Es ist erst vorbei, wenn es zu Ende ist

Weihnachtsansprache.

2017 haben wir, also Periplaneta, also Marry, Sarah und ich, 30 (in Worten: dreißig) Werke in die Welt gesetzt. Ich danke. Marry. Sarah. Dafür und für das beste aller möglichen Leben. Ohne die beiden … gäbe es mich nicht mehr. Sie teilen meine Maxime, meine Überzeugungen und meine Definition von Glück und erfülltem Leben schon sehr lange. Und ich danke den fleißigen Assistentinnen, den Künstlerinnen und Künstlern, die sich eingebracht und den Autorinnen und Autoren, die mit uns diese Abenteuer erlebt haben. Dreißig Publikationen.

Und anno 2017 muss man sagen „trotz alledem“, denn es ist jenseits unserer erfolgreichen  Tätigkeit als Kunst- und Kulturbetrieb, jenseits der so vielen tollen Veranstaltungen, die wir zwischen dem ganzen Büchermachen auch noch gewuppt haben,  so ziemlich alles passiert, was einem nicht passieren sollte: Ich saß zwischenzeitlich schon mit einer Arschbacke im Rollstuhl. Nicht nur ich habe einen geliebten Menschen verloren. Das heißgeliebte Firmenauto hat zwei Jahre vor Ablauf des Verfallsdatums seinen Geist aufgegeben, Betriebsprüfung, Keller unter Wasser  …

Jenseits der Üblichkeiten, wie menschlichen Enttäuschungen und wirtschaftlichen Niederlagen (denn jedes Werk und jede Veranstaltung ist wie eine Wette auf ein manisch-depressives Rennpferd) und dergleichen, ist also dieses Jahr wirklich viel zu viel Scheiße passiert. Die Helden meiner ersten und zweiten Jugend starben wie die Fliegen. Die Folgen des VG-Wort Urteils, eine Bucheinstampfung …

Pressefoto zu "Morbus Animus"
ToM (rechts)

Aber, so what, „venceremos“, ich habe nie gezweifelt. Wir sind in diesem Jahr auch 10 geworden und haben sehr viel bewegt, erlebt und erreicht. Wir haben viel gelernt, sind weiter gewachsen. Unser Literaturcafé ist für immer mehr Menschen Hort und Heim geworden. Und wir haben wirklich einzigartige, grandiose Sachen produziert. Hinter unseren Werken stecken mitunter jahrelange Geschichten. Sie sind alle Inlandsproduktionen. Das heißt, für ihre Herstellung wurden Menschen ordentlich bezahlt und keine LKW um die halbe Welt geschickt. Unsere Hersteller haben alle ihre Kohle dafür von uns schon bekommen.

Jetzt beginnt die Weihnachtszeit. Wir müssen also die ganzen nicen, smoothen und cuten Dinge, die wir hergestellt haben, unter die Bäume bringen 🙂

Helft uns dabei. Und tut euch und euren Mitmenschen etwas Gutes, indem ihr wirklich originale, originelle, nachhaltige, ehrliche, schöne, wahre, gute und nicht aus Funk und Fernsehen bekannte Teile verschenkt, die schlau und lachen und weinen machen, aber eben nicht dick 🙂

Wer in Berlin weilt, kann uns 6 Tage die Woche besuchen und hier trinken und shoppen. Wir freuen uns auf euren Besuch, egal ab virtuos, virtuell oder persönlich. Denn 2018 wird es weitergehen. Mit Kunst, Kultur und Werken abseits des Gewöhnlichen. Auch wenn dann nochmals alles anders und viel verrückter werden wird, als es jetzt schon ist.

Wir lieben, was wir tun.

ToM

 

Periplaneta Online Shop

Periplaneta Online Shop

P.S.: Und weil diesen Text, den Gesetzen des Netzwerkes folgend, Leute lesen werden, die eh schon Mitglieder der Kirche sind, möchte ich euch last but not least von Herzen danken. Für eure Unterstützung und eure Anteilnahme. Bitte teilt diesen Text.

 

 

 

 

 

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Die Audible-Files

Nun, da einige meiner CDs schon länger ausverkauft sind, ist es an der Zeit:
ToM Manegold gibt’s auch bei Audible. Interessanter Weise unter der Rubrik Comedy und Humor. 🙂

THOMAS MANEGOLD: „HEIMATHIEBE“ (Polemiken und Satiren)
THOMAS MANEFGOLD: „RATTENFÄNGER“ (Lyrik und Propaganda)
THOMAS MANEGOLD featuring Georg von Weihersberg: „Zungenspiel“ (Himmelsthor) (Lyrik mit Piano)

ToM bei Audible

 

Vortrag auf der Buch Berlin

„Lesungen erfolgreich organisieren
Samstag, 25. November 14:00 – 14:45
Estrel Berlin, Sonnenallee 225

„Autorinnen und Autoren galten einst als menschenscheu und introvertiert. Doch heutzutage sind die Buchmacher und Schreiber auch ihre wichtigsten Präsentatoren. Wie organisiert man Lesungen? Wie gestaltet man seine Auftritte? Wie kann man sich vorbereiten? Was sind die schlimmsten Fehler, die man dabei machen kann?
Thomas Manegold, selbst Autor, Veranstalter und Projektmanager bei Periplaneta Berlin gibt einen Einblick in die Welt der Kleinkunst und Live-Literatur.“

Der Vortrag findet im Raum Lyon statt.

Buch Berlin Tagung

Zum zweiten Mal findet im Rahmen der Berliner Buchmesse die Buch Berlin Tagung statt. Am 25. und 26. November werden von 11.00 bis 17.00 Uhr Expertenvorträge und Workshops abgehalten, die Themen rund um das Verlegen von Büchern beinhalten. Tickets gibt es ab 10,00 Euro pro Vortrag, auch Tages- und Wochenendtickets sind dafür verfügbar.


Das vollständige Programm ist unter folgendem Link einsehbar:

http://www.buchmesse-berlin.com/tagung

Kürbis sein für eine Nacht

Halloween im Periplaneta Literaturcafé.

Halloween – die coolere Variante von Allerheiligen, geht auf eine irische Legende zurück, in der ein gewisser Jack den Teufel kidnappte und der Teufel sich mit einer Rübe freikaufte, in die Jack eine glühende Kohle legte und so durchs Dunkel fand. Überall, wo Wald und Bier ausreichend vorhanden sind, entstehen solche Geschichten.
Als die Iren dann nach Amerika auswanderten, gab es plötzlich keine Rüben mehr, die man aushöhlen konnte. Und so wurde der Kürbis zur Ersatzrübe …

Wir werden zu Halloween 2017 erstmals auch bei Periplaneta entsprechende Geschichten präsentieren. Gruseliges aus eigener Herstellung und dazu ein paar Klassiker von Menschen, die schon tot sind.
Dazu kredenzen wir zünftig Bier und echte irische Musik.
Von und mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold, Marien Loha und Sarah Stehle.

Dienstag, 31.10. 2017  20:00 – 23:00
Periplaneta Literaturcafé Berlin

Blasphemie für Anfänger und Fortgeschrittene

FREITAG, 20.10.17 ab 20 Uhr @ Periplaneta Berlin
Morbus Dei 2.0 – Blasphemie für Anfänger und Fortgeschrittene von und mit ToM Manegold

Jeder kann glauben was er will. ToM glaubt, dass Glauben und Vermuten ein und dasselbe ist. (Ok, da müsste „sind“ stehen … sagt die Lektorin, aber ToM sagt, dass er glaubt, dass er es weiß …)  Wenn aber jemand etwas behauptet, dass der andere für richtig erachten soll, so steht der Behauptende in der Bringschuld eines Beweises. Deshalb will ToM über Religion reden. Er redet sich dabei natürlich um Kopf und Kragen, denn es gibt keine absolute Wahrheit. Und sogar ToM kann sich irren, was bis dato natürlich noch nie passiert ist…

Morbus Dei 2.0 … Blasphemie für Anfänger und Fortgeschrittene ist eine Solo-Lesung, die Pfingsten 2017 im Haus Leipzig Premiere hatte. Und weil ihn dabei nicht der Blitz erschlagen hat, liest ToM noch einmal neue und alte Geschichten und Tiraden über Götter und ihre Gläubiger.

Der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehn.

Ich wollt einfach mal „Danke“ sagen

Nach einem denkwürdigen Jubilat bin ich zwar immer noch ziemlich durchgeschüttelt, aber auch gerührt. Man wird halt nicht jünger. Allerdings dürfte jener Feiertag der wichtigste für mich 2017 gewesen sein: 10 Jahre Periplaneta. 10 Jahre Family und Kulturkampf in einem. Das sagt viel aus. Über meine nicht vorhandene Konfession und Sozialisation.

10 Jahre Hamsterrad. 70 Stunden in der Woche. Dennoch liebe ich, was ich da mache. Auch wenn ich sowieso nicht anders kann. OK. Man könnte mit jemandem Professionellen drüber reden, für Geld. Aber wo bliebe dann der Spaß und die Spannung. Außerdem sind die Fenstertomaten noch so hoch, dass man gar nicht hüpfen könnte. Ich finde, man kann mit seinen Dämonen auch was sinnvolleres machen, als drüber zu reden oder sie im Lotussitz unter Aufsicht zu ignorieren. (Nein, keine Familienaufstellung). Und irgendjemand muss ja dem Krätschell noch die zweite Auflage machen …

10 Jahre … Während dieser Zeit ist viel passiert. Auch viele Tragödien, Enttäuschungen, Katastrophen. Und die drängeln sich leider immer in den Vordergrund. (So wie dieser eine große Mann, der gestern das halbe Buffet alleine gegessen hat 🙂
An die schönen Dinge gewöhnt man sich dagegen sehr schnell. Und dann fallen sie einem gar nicht mehr auf. Deshalb: Danke. Für die Blumen und die Geschenke. Danke für die Glückwünsche. Aber vor allem Danke für die tolle Zeit mit euch, die ihr euch auch immer wieder das Gejammer anhören müsst, wenn etwas nicht klappt, die ihr immer wiederkommt, weil euch das gefällt, was Periplaneta ist. Danke fürs Mögen in guten und in schlechten Zeiten. Danke fürs Mitmachen und Mitmachendürfen. Danke für die Texte, danke für die Musik, danke, dass ihr immer wieder bei uns performed, auch wenn manchmal nix zu holen ist.

Danke fürs Zuhören und fürs Aushalten, auch wenn sich unsere Ansichten vielleicht auch mal nicht überschneiden und man schon wieder nicht unterscheiden kann, wo die Grenzen von Ironie, Sarkasmus, Zynismus und Satire sind. Die Welt hat es nicht anders verdient 🙂

Ihr schon.

Heute weiß ich wieder: WIR sind die Guten.
Auf die nächsten 10.

ToM

David Wonschewski über „Heimathiebe“ (2017)

Sowas kann man rebloggen 🙂 Danke an Herrn Wonschewski!

David Wonschewski | Autor

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von David Wonschewski

„Maniker können mitunter sehr schnell denken und Berge versetzen. Problematisch wird es erst, wenn sie diese Berge hinstellen, wo sie nicht hingehören, und am nächsten Tag nicht mehr wissen, wer den Haufen gemacht hat…und wie sie da ganz oben raufgekommen sind. Bipolar ist ein Tanz auf Messers Schneide, bei dem man sich zwangsläufig blutige Füße holt.“

Wäre Thomas Manegold eine Frau, ohne Umschweife knutschen würde ich ihn, sie, allein dieser paar Zeilen wegen. Stürmisch ginge ich dabei zu Werke, feucht, wild, exzessiv, ein wenig übertrieben. Nun, manisch halt. Denn auch wenn dieser Gedanke, den Manegold in seinem aktuellen Werk „Heimathiebe“ äußert, für mich als bipolaren Menschen keineswegs neu ist – selten habe ich Wunder und Wunden meines eigenen manisch-depressiven Wesens derart kompakt und anschaulich zusammengefasst gesehen. Es ist halt alles gleichermaßen kompliziert wie charmant, so man, ärztlich attestiert, einen an der Waffel hat. Und so einer…

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OWUL RISING

Life after Sommerpause.
OWUL, die allmonatliche Lesebühne in der Z-Bar in Mitte, kommt planmäßig zurück. Wettermäßig war die Sommerpause ja ein Reinfall, aber wir gehen gestärkt … bla… (Rede von Martin Schulz nach der Wahl). 
NEU IST: WIR SIND AB SOFORT WIEDER ZU DRITT!! Denn ab sofort ist MASCHENKA TOBE offizielles Mitglied bei OWUL. Außerdem hat Marien im Sommer nicht nur Festivals besucht und sich Glassplitter in die baren Füße gelaufen, sondern auch noch sein Buch fertich!! Es heißt BAKING BAD.

Freut euch drauf:

  • Lesebühne: OWUL-Ohne Wenn und Laber.
     Thomas Manegold, Marien Loha, Maschenka Tobe
    7. September 2017 um 20:00 – 22:00 Z-Bar Berlin @ Bergstraße 2, 10115 Berlin, Deutschland Ohne Wenn und Laber. Die monatliche nicht nur Lesebühne in der Z-Bar. Sterngast an Stimmband und Gitarre im September: Bastian Mayerhofer. Jeden 1. Donnerstag im Monat wird ab September wieder im Kinosaal der Z-Bar getextet, musiziert, gequatscht und improvisiert. Zudem beantwortet das OWUL-Rakel ALLE eure Fragen.

WWW.OWUL.WORDPRESS.COM

Im Gedenken an Runfrid

Ich weiß nicht, warum wir die fremden Tragödien betrachten und betrauern und die eigenen immer abschotten müssen. Ich will das nicht. Meine Mutter ist gestorben und derzeit beschäftigt mich das Gedenken an sie mehr als alles andere. Sie war ein großartiger Mensch. Und auch sie hat sozusagen ein Recht, in den Köpfen derer, die sie kannten, weiterzuleben.

Mir war wichtig, dass die Trauerfeier nicht für die Gäste oder die Angehörigen oder für unsere Weltanschaulichkeiten stattfand, sondern für sie, meine Mutter. Deshalb hat die Trauerrede nun auch einen Platz in meinem Blog. Wer sie (nochmal) lesen möchte, klicke bitte >>hier.

 

Hitzefrei fällt aus

Vision & Wahn im Juli

„Was? Nee, keen Urlaub … naja, ist irgendwie allumfassend ins Wasser gefallen … Nee, keene Sommerpause … Warum? Na weil es bei uns das ganze Jahr über cool ist. Und wir aufm Prenzlberg physikalisch gesehen die Letzten sein werden mit trockene Füße …“

Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt am 3. Juli 2017 als Gäste den Berliner Autor Clint Lukas und Singer-Songwriter Johannes Kubin.

Thema zum Tag des Ungehorsams: Die Aufrührer!

Vision & Wahn ist die hauseigene Lesebühne von und mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold (falls er eine Wasserstraße nach Hause findet) und Robert Rescue. Jeden ersten Montag im Periplaneta Literaturcafé zu Berlin.

Ab 20 Uhr. Der Eintritt bleibt frei. Man zahlt, um zu gehen.

www.berlin.periplaneta.com