17.11.16: Thomas Manegold feat. YREF!

„Ich will Phrasen dreschen und daraus Brote für die Welt backen und sie Bernd nennen“

Juchhuh! Es ist dann doch noch rechtzeitig fertig geworden. 100 Seiten Polemiken, Reime und Satiren und 67 Minuten Studioaufnahmen.
Nach der ersten „Heimathiebe“-Solo-Stunde im Rahmen von Moabit liest im legendären Waschsalon steigt nun die eigentliche Premiere meines neuen Buches. Ich habe mir YREF eingeladen, ein Urgestein der Berliner Avantgarde, der mich auf der E-Gitarre auf seine ganz eigene Art durch den Abend begleiten wird.

THOMAS MANEGOLD feat. YREF „HEIMATHIEBE“
EINE BUCHPREMIERE!
DO.17.11.2016 AB 20 UHR
IM PERIPLANETA LITERATURCAFÉ zu BERLIN
DER EINTRITT IST FREI, MAN ZAHLT, UM ZU GEHN!

www.berlin.periplaneta.com

16.11.16: Thomas Manegold: Heimathiebe @ Moabit

„Ich will daran glauben, dass ich Eisbären rette, wenn ich weniger Gepäck in den Urlaub mitnehme.“

„Heimathiebe“ heißt das neue Buch mit CD von Thomas Manegold. Der Berliner Autor und Mediengestalter lädt in die Gedankenwelt eines Verweigerers ein und ermuntert zum Nach-, Quer- und Überdenken.

In Kolumnen, Gedichten und poetischen Texten zelebriert Thomas Manegold zwanghaft den anderen Blick auf Klischees, Befindlichkeiten, Erinnerungen und Ereignisse, wenn er beispielsweise der brandenburgischen Idylle Gedichte über das Jagdverhalten von Raubvögeln abtrotzt oder wenn er die Feindschaften zwischen den deutschen Bundesländern aufs Korn nimmt. Genüsslich werden Tabus gebrochen, Gott und die Welt beschimpft und der gesunde Menschenverstand beschworen.

Live@ Moabit liest: Mittwoch, 16. November, 20:00 – 22:00
Leck meine Küche @ Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin

Moabit liest! Vom 14.11. bis zum 18.11. wird der gesamte Kiez zu einem riesigen Literaturfestival. Die Lesungen finden in Cafés, Theatern und Buchhandlungen statt, aber eben auch in Frisierstuben, Waschsalons und Galerien.

Thomas Manegold „Heimathiebe“

Ein satirisches Textinferno, das Lachen und Weinen macht – nur eben nichts dazwischen.

Manegold Heimathiebe PeriplanetaPolemiken, Reime und Satiren

Buch & CD, Klappenbroschur, 104 S./67 min., print ISBN:  978-3-95996-035-9, epub ISBN: 978-3-95996-036-6, Edition MundWerk, GLP: 13,50 € (D)

Manegolds Bühnentexte bereiten zugleich Unbehagen und Vergnügen. Sie erklären Sachverhalte, die man eigentlich gar nicht so genau verstehen will, und sind meistens eine virtuose Mischung aus Bundestagsrede, Ballade und Betroffenheitsbulimie.

Nicht nur die Heimat als Wohnort oder Vaterland bekommt hier eine heiße Dusche. Denn Heimat kann auch Herkunft, Hort und Hafen sein, kann austeilen, sich festkrallen und prägen.

Da  scheitern Versuche romantischer Naturbeschreibungen aus dem burnout-bedingten Zwangsurlaub, da wird mal eben in 10 Minuten die Weltgeschichte geradegerückt oder zum zivilen Ungehorsam aufgerufen. Da wird der Nostalgie das Fell über die Ohren gezogen und der germanische Way of Life angeprangert.

Ein periplanetanisches Hör-Buch über asoziale Primaten, die Arroganz der Dummen, über Maden, Würstchen, Heringskälber und die Unerträglichkeit des Seins. Ein satirisches Textinferno, das Lachen und Weinen macht – nur eben nichts dazwischen.

Die im Silbenstreif Studio aufgenommene CD enthält u.a. auch die Texte „Smalltown Boy“, „Biber“ und „Der Schläfer in der Stadt“.

 


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HEIMATHIEBE im HERBST

„Ich will daran glauben, dass ich Eisbären rette, wenn ich weniger Gepäck in den Urlaub mitnehme.“

(Pressemitteilung, Periplaneta) HEIMATHIEBE heißt das neue Werk von Thomas Manegold. Der Berliner Autor und Mediengestalter lädt ein in die Gedankenwelt eines Verweigerers. In Kolumnen und poetischen Texten beschwört er den zwanghaft anderen Blick auf Klischees, Befindlichkeiten, Erinnerungen und Ereignisse, wenn er beispielsweise der brandenburgischen Idylle Gedichte über das Jagdverhalten von Raubvögeln abtrotzt oder wenn er die Feindschaften zwischen den deutschen Bundesländern aufs Korn nimmt. Genüsslich werden Tabus gebrochen, Gott und die Welt beschimpft und der gesunde Menschenverstand beschworen. Im Rahmen des Berliner Lesefestivals Stadt Land Buch feiert Periplaneta die Premiere mit einer Autorenlesung am 17. November 2016 im Periplaneta Literaturcafé Berlin. Offizieller Release ist der 2. November. HEIMATHIEBE erscheint als Buch mit CD sowie als E-Book und Digital Audio Release.

www.periplaneta.com
www.manegold.de

Dreistromland (V1)

Windräder zerschneiden Horizonte,
köpfen Vögel ganz ohne Schafott.
In den Kadavern wühl’n Saprobionten
und Bauern imitieren Don Quijote.

Der Sand treibt morgens lautlos zu den Deichen.
Der Ostseewind zieht sanft nur an den Haaren.
Und Möwen streiten sich um Heringsleichen,
die im Tang des Nachts gestrandet waren.

Das Mehr schwappt mittags laut über die Düne.
Ein Mädchen wird gehänselt, weil es flennt.
Vor’m Altersheimtross, auf der Freilichtbühne,
spielt ’ne Achim-Mentzel-Coverband.

Solarpaneele stehen wie Legionen,
bedecken Felder kettenhemdengleich,
saugen Sonnenlicht und Subventionen,
machen Arme arm und Reiche reich.

Der Sand reibt sich am Pilz zwischen den Zehen.
Und rieselt durch die wasserdichten Uhren.
Ein alter Mann will übers Wasser gehen.
Und Fischer satteln um auf Fahrradtouren.

Das Meer spuckt Phosphor aus den letzten Kriegen
Bernsteinsammlern eifrig ins Gesicht.
Bismarcks Erben sind umschwärmt von Fliegen.
Matjes wird gegessen, bis man bricht.

Weil Nahrungsanbau keinen Sinn mehr hätte,
verkaufen Bauern Felder, Hof und Haus,
schwitzt Raps mit fernen Palmen um die Wette
Öl für unseren Wohlstandsmotor aus.

Der Sand zieht weiter über kahle Dünen,
schleift Touristen Smartphonegläser blind,
verfängt sich in den Aufbauostruinen
und bedeckt ein weggeworfenes Kind.

Das Meer beleckt die Burgen in der Brandung
und holt die Körner wieder heim ins Reich.
Der alte Mann ist kurz vor seiner Strandung.
Die Adern blau, der Korpus herrlich bleich.

Triskelen sägen Schatten in die Hütten,
obwohl der Kraftwerkschornstein weiter raucht,
Und sehr viele Chinesen-Lungen litten
für Biostrom, den hier kein Mensch mehr braucht.

 

Aus Heimathiebe“ (c) Thomas Manegold 2016

It´s Brandenburg, Baby!

Fünf Tage Urlaub.

Ich war im Havelland. Alleine. Und hatte ein bisschen meine Ruhe. In erster Linie vor mir selbst. Brandenburg ist riesig, flach und generell sehr ruhig. Windkraftanlagen und Solarpanelen, wo man schaut. Die Gastronomiedichte dürfte in keinem anderen Bundesland niedriger sein und die Storchendichte nirgends höher. Vögeln ist in Brandenburg generell noch ein Akkusativ und lässt vor allem Ornitholgenherzen höher schlagen. Rotmilane kreisen mitunter vollkommen selbstverständlich über den Dörfern. Krähen, Raben, Lerchen, Spätzle und Finken aller Art lärmen mit den Hunden um die Wette.

Durch Wald und Wiesen bin ich gestriffen und habe keine Menschen getroffen. Ich hatte also Spaß. Einen Bericht über die fünf Tage gibt es dann während der Vision & Wahn am 1. August 2016 ab 20:00 – Periplaneta Literaturcafé Berlin @ Bornholmer Str. 81A

Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt im August u.a. den Berliner Autor und Mit-Vergnügen-Journalist Julius Kraft und den Poeten Conserve. Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehen.

www.visionundwahn.de

Sommer in der City. 7 Jahre Bier und Bücher

Vision und Wahn und unser großes Jubiläum an spielefreien Tagen.

Die Fußball EM und der Brexit sind die letzten Themen vor dem Sommerloch. Und wir mittendrin. Unsere Lesebühne ist aber, wie vorausberechnet, ausgerechnet an einem günstigen Termin, an dem es KEIN EM SPIEL zu verpassen gibt. Und sie ist in Deutsch. Auch unser Jubelfest ist am Tag VOR dem EM-Finale…

Jawoll, wir feiern in der Woche vom 4.7. bis 9.7. unser verflixtes siebte Jahr in der Bornholmer Str. 81 a. Statistisch betrachtet sind wir danach aus dem Schneider, denn wir sind keine Neugründer und keine Zugezogenen mehr. Wir dürfen dann Berlinern und unfreundlich sein, die Zweiklassengesellschaft und Einheimischen- und Touripreise einführen. Also seid nett zu uns und feiert mit!

MO. 4.7 LESEBÜHNE VISION UND WAHN
Als Gäste begrüßen wir Philipp Uckill und Singer Songwriterin ANNI.

SA. 9.7. HEIMSUCHUNG – 7 JAHRE PERIPLANETA. AB 19 UHR
Laudatio, Lesung und Konzerte. Mit Marion Alexa Müller, Sarah Strehle, Thomas Manegold, Robert Rescue, Heiko Heller, Matthias Niklas, ANNI und Bastian Mayerhofer. (Für Menschen, die Plätze vorher reservieren, gibt es 19 Uhr einen Sektempfang)

 

www.berlin.periplaneta.com

Subkultur Lesenacht bei Periplaneta

Am 25. Juni 2016 im Periplaneta Literaturcafé.

Subkultur ist die jüngste und zugleich die am schnellsten wachsende Edition des Periplaneta Verlags. Musik und Literatur abseits des Mainstreams zu machen ist heutzutage, so sagte man mir jüngst, echt mutig… (Naja, hier war „mutig“ im Sinne von „bescheuert“ gemeint), was ja auch stimmt, denn immer weniger Menschen wollen mit Subkultur weder im Sinne von neu, subversiv oder anders etwas zu tun haben.

Unsere Veranstaltungsreihe sagt da aber etwas ganz anderes. Auch zu unserer vierten Subkultur Nacht empfiehlt es sich zu reservieren… weil der Zauber des Schrägen und Kontroversen bei uns noch ungebrochen ist.

Am 25.06. präsentiere ich zusammen mit Gary Flanell, Alissa Wyrdguth vom Renfield Magazin und Düsterpiano im Periplaneta Literaturcafé wieder Texte und Musik abseits des Mainstreams. Los gehts ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehn. Von mir gibts mindestens eine Textpremiere.

Edition Subkultur
Periplaneta Literaturcafé Berlin
#bierundbücher

Blick in die Zukunft (Juni 2016)

Ein Kollektivtext! Von OWUL, meiner Lesebühne in der Z-Bar. Der berüchtige Blick in die Zukunft. Um die Wartezeit auf die neue OWUL zu verkürzen. Die ist ja erst im September. Wenn bis dahin nicht die Welt untergeht. …

OWUL

Am Ende einer jeden OWUL lesen wir einen Text über die Zukunft, wie sie sein wird oder könnte oder würde, wenn. Es folgt der Ausblick aus der Show vom Juni 2016:

Juni 2016
Die erstmalige Aufrüstung der Bundeswehr seit dem Kalten Krieg führt zu Rekordgewinnen bei den Waffen- und Munitionsherstellern. Verteidigungsministerin von der Leyen lobt ihren Plan der langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen. Dabei betont sie die Weitsicht ihrer Politik, denn durch die angestrebten Einsätze werde schlussendlich die zukünftige Konkurrenz im Billiglohnsektor dezimiert und ein enormer Bedarf an Wiederaufbau und Entwicklungshilfe geschaffen.
Hugo Boss entwirft darauf hin ungefragt neue Bundeswehr Uniformen. Schließlich habe man das ja schon bei der letzten Aufrüstung VOR dem kalten Krieg getan.

Das Volk von Großbritannien entscheidet sich gegen einen EU-Austritt. Laut Umfragen glauben 73%, dass sich das eh bald von selbst erledigt hat.

Juli 2016
Schneller als die Bundeswehr wächst nur noch die AFD. In einem…

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OWUL- Zum letzten Mal vor der Sommerpause

Donnerstag, 2.Juni ab 20 Uhr in der Z-BAR BERLIN.

Auch wenns wettermäßig noch nicht so sehr nach Sommer aussieht, gehen wir doch mit unserer Lesebühne OWUL in die Sommerpause und laden zuvor noch ein letztes Mal in die Z-Bar in Mitte ein. Neben ToM Manegold, Marien Loha und den wiedermal singenden Dr. Mayerhofer begrüßen wir Berlins ältesten Jungautoren Juston Buße als Gast. Wir lesen Texte vor und beantworten alle Fragen, die uns gestellt werden. Dazwischen wird ein bisschen gesungen und gegen Sitte und Anstand verstoßen.

Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehen.

Owul Webseite
Owul auf FB

Meinung – Freiheit – Kunst

SA. 21.05.2016 PERIPLANETA LITERATURCAFÉ BERLIN ab 20 UHR.

Wieder betreten wir Neuland in unserem Literaturcafé. Und erfinden das musikalische Kolloqium. Weil es doof ist, wenn alle nur noch über den Alltagswahn reden, indem sie sich leidlich drüber lustig machen.
Allein es fehlte der Name … Wie heißt eine Veranstaltung, in der Dichter, Denker und Musiker reden, während andere dabei zuschauen? Wenn es Jauch und Lanz und Kerner nie gegeben hätte, würde man TALK SHOW sagen. So aber heißt es kurz und knapp: „Carsten Klatte, Ralph Boes, Cellolitis und ToM Manegold sagen ihre MEINUNG über FREIHEIT und machen KUNST“.

Einsam singt ein altes Cello über das Leben, über die Liebe, über den Tod. Es klagt von Verzweiflung, stöhnt von Lust. Es schreit Chaos und Vernichtung, flüstert voller Hoffnung. Umbra heißt die über hundertjährige Dame aus Bresslau. Ihr dient der vierunddreißigjährige Nikolaus Herdieckerhoff. Oder dient sie ihm? Wer spielt hier wen? Wer ist das Instrument? Jedenfalls sind sie zusammen CELLOLITIS …

Carsten Klatte hat als Gitarrist mit Bands wie Project Pitchfork, The Cassandra Complex oder Wolfsheim gearbeitet und auch als Solokünstler zahlreiche Projekte realisiert, die musikalisch von Singer/Songwriter (La Casa del Cid) bis hin zu anvantgardistischem Folk (Widukind) und Jazz gereichen. Klatte ist nicht nur musikalisch ein Freigeist, sondern auch als Essayist, auf Theaterbühnen und als leidenschaftlicher Kritiker des sogenannten Zeitgeistes.

Ralph Boes ist Philosoph, Autor, Dozent für Geistesschulung, Referent und Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V. in Berlin. Ralph Boes ist Mitbegründer der „Bundesagentur für Einkommen“, „Kunde“ beim Jobcenter Berlin Mitte und Vollzeit ehrenamtlich tätig. Er engagiert sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Thomas Manegold ist Autor und Mediengestalter. Er ist als Kulturschaffender tätig, seit er aus den Thüring’schen Höhlen in die nicht ganz so weite Welt emigrierte. Vor über 10 Jahren hat er in Berlin bei Periplaneta eine Heimat gefunden. Als Mitglied der Lesebühnen „Vision und Wahn“ und „OWUL“ schreibt und liest er bissige Kolumnen über Gott und die Welt. Wahrscheinlich hält Herr Manegold Zynismus und Sarkasmus für Kunstformen, auf jeden Fall aber für Überlebensstrategien.

#bierundbücher

www.berlin.periplaneta.com