Der Trackball des Grauens

Clean Install vs. Hardware UpgradeApples Mavericks auf  „älteren“ Macs – Ein Erlebnisbericht oder
Clean Install vs. Hardware Upgrade

Kennst Du diesen regenbogenfarbenen kleinen Trackball? Der sogenannte Trackball des Grauens erscheint auf den Bildschirmen eines Macs immer dann, wenn der Rechner etwas länger braucht, wenn er tatsächlch mal was zu tun hat, außer schick auszusehen … Normalerweise ist das ein höchst seltener Anblick, wenn man seine Kiste einigermaßen pflegt, sie ab und zu mal runterfährt und ab und zu mal die Zugriffsrechte repariert und den Parameter Ram löscht. Doch vielen Usern von alten Macs (ja, wenn Dein MacBook Pro  early 2011 ist, dann ist das heutzutage alt!) wird dieser Trackball ein ständiger, zunehmend nervender Begleiter.

Bedient man sich der altmodischen Methode des Erinnerns, fällt einem wieder ein, dass damals noch eine DVD mit zum Lieferumfang gehörte, auf der ein Schneeleopard drauf war (10.5), dass man dann einen Löwen (10.6) drübergebügelt hatte…,  wenig später vielleicht sogar noch einen Berglöwen (10.8) und dass man nach knapp drei Jahren das vierte System „drüberinstallierte“

Mit den Upgrade Intervallen bei MAC OS verkürzen sich natürlich auch die Update- Intervalle bei den Anwendungen. Ich bin beispielsweise mit der Creative Suite 4 in den Club der Zahlenden bei Adobe eingestiegen … Und zack bum ein paar Monate später hatte ich schon CS5 komplett verschlafen, war CS6 schon im Anmarsch …  gefolgt von CC und CC 2014. Auf Intel Core2Duo läuft letztere Version auch nur noch mit mit einem maximalen RAM Aufgebot einigermaßen flüssig.

kauftnichtbeigravisDurch meinen zweimonatigen „Kalten Entzug“ und den Querelen mit dem ehemaligen MacDealer meines Vertrauens war meine digitale Selbstorganisation sowieso komplett im Eimer – und so die Gelegenheit günstig, nach drei Jahren mein Mac Book Pro (i7, 2011, 4 GB) einmal neu aufzusetzen. Ich wollte einfach wissen, was es ausmacht, wenn man sich Mavericks auf einen Stick lädt und einfach mal von vorn anfängt. Diese Art der Installation ist eigentlich nicht vorgesehen, seit es die Betriebssysteme ausschließlich im AppStore gibt. Ich habe mich durch mehrere Foren gescrollt und dann Mavericks auf einen entsprechenden USB-Stick kopiert, ein letztes Timemachine Backup gemacht und mir sicherheitshalber den eigenen Benutzerordner noch einmal auf eine andere Platte kopiert. Paranoid zu sein ist nämlich, was Dateien angeht, eine sehr nützliche Sache. Die Installation von besagtem USB Stick funktionierte reibungslos. Alle Programme aus dem AppStore  und aus der Adobe Suite habe ich danach ebenfalls neu installiert.

Ergebnis?

Wahnsinn! Der Erfolg ist unübersehbar. Ich vermisse den Trackball schon ein bisschen… Nach diesem Clean-Install ist mein Rechner nun gefühlt sogar schneller als zu seinen schnellsten Lion-Zeiten. Trotz „nur“ 4 GB RAM laufen Kommunikationsprogramme, Firefox, Photoshop und Indesign parallel wieder flüssig und schnell. Bei Neustart fährt der Rechner auch nach der Übertragung der meisten Dateien jetzt gefühlt ein Drittel schneller hoch. Den geplanten Einbau von mehr RAM oder gar einer SSD Platte verkneif‘ ich mir jetzt. Man muss es ja nicht übertreiben.

Nach dem Selbstversuch empfehle ich jedem User eines „alten“ Macs genau so einen Clean Install, bevor man anfängt, blind die Hardware aufzurüsten. Ich kann mich nämlich daran erinnern, dass „early 2011″ 4 GB RAM noch irrsinnig viel waren.

Hier die Schritte, die ich für sinnvoll erachte:

1. Den Library Ordner im Betriebssystem dauerhaft sichtbar machen (Anleitung). Anschließend ein Timemachine Backup machen. (Das hat den Vorteil, dass man dann den Library Ordner auch in seinem Backup sehen kann, falls man die Dateien manuell kopieren will oder muss)

2. Einen USB Stick vorbereiten und Mavericks auf diesen USB Stick laden. Eine entsprechende Anleitung zur Erstellung eines bootfähigen USB Sticks findest Du hier und hier.

3. Paranoia entwickeln und noch eine Kopie der Benutzerdateien erstellen. Man weiß ja nie, denn dann heißt es: Festplatte formatieren 🙂

4. Mavericks vom USB Stick installieren. Den Library Ordner im Betriebssystem dauerhaft sichtbar machen (Anleitung).

P.S.: Die Geschichte mit dem Library Ordner hat mit der Neuinstallation eigentlich nichts zu tun. Und auch Punkt 3 kann man weglassen. Beides ist eher was Religiöses 🙂 Ich habe gern immer noch ein bisschen Durchblick und Kontrolle über mein System.

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Autor: Silbenstreif

Silbenstreif Label und Studio Berlin

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