Urläubchen auf Usedom (Tag 7)

Usedom Achterwasser

Kurz vor Beginn der Hauptsaison kann Usedom unglaublich kitschig, unerträglich schön und unendlich friedlich sein. Frösche quaken. Und irgendwelche Vögel mit unendlich langen, schlanken Beinen stehen überall rum. Wahrscheinlich wegen der Frösche. Die Urlauberdichte ist nur an den Trögen und Tränken ein bisschen problematisch, doch selbst Frauen müssen vor den Klos nicht anstehen.

Usedom Achterwasser

Am Achterwasser entlang, also am küstennahen südlichen Ufer, kann man eigentlich nur Bootfahren und laufen. Selbst Fahrrad fahren macht abseits der betonierten Pisten keinen Spaß, wegen des Sandes. Gut so. Man trifft nur gelegentlich auf Seinesgleichen. Die Fischbudendichte nimmt rapide ab. Nur grünes Gras, roter Mohn, blaue Kornblumen und extrem glückliche Kühe. Da ist man selbst nach 15 km Gewaltmarsch tiefenentspannt.

Kühe auf Usedom
Die Kühe sind auf Usedom wahrscheinlich heilig wie in Indien. Gegessen wird Fisch, Schwein und was einem so vor die Flinte kommt.

Allgemein gilt auf Usedom wenn es um Essen geht „Fisch oder stirb“. Was dem Berliner der Döner, ist auf Usedom das Fischbrötchen. Das kostet (in der Vorsaison) zwischen 2,- und 3,- €, ebenso wie der halbe Liter Bier. Im Gegensatz zu Berlin kann man aber an der Küste die regionalen Biersorten meistens auch trinken. Vegetarier haben es echt schwer. Die Beilagen in den Gaststätten sind noch in guter alter DDR-Tradition fettig und wenig variabel. Kartoffelsalat und Bratkartoffeln gibt es nur mit Schweineschinkenspeck. Vegetarische Gerichte sind wie in den dünnbesiedelten Gebieten Thüringens und Bayerns: selten, unspektakulär oder richtig teuer.

Aber Fische gehören ja bekanntlich zu den Wasserpflanzen. Und hätte der blöde Humboldt damals nicht die Tierarten erfunden, damit der Kelmann paar Hundert Jahre später seinen Roman schreiben kann, dann würde auch der Biber noch zu den Fischen zählen … An Matjes oder Räucherfisch kann man sich eigentlich nicht sattessen. Sehr zu empfehlen sind  heiß geräucherter Heilbutt oder Hering (als geräucherter Rollmops), auch Rotbarsch wird allgemein unterschätzt. Als Frischfisch gebraten oder in Alufolie ist Zander meine Nummer 1. Aal und Butterfisch ist nur etwas für strapazierfähige Mägen.

ToM Marry Urlaub Usedom
ToM zusammen mit Marry vor dem ersten Strandgang. Links: Marry nach dem ersten Strandgang (Abbildung ähnlich)

Zum Schluss dann doch noch ein typisches Urlaubsfoto, nämlich ich und Marry und unsere einzige Urlaubsbekanntschaft, die verdeutlicht, das selbst bei 16-21 Grad im Schatten auf Usedom eine Sonnenschutzcreme immer eine sehr gute Idee ist.

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Autor: Thomas Manegold

Autor, Künstler, Mediengestalter, Periplanetaner

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