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Frühlingsbücher bei Periplaneta.

Wir waren fleißig. Sieben Werke haben wir seit dem Jahreswechsel vollbracht. Pünktlich zum Frühlingsanfang sind die neuen Periplaneta-Bücher fertig. Und wir auch.

Denn die Buchmesse in Leipzig findet dieses Jahr wegen der neuen Seuche nicht statt. Das ist sehr schade. Wir haben viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt. Und sagen wir mal so: Die Art, wie sie abgesagt wurde, hat bei allen die Schäden maximiert. Wir hätten wieder ordentlich was geboten: Coole Bücher, Bier am Mittag, TresenLesen am großen Verlagsstand und Lesungen auf der Bühne der Jungen Verlage … Insgesamt wären über 20 KünstlerInnen und MitarbeiterInnen damit beschäftigt gewesen. Diese haben nun das Wochenende Pause, denn auch an den digitalen Übersprungshandlungen beteiligen wir uns nicht.

Vielmehr überlegen wir uns nun mittel- bis längerfristig funktionierende geeignete Konzepte für uns, denn wir wissen mittlerweile, dass uns die Corona-Krise hart treffen wird. Weil wir nämlich ein Live-Verlag sind. Und weil wir das auch bleiben wollen, werden wir in unserem Literaturcafé zu Berlin auch ganz normal weitermachen. Klar mit der gebotenen Vorsicht. Aber unser TresenLesen wird hier, so das Virus und die Besucher es wollen, auch weiterhin stattfinden.

Letztendlich sind Messeauftritte, Lesungen und diverse Internet-Aktivitäten von Verlagen Maßnahmen, die alle ein und dasselbe Ziel haben. Nämlich Bücher zu verkaufen. Und das ist auch das Einzige, was die Kulturbetriebe retten wird. Sie müssen anderweitig Verkäufe generieren, wenn es durch öffentliche Auftritte eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist. Auf dass also nicht das Fernsehen, sondern das Buch in diesen Zeiten eine Renaissance erfahren wird 🙂

Hier also die sensationellen Neuheiten, die Leipzig nun verpasst. Kann man alle jetzt kaufen:


EBERHARD KLEINSCHMIDT: „Der wandernde Dichter“

Cover "Der wandernde Dichter" (Strichzeichnung Autorenporträt)

Eberhard Kleinschmidt ist Slam Poet, ein wandernder Dichter, der sich auf Bühnen einem Publikum und einem Wettbewerb mit anderen Dichtern stellt. Er selbst sieht sich in der Tradition der fahrenden Sänger, die einst von Burg zu Burg zogen und ihre Botschaften und Geschichten unters Volk brachten. Eberhard Kleinschmidt hat viel zu erzählen, denn er ist inzwischen achtzig Jahre alt. Damit ist er wahrscheinlich der älteste aktive Slammer Deutschlands, was allerdings auf einem Poetry Slam bemerkenswert egal ist.

  • Edition MundWerk, ca. 140 S.
  • print ISBN: 978-3-95996-170-7
  • epub ISBN: 978-3-95996-171-4
  • Softcover, Azw3, Mobi und Epub
  • Bei Periplaneta

SILVIA KLEIN: „Nachts sind alle Gedanken grau“.

Cover "Nachts sind alle Gedanken grau" (Zeichnerpuppe in einem Bett)

Callie zieht für ihr Studium nach Amsterdam. Sie will dort ein neues Leben beginnen. Doch zwischen Unistress, Nebenjob und neuen Freundschaften muss sie feststellen, dass es nicht so einfach ist, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen – seien es andere Personen oder die eigenen Prägungen und Abgründe. Ein dramatische Geschichte über Vergangenheitsbewältigung, Depression und über die Liebe. Ein Beziehungs- und Selbstfindungsroman.

  • Edition Periplaneta, ca. 234 Seiten
  • print ISBN: 978-3-95996-164-6
  • epub ISBN: 978-3-95996-165-3
  • Großformatige, hochwertige Klappenbroschur, Azw3, Mobi und Epub
  • Bei Periplaneta

JOOST RENDERS: „Hop On Hop Off“ Eine Stadt, viele Katastrophen.

Cover "Hop On, Hop Off" -periplanetaAufstrebende Rechtsanwältinnen treffen auf ausgemergelte Berliner Junkie-Omas. Dicke Touristen aus der Provinz begegnen geflüchteten Neu-Berlinern. Aufmüpfige Feministinnen arbeiten im Dirndl-Kleid in bayerischen Biergärten und gescheiterte Schauspieler landen im Knast. Gnadenlos beschreibt Joost Renders in seinem Episodenroman das Chaos der Hauptstadt und karikiert ihre Insassen mit viel Insiderwissen und schwarzem Humor. Ein Berlin-Buch, was selbst im Meer der Berlin-Bücher einzigartig ist.

  • Edition Subkultur, ca. 396 S.
  • print ISBN: 978-3-943412-87-1
  • epub ISBN: 978-3-943412-88-8
  • Softcover, Azw3, Mobi und Epub
  • Bei Periplaneta

KRISTJAN KNALL: „Heldenhass – Das Böse siegt immer und das ist auch gut so“

Cover "Heldenhass", Kristjan Knall als Jesus StatueKristjan Knall ist berüchtigt für seine kritischen Bücher mit Fußnoten. Dieses Mal lässt der Mann mit der Fellmütze seinen Hass nicht an lebenden Berlinern, sondern an den (meistens toten) Helden unserer Gesellschaft aus. Ob Gandhi, Martin Luther, Mutter Teresa oder Henry Ford. Knall deckt auf, wie viel Dreck die Gefeierten und Glorifizierten am Stecken hatten.
Als Bonus erzählt Kristjan Knall dann noch von diversen Anti-Helden unserer Gesellschaft, also den „Bösen“. Auch dabei macht er es sich nicht einfach, denn: „Man kann nicht die ganze Zeit das pure Böse verkörpern. Ab und zu will man ein Eis essen, mit den Kindern spielen, kacken. Selbst die Bösesten sind Menschen wie wir.“

Lach- und Sachgeschichten über das allgegenwärtige Grauen, die Ambivalenz von Gut und Böse und das Absolute im Wahnsinn und der kollektiven Dummheit.

  • Edition Subkultur
  • print ISBN: 978-3-943412-89-5
  • epub ISBN: 978-3-943412-90-1o
  • Softcover, Azw3, Mobi und Epub
  • Bei Periplaneta

HEIDI LEHMANN: „Bienenjunge“

Cover "Bienenjunge" (Kolibri)Cosmas ist Autist. Sein Vater Kai versucht, ihm ein erfülltes Leben zu ermöglichen, während Cosmas’ Mutter Jorinde die Behinderung ihres Sohnes nicht wahrhaben will. So hat Kai das Gefühl, dass er sich allein den Problemen stellen muss, die zwar alle Eltern haben, die aber durch die Eigenheiten seines Sohnes verstärkt werden. Nur bei der Künstlerin Lilith findet er Rückhalt. Doch als Cosmas eingeschult werden soll, eskalieren die familiären und gesellschaftlichen Konflikte. Eine Geschichte über Familie, Liebe, Inklusion und über den Kampf für ein gutes Leben.

  • print ISBN: 978-3-95996-174-5
  • epub ISBN: 978-3-95996-175-2
  • Großformatige, hochwertige Klappenbroschur, Azw3, Mobi und Epub
  • Bei Periplaneta

KLAUS UNGERER: Ist Frühling. Muss schön sein.

Ist Frühling. Muss schön sein. CoverMiniaturen aus zwei Jahrtausenden. Kolumnen, Kurzgeschichten und groteske Kurzmeldungen. „Ist Frühling. Muss schön sein.“ erzählt vom Leben und vom Staunen auf einer immer heißer werdenden Erdkugel und zaubert Betroffenen wie Unbeteiligten trotz allem real existierenden Quatsch ein sonniges Lächeln ins Gesicht.

  • Edition MundWerk, ca. 154 S.
  • print ISBN: 978-3-95996-179-0
  • epub ISBN: 978-3-95996-180-6
  • Hochwertige Klappenbroschur, Azw3, Mobi und Epub
  • Bei Periplaneta

BARBARA FISCHER: „Freyja“ Baumweltensaga II

Barbara Fischer "Freyja" Das zweite Baumweltensaga-Buch.Mit „Freyja“ geht der Kampf gegen die drohende Zerstörung in die nächste Runde. Ein sagenhaftes Epos voller Magie, unvorhersehbarer Wendungen, Fabelwesen aus aller Welt, voller göttlichem Humor und nerviger Zwerge. Das Cover wurde einmal mehr von Holger Much gestaltet. Wie schon die erste Baumweltensaga „Lilith“, so kommt auch „Freyja“ als limitierte, hochwertige Klappenbroschur inklusive E-Book inside.

  • Edition Drachenfliege, ca. 258 S.
  • print ISBN: 978-3-95996-149-3
  • epub ISBN: 978-3-95996-150-9
  • Hochwertige Klappenbroschur, Azw3, Mobi und Epub
  • Bei Periplaneta

Bücher, die anders sind (auch als E-Book oder Kindle) gibt es bei: www.periplaneta.com

Soundtrack Of My Life (021 Red Hot Cili Peppers „Otherside“)

Ich schütte mein Leben in einen Papierbecher
Der Aschenbecher ist voll

und ich kotz mir die Seele aus dem Leib
Sie will wissen, ob ich mich immer noch verkaufe.
Ich muß hinüber auf die andere Seite.
Wie lange wird es noch dauern.
Wie lange werde ich noch getrennt sein.
Bitte glaube nicht, glaube nicht, dass es schlecht ist.

NEU: Jeden Freitag TresenLesen

Texte, Drinks & Rock´n´Roll

Am Freitag, den 24.1. 2020 beginnt etwas Neues: Das Periplaneta TresenLesen. Konzept: Die Bar ist die Bühne. Bei mir an der Periplaneta Bar sitzen drei KünstlerInnen. Es wird gelesen und geredet. Und getrunken. Mit von der Party sind gestandene Autorinnen und Autoren und die berühmten „Mitglieder zahlreicher Gruppierungen des organisierten Vorlesens“, die jeder eigene Texte vorlesen werden. Ab und zu wird sich auch mal ein Musikus oder eine Musikcousine in unser LineUp verirren. Und das Beste ist: Der Wahnsinn ist ab sofort wöchentlich.

Freitag, d. 24.1.20: Premiere
Clint Lukas, Meikel Neid, Jane Steinbrecher

Freitag, d. 31.1.20:
Johannes Krätschell (Leseduell), Annette Flemig (Tempel Slam), Bastian Mayerhofer

Freitag, d. 7.2.20:
Volker Surmann (Brauseboys), Michael Bittner (Zentralkomitee Deluxe), Johannes Kubin

Freitag, d. 14.2. 20: Valentinstag
Mareike Barmeyer (Rakete 2000), Heiko Werning (Brauseboys), Roman Shamov

Freitag, d. 21.2.20: Subkultur Special
Joost Renders (hop on hop off buchpremiere), Christian Schmitz, Kristjan Knall

Freitag, d. 28.2.20:
Ulrike Helms, Klaus Ungerer, Eva Wunderbar

Freitag, d. 6.3.20:
Thilo Bock (Brauseboys), Marien Loha, Mädchen aus Berlin

Freitag, d.13.3.20: (Periplaneta geschlossen)
TRESENLESEN AUF DER BUCHMESSE IN LEIPZIG

Freitag, d. 20.3.20 Subkultur Special
Falk Fatal (Polytox, Front), Joost Renders , HC Roth

Freitag, d. 27.3.20
Aidin Halimi (Couchpoetos), Christian Bartel (Ferkel im Wind), Mathias Wildenbruch

Freitag, d. 3.4.20
Paul Weigl, Roman Israel (Reformbühne Heim & Welt), Mädchen aus Berlin

Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Vorverkauf 6,- €, Abendkasse 8,- €

TICKETS

Thomas Manegold - Der Schläfer in der Stadt (c) periplaneta 2014 - All rights reserved

Weltretten oder: Euer verlogener Altruismus kotzt mich an!

ZITAT: „Ich höre es leider immer noch viel zu oft: ,Warum sollte ich denn auf dieses und jenes verzichten, wenn ALLE ANDEREN es doch auch nicht tun?‘ Auch ich finde es toll, nach Malle zu fliegen oder mich shoppend durch die Konsumtempel treiben zu lassen, aber…“

Und dann folgen die arrogantesten Verlautbarungen, die man so absondern kann: „Wir sollten Vorbild sein“, „Kleinvieh macht auch Mist“, „Wir Erstweltler müssen den Drittweltlern doch zeigen, dass man nicht auf den Tisch kackt.“, „Unseren Kindern zu liebe.“ Und man sieht erigierte Geschlechtsteile der Äffinnen und Affen, während sie sich selbstgefällig in aller Äffentlichkeit in Selbstlosigkeit baden, weil sie nur noch einmal im Jahr in einem ärmeren Land sich den Übermenschen raushängen lassen oder nur noch besiegelte Waren einkaufen.

Denn damit wir unsere Maßlosigkeit nicht merken, gibt es jetzt das Tierwohl-Label, diverse Biolabel, den grünen Punkt und den grünen Knopf – alles Erfindungen, die die Zweifler weiter Konsumieren lassen sollen. Doch der grüne Knopf sagt nur, dass die Frau, die diesen Knopf angenäht hat, auf 90 Quadratzentimetern arbeitet, statt auf den üblichen 70 Quadratzentimeter. Würde man sie wirklich gerecht bezahlen, würde sie so dick werden, dass selbst die 90 Quadratzentimeter nicht mehr reichen würden. Fairness ist das Tor zur Maßlosigkeit der Anderen. Der grüne Punkt sagt, dass Du blöder Konsument dafür bezahlt hast, dass diese Verpackung ordnungsgemäß recycelt wird. Das heißt aber nicht, dass die Tüte nicht doch einfach in Polen verbrannt wird. Weiterlesen „Weltretten oder: Euer verlogener Altruismus kotzt mich an!“

Thomas MAnegold - Vision und Wahn 2019

Friedensweide und der Junge, den es niemals gab.

Periplaneta am Ende 2019

akilahwebSo aufs Ende vom Jahr hin drehen wir dann doch nochmal richtig auf. In den stürmischen Zeiten der Lauten und Einfältigen empfehle ich, bei Schenkungen an sich und andere darauf zu achten, dass diese Dinge nützlich sind und vielleicht sogar die Weisheit mehren. Ihr wisst schon, diese leckere Mischung aus Intelligenz, Bildung und Erfahrung. Den Einfältigen, also denen, die blöd sind und sich schlau meinen, würde ich gern entgegenbrüllen, dass … aber dann wäre ich einer von den Lauten. Ich gehöre gerade viel lieber der schweigenden Minderheit an, denn von allen Kanzeln dieser Welt blubbert uns aus hohlen Köpfen so ein abgrundtief leeres Gefasel entgegen.

Politiker beiderlei Geschlechts sondern Kalendersprüche und Werbebotschaften ab, während ausgerechnet die Satiriker, StandUp-Künstler und Kabarettisten für Wissen, Aufklärung und Aufsehen in der Politik sorgen. Das Schöne dieser erbärmlichen Entwicklung ist also, dass die Künstlerinnen und Künstler wieder gesellschafstkritisch, gesellschaftsprägend, politisch und parteiisch werden (was nicht dasselbe ist!).

friedenswebBei Periplaneta haben wir am Ende des Jahres in unseren Novitäten auch zwei latent politische Werke stehen. Dem einen sieht man es nicht an: Florian Langbeins Roman „Friedensweide“ beschäftigt sich mit der Xenophobie in dünn besiedelten Gebieten.

„Akilah und die Legende von Bashir“ von David Jonathan zeichnet eine Flucht nach, thematisiert aber auch das Phänomen der Heldenbildung und was die Medien damit zu tun haben.

26 Bücher werden es 2019 sein. 26 neue Werke, mit denen wir die Welt zu bereichern gedenken.

 

 

Neuauflage: Morbus Animus mit neuem Cover

Zwischendrin war dann doch noch Zeit, meine seit einiger Zeit vergriffene Kurzgeschichtensammlung „Morbus Animus“ neu aufzulegen. Das Buch ziehrt nun ein neues Cover, der Satz wurde ein bisschen angepasst, sonst ist alles gleich geblieben.

Eine Frau kniet vor einer Kloschüssel und denkt an Villon, ein älterer Herr zerbricht an einem Post-traumatischen Erlebnis und ein DJ schäumt, aber nicht vor Wut… Sie alle werden missbraucht als Projektionsfläche für einen Alptraum, aus dem Michael E. immer wieder aufzuwachen versucht, was sehr schwierig ist, weil er gar nicht schläft. Denn er sitzt in der Geschlossenen und reflektiert, was die Stimmen in seinem Kopf erzählen.
Gott hat die Szene längst verlassen. An der Fernbedienung sitzt ein Irrer, der sich in fragmentarischen Kurzgeschichten durch seine Erinnerungen, Erlebnisse und die Schicksale seiner Mitirren zappt.

„Morbus Animus“ vermischt sarkastische Kurzgeschichten mit Existenzphilosophie und birgt ein Buch im Buch, das vielleicht nicht nur für Michael E. eine reinigende Wirkung hat …

 

Das Buch gibt es jetzt im Periplaneta-Shop wahlweise als Softcover, E-Book oder Kindle.

 

Morbus Animus kaufen

THOMAS MANEGOLD, Marion A. Müller: „Morbus Animus“ Psychopathische Geschichten und Tiraden
Neuauflage 2019, 186 S., 19×13,5cm, ISBN 978-3-95996-178-3., mit neuem Cover

Winter und Weihnachten

Ich würde ja jetzt gern sagen: „He, kauft mein Buch und verschenkt es an alle, die ihr kennt … aber ich komm einfach nicht dazu, ein neues zu schreiben. „Heimathiebe“ ist auch schon ein bisschen her und selbst an der Neuauflage von „Morbus Animus“ bastle ich schon viel zu lange… die wäre wenigstens echt weihnachtlich 🙂

Aber es werden 2019 wieder 26 Bücher sein, die Periplaneta der Welt schenkt. Und ich denke, dass in unserem Katalog, der ja nun schon über 12 Weihnachten alt ist,  für jeden was dabei ist. Ihr müsst also nicht in die Einkaufshöllen pilgern, wie die ganzen Unwissenden. Einfach online bestellen. Und wenn ihr nicht wisst, was zu eurer 12jährigen Oma passt, die ein obscures Hobby hat, dann fragt einfach mich, ich hab die Bücher alle gelesen.

ToMs Bücher

Periplaneta Bücher

FRAGEN

Thomas Manegold -Alive after WGT17

Herbstbücher bei Periplaneta

Oktober 2019 ist der gesundheitliche Gesamtzustand meiner menschlichen Umwelt, sagen wir mal … optimierbar. Und auch ich habe wohl stressbedingt ein paar meiner Restfedern lassen müssen. 🙂 Familiär- und arbeitsbedingt werde ich Berlin wohl bis zum  Jahresende nicht mehr verlassen. „Nur“ die Auftritte auf den eigenen Bühnen – und mit einem gesunden Respekt habe ich festgestellt, dass es noch ganz schön viele Veranstaltungen sind, bis das Jahr endlich rum ist.

Stellvertretend für eine ganze Reihe von neuen Büchern, die ich (mit)produziert habe und die man auf Periplaneta bestaunen und kaufen kann, so man will, möchte ich hier zwei vorstellen. Beide Bücher sind Projekte, die unsere neue Lektorin Laura Alt betreut hat, die beängstigender Weise oftmals die gleichen Sachen gut findet wie ich. Machmal sind es auch die selben:


coverwebHC ROTH: „Wie aus mir kein Rockstar wurde“
Die ganze Wahrheit über HC Roth, Die Fetten Nelken, Fäidaboll und Österreich.

  • Edition Subkultur, ca. 200 S.
  • print ISBN: 978-3-943412-49-9
  • epub ISBN: 978-3-943412-50-5

Wie überlebt man als Punk in der Provinz? Wie überlebt man eine Klosterschule? Wie überlebt man als Vegetarier in Österreich? Wie überlebt man ein Konzert, ohne sein Instrument zu beherrschen? Wie überlebt man dreckige Tattoostudios, Sprünge von Brücken und Zugverspätungen? Und wenn man all das überlebt hat, wieso ist man dann eigentlich kein Rockstar geworden?

HC Roths neue Textesammlung handelt von ihm selbst. Von seiner Kindheit und einer Jugend in Österreich. Die Parallelen sind erschreckend. Ich glaube, jede(r) Andersseiende oder Andersgewesene, der nicht in einer Metropole großgeworden ist – und das sind nunmal, wegen der wenigen Metropolen im deutschsprachigen Raum, die meisten – wird sich in diesem Buch wiederfinden. HC Roth ist 40. Er ist erwachsen geworden und Kind geblieben. Er hat sich nicht verraten und kann wunderbar über sich selbst lachen.

Ich find das schön.

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coverweb-1Michael Schöpf „Ham & Axe“
Sicherer Hafen für die einen – Schlachtbank für die anderen.

  • ca. 260 S., Edition Totengräber
  • print ISBN: 978-3-95996-130-1
  • epub ISBN: 978-3-95996-131-8

Lass Dich in 16 bitterbösen Mordgeschichten in das „Ham & Axe Hotel und Spa“ entführen und erfahre mehr über die Kunst des Tötens, Geheimcodices zwischen Gangstern, die fünf goldenen Regeln des Hotels und warum Du niemals nach einem Zimmer „mit schöner Aussicht“ fragen solltest …

Endlich wieder ein böses Buch. Nix für schwache Nerven, denn hier wird exzessiv gemordet und gestorben. So etwas kennen die meisten nur aus irgendwelchen Filmen. Ham & Axe ist schlau inszenierter Exzess, mit Metaphern gespickte Boshaftigkeit und wird dann richtig beängstigend, wenn die Realität an die Tür klopft. Das ist dann meistens die Hintertür. Und das ist dann genau mein Humor.

PREMIERE IST IN BERLIN AM SAMSTAG, DEN 5. OKTOBER BEI PERIPLANETA. Mit Autor. Und keine Angst, der Schöpf ist, wie die meisten Besessenen, ein ganz Netter.

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Soundtrack of my Life: (20 Tool „Pneuma“)

Pneuma
Reach out and beyond
Wake up remember
We are born of one breath, one word
We are all one spark, eyes full of wonder

(vom Album „Fear Inoculum“ 2019)


Soundtrack of my Life

www.manegold.de

Soundtrack of my Life: (19 Tool „Parabola“)

Dieser Körper, der mich hier hält,
erinnert mich an meine Sterblichkeit.
Umarme diesen Moment und erinnere dich.
Wir sind ewig und dieser Schmerz ist eine Illusion.

(vom Album „Lateralus“ 2002)


Soundtrack of my Life

www.manegold.de

Neuer Text „Bugfixes“

Bugfixes (oder: Karl der Käfer wurde nicht gefragt)

Zum Thema „Bugfixes“ habe ich auf meiner Lesebühne Vision und Wahn mal wieder einen neuen Text verlesen.

Wie einst Robert A. Heinlein (oder für Analphabeten: Paul Verhoeven) richtig erkannte, sind die Insekten bald die neuen Chefs auf Erden …  Sein STARSHIP TROOPERS, eine leicht faschistoide Science Fiction, in der interstellare Insekten, gesteuert von sogenannten BRAINBUGs, die Erde angreifen, ist nämlich nur eine Vorwegnahme dessen, was uns ganz und gar ohne Aliens ereilen wird….

 

Ja, es ist wieder einmal eine gewagte These über die Wirklichkeit an sich, über Insekten, dem Fehler im System, über das Tier in uns und den dritten Weltkrieg. Wie immer 🙂 Der Text in seiner ganzen Gänze ist auf der Vision & Wahn Seite veröffentlicht worden.

BUGFIXES AUF VISION UND WAHN

Die neuen Bücher bei Periplaneta

Das ist mein Sohn Konstantin, der mir gerade zeigt, wo es langgeht. Ich habe es spontan: „Der Zeiger in der Gerste“ getauft, weil ich ja was mit Büchern mache. Und weil das rechts neben ihm ganz sicher eines Tages Bier werden wird. Und das, worauf er zeigt, das Meer ist. Wir haben also sogar Urlaub gemacht. Trotz KNV-Pleite. Und natürlich sind wir hingefahren und nicht hingeflogen. Obwohl wir uns das eigentlich nicht leisten können.

Ja. Marry und ich leben noch. Nicht wegen, sondern trotz der staatlichen Mechanismen, die Kindern und Eltern eigentlich helfen sollen. Es ist für Menschen wie uns extrem Scheiße, in diesem Land ein Kind zu bekommen. Das liegt aber nicht an den Flüchtlingen oder an den Türken, sondern an der Bürokratie, am Kapitalismus an sich – und daran, dass unser Lebensentwurf, so konsumfrei und selbstbestimmt, schon ein bisschen ausgefallen ist. Wenn das jeder machen würde, dann … aber egal …

Obwohl unser neuer Chef bereit und neugierig ist, wird das mit der Kita wohl erstmal nix. Auch wenn Prostitution in diesem Land legal ist, geht uns das Procedere ein bisschen zu weit. Aber er und wir machen schon eine extrem gute Figur, wie ich finde. Der Laden läuft. Inzwischen haben wir mit Laura auch eine tatkräftige Vollzeit-Unterstützung gefunden und so langsam groovt sich der stressige Alltag mit Kind auch ein. Irgendwann wird Konstantin hier unentbehrlich sein und dann haben sie eben alle geloosed, diese Kitas … pah.

Dennoch werden bei Periplaneta permanent weiter monatlich Bücher veröffentlicht. Und was für welche … Immer wenn es stressig wird, leidet als erstes ja immer die Berichterstattung darunter.

Deswegen hier nun, stellvertretend für alles andere, was wir so permanent tun, voila, das Spätsommerprogramm von Periplaneta:

Weiterlesen „Die neuen Bücher bei Periplaneta“