertanz nicht sterben. Vier Mal im Jahr, Frühling Sommer, Herbst und Winter, werde ich, wenn es mir irgendwie möglich ist auch 2012 und, so die Mayas und anderen Menschen wollen, auch 2013 zur Rituellen Zusammenkunft rufen…

www.goettertanz.de

www.facebook.de/goettertanz

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Leseprobe – “Ich war ein Grufti”

Ich war ein Grufti

Ich war ein Grufti

Geständnis

„He writes accursed in his bed,
the wretched sleep of the undead,
the slow parade of faded friends,
the long dark sleep that never ends.”
Paul Roland

Ich war ein Grufti, ja, ich gebe es zu. Ich lungerte auf Friedhöfen herum, auf denen noch nicht mal ein weitläufiger Bekannter von mir verscharrt war, ich habe mich vor den Schädelbergen in den Pariser Katakomben ablichten lassen, mit Ratten mein letztes Brot geteilt. Ich bin schwarz Bus gefahren und schwarz Auto gefahren und schwarz geflogen, schwarz an den Badestrand gegangen und nachts mit Sonnenbrille durch die Straßen gelaufen. Ich trug schwarze Unterwäsche und schwarze Socken und hörte leidenschaftlich gern depressive Musik. Aus meinen Boxen quollen Textzeilen wie: „I hate myself”, „Gottes Tod”, „Gott hat sich erschossen” und „Das Sterben ist ästhetisch bunt”.  Ich habe „Brain Dead” gesehen – in der englischen Originalfassung – und „Evil Dead”, eins bis drei, an einem Abend und immer wieder. Ich versuchte Aufmerksamkeiten zu erheischen, indem ich so tat, als wollte ich mich umbringen. Ich habe das so echt spielen können, dass ich es bis in die letzte Faser selbst glaubte. Weiterlesen

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