Auto, Sex und Rezession

Thomas Manegold - Der Schläfer in der Stadt (c) periplaneta 2014 - All rights reserved
Scheinwerfer zu periplaneta.tv  „Verkehrsprobleme“

Verkehrsprobleme sind ein ernstes Thema. Auch die häufig gestellte und nie beantwortete Frage ob wir unsere Verkehrsprobleme zu lösen imstande sind. Sehr lange haben die männlichen Menschen die ihrigen mit dem Kauf von möglichst teuren Personenkraftwagen erfolgreich kompensieren können. Die Frauen sind drauf reingefallen. Aber das ist Vergangenheit. Jetzt sind sie dank Body-Mass-Index so schlank, dass man sie auch in einem Smart flachlegen kann oder sie sind dank maßloser Liebesentzugskompensation so dick, dass selbst ein siebener BMW zu klein wäre. Die Autoindustrie hat nur deshalb immer größere Autos gebaut. Nicht wegen der dicken Rohre, sondern wegen der massiven Stoßdämpfer…

„Kraft fasziniert. Intelligenz inspiriert. Ästhetik berührt.“ Drei Lügen- ein Werbeslogan. Jetzt verkaufen sie bald doppelwopperlike zwei Autos für den Preis von einen… Der Niedergang der Autoindustrie wird aber unsere Verkehrsprobleme nicht lösen, denn die Neuwagen fahren schon lange vom Band auf die Halde. Wenn die heute aufhören zu bauen, werden wir in 20 Jahren immer noch Tachos nach vorn korrigieren, um die Ladenhüter als Gebrauchte zu verhökern. Horrorszenario! Stell Dir vor es gibt Sprit und keiner geht hin. Stell Dir vor, die Blechlawinen stünden still.

Doch nein, es gibt Hoffnung. Denn die Autofirmen haben, in weiser Voraussicht, in fast jedes Auto hinten ein Bank eingebaut. Banken bekommen jetzt vom Staat Geld geschenkt, weil sie jahrelang Häuser verkauft haben, die entweder nicht gebaut, nicht bezahlt oder schon wieder abgerissen wurden. (Wenn Sie hier der Beweiskette nicht folgen können, sei darauf verwiesen, dass das bekannteste Modell einer Sportwagenfirma schon vor  dem Jahr 2001 … 911 hieß)

Jetzt bettelt der einstige Hersteller des Manta (ein 911 für Arme) um ein bisschen Futter, das nur für die Haie bestimmt ist. Kleine Fische für die Großen macht das Volk zu Arbeitslosen. Anstatt Sekt gibt’s Bier in Dosen für die Flaschen. Und Hartz 4. Mit vollen Taschen muss ich hungers sterben  auf den Regalen schimmelt schon das Brot… von Schweizer Bergen lachen Müllers Erben. Im Reich der Sonne lachen sie uns tot…

Dennoch gibt es keinen Grund zur Panik. Nicht nur die Konjunktur, auch die  Umweltbelastung wird abnehmen, wenn die Banken kein Geld mehr locker machen. Der clevere Mann von heute macht  sich dann nämlich nicht mehr den weiten Weg über Geldborgen, Autokaufen, in den Club cruisen, Frau betrunken machen, einladen, mit nach Hause nehmen, ausladen… sondern er geht gleich in den Puff. Bald schon wird dieses erste und letzte Dienstleistungsgewerbe das einzige mit Wachstumsrate sein. Und warum? Weil man da immer noch mit Cash bezahlt und weil es längst billiger ist, als Disko.

Bis irgendwann jemand auf die Idee kommt, flachbusigen Fleischimporten eine Brustvergrößerung zu finanzieren, indem er mit dem größeren Ertrag pro Dienstleistung, den man mit ordentlichen Möpsen verlangen kann, einen Kredit finanziert. Das Geschäftsmodell würde dann -mit der zu erwartenden Rendite- Transporte aus Fernost finanzieren können, mit immer mehr Frauen, denen man dann Brüste anklebt, um ihren Marktwert zu steigern. Die Banken würden dann die Bordelle aufkaufen und groß ins Geschäft einsteigen, die zu erwartenden Mehreinnahmen -durch Brustimplantate an illegal eingewanderten Frauen- in Komplett-Paketen diversen Investoren anbieten, die daraus Briefkastenfirmen machten, die dann an die Börse gingen….

Die neuen Volksaktien hießen dann Macro Soft, Big Apple, Silikon Valley. Und die würden auch diejenigen kaufen, die damals noch nichtmal auf Manni Krug reingefallen sind, als dieser so tat, als wäre er Anwalt und dann mit diesem Image T-Aktien verhökerte. Ich war damals nicht so blöd. Ich bin in der DDR großgeworden, ich wusste, dass Manni Krug ein Schauspieler war.  Aber selbst diejenigen, die ihre Sozialwohnung mit ihrer einstigen Rente rosa tapezieren können, würden die neuen Aktien anschaffen. Gevögelt wird immer. Das ist logisch, das begreife sogar ich planwirtschaftsverseuchter Ostgote.

Und das Geschäft würde laufen, wie geschmiert. Irgendwann bräuchten die Schlepper auch neue Autos, irgendwann würden sämtliche Bordelle von der Regierung gezwungen, ihre roten Glühbirnen gegen ökologische LEDs einzutauschen. Die Lampenindustrie würde sich erholen, denn es würden sehr viele LEDs gebraucht werden. Die Mietpreise würden sinken, da die meisten Männer im Puff wohnen würden und irgendwann würden silikonbetittete Frauen aus Fernost auf Grund des Überangebots genau so viel kosten, wie damals, bevor sie unser Herrgott Mamon nach dem Ebenbilde unserer feuchten Träume geformt hatte… Die Renditen würden ausbleiben. Das hätte natürlich Konsequenzen. Der Politik würde Versagen vorgeworfen, Angela Merkel müsste gehen. Man würde aufdecken, dass sie ihre Brustvergrößerung von Spendengeldern finanziert hat.

Irgendwann, wenn alle willigen Frauen dann in den Industrienationen mit künstlichen Brüsten, die inzwischen vom Staat subventioniert würden, anschaffen gingen, um ihre Kredite abzuzahlen, begänne man bereits die Renditen auf  siebenjährige Mädchen in Somalia zu verkaufen, da diese ja mit EU-Nahrungsmitteln am Sterben gehindert werden und irgendwann auch eingeführt werden könnten. Der Staat bereitet dann die Welle williger Frauen aus afrikanischen Ländern vor, in dem er gezielte Antirassismus-Kampagnen lanciert und mit Milliardenspenden dafür sorgt, dass ein Schwarzer Präsident der Vereinigten Staaten wird…

Eine Ethno-Kommission entscheidet, dass man die Brustvergrößerungen an ungeborenen dunkelhäutigen Ausländerinnen zwar noch nicht anbringen, aber dennoch schon verkaufen darf. Irgendwann sind die nächsten drei Generationen nigerianischer und somalischer Frauen bereits verplant. Und dann… sind wir genau dort, wo wir jetzt sind. Nur ein paar Hundert Milliarden Euro ärmer. Aber das wäre nicht das Schlimmste. Der nächste Bundespräsident würde Roberto Blanko heißen. Nicht weil er schwarz ist, auch nicht weil er Brüste hat, sondern einfach wegen seines Nachnamens.

Advertisements

Autor: Thomas Manegold

Autor, Künstler, Mediengestalter, Periplanetaner

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s