Periplaneta wird 10! ZEEEEHN! JAHRE!

Jubiläumsfeieritis am 15.09.2017 im Periplaneta Literaturcafé.

Als wir 2007 mit dem Verlag anfingen, da gab es faktisch noch keine E-Books und Facebook war fast so verrucht, wie heute das Dark-Net. Wer by MySpace war, galt als extrem modern und schon ein bisschen exhibitionistisch. Der Download eines einstündigen Hörbuches kostete noch rund 10 €. Bei Mixed-Shows hatte nur jeder fünfte Künstler ein eigenes Produkt und Buchpremieren hatten eine Verkaufsquote von 30 – 40 %.

Heute ist das alles ein bisschen … anders. NIEMAND konnte auch nur erahnen, was da auf uns zukam. Ebenso unwahrscheinlich war es, dass sowas wie Periplaneta auch nur die ersten zwei Jahre überstehen würde. Aber es kam anders. Wir hatten uns was ausgedacht und es gemacht. Und … es hat funktioniert!! Auch inmitten turbulenter Veränderungen, die immer noch andauern.

Jetzt blicken wir auf über 250 Werke. Viele davon mit Audioproduktion. Auf unzählige Veranstaltungen in Berlin und anderswo. Und wir laden zur Geburtstagsfeier ein.

tom manegold - periplaneta

Am 15.09. feiern wir uns selbst. Mit Sekt und Kulturprogramm. Im Periplaneta Literaturcafé. Mit von der Party sind, neben Marry, Sarah und mir, auch Brauseboy Robert Rescue, Dichtungsringer Matthias Niklas, Leseduellant Johannes Krätschell, die musengeküsste Singer/Songwriterin VERA und der Indiepop-Singer-Songwriter Josias Ender. Los gehts um 20 Uhr, der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehn.

 

 

Advertisements

Die Einsamkeit des Hurenkindes

Die dritte Vision und Wahn Anthologie kommt!

Am 04. September erscheint, im Rahmen des unfassbaren 10jährigen Bestehens von Periplaneta, die dritte Lesebühnen-Anthologie. Wir bedanken uns bei 31 Autorinnen und Autoren für die rege Anteilnahme. Natürlich wird die Vision & Wahn an diesem Montag eine Premierefeier werden, mit Kuchen und Wein und mit den druckfrischen Büchern, die diesmal ein Cover von Nicole Altenhoff ziert.

Der extravagante Titel kommt aus der Welt des Setzens. Ein „Hurenkind“ weiß nicht wo es herkommt. Es ist ein Satzfehler, die Schlusszeile eines Absatzes, die alleine auf der nächsten Seite steht. Wir haben natürlich absichtlich ein paar dieser „Hurenkinder“ im Buch belassen. (Vielleicht machen wir ja als nächstes etwas mit Schusterjungen …)

Mit Beiträgen von Marion Alexa Müller, Robert Rescue, Thomas Manegold, Alma Maja Ernst, Antonia Luba, Arno Wilhelm, Bastian Mayerhofer, Christian Gottschalk, Clint Lukas, Frank Sorge, Gary Flanell, HC Roth, Heiko Heller, Heiko Werning, Johannes Krätschell, Jesko Habert, Laander Karuso, Lucas Fassnacht, Mareike Barmeyer, Maschenka Tobe, Matthias Niklas, Mikis Wesensbitter, Nicolas Schmidt, Nicole Altenhoff, Nils Frenzel, Philipp Multhaupt, René Sydow, Sarah Strehle, Steve Bürk, Theresa Steigleder, Viola Nordsieck.

Das Buch bei Periplaneta

PREMIERE AM MONTAG, DEN 04.09.2017 ab 20 Uhr im PERIPLANETA LITERATURCAFÉ BERLIN. Der Eintritt ist frei. Man zahlt, um zu gehn. #periplaneta10

OWUL RISING

Life after Sommerpause.
OWUL, die allmonatliche Lesebühne in der Z-Bar in Mitte, kommt planmäßig zurück. Wettermäßig war die Sommerpause ja ein Reinfall, aber wir gehen gestärkt … bla… (Rede von Martin Schulz nach der Wahl). 
NEU IST: WIR SIND AB SOFORT WIEDER ZU DRITT!! Denn ab sofort ist MASCHENKA TOBE offizielles Mitglied bei OWUL. Außerdem hat Marien im Sommer nicht nur Festivals besucht und sich Glassplitter in die baren Füße gelaufen, sondern auch noch sein Buch fertich!! Es heißt BAKING BAD.

Freut euch drauf:

  • Lesebühne: OWUL-Ohne Wenn und Laber.
     Thomas Manegold, Marien Loha, Maschenka Tobe
    7. September 2017 um 20:00 – 22:00 Z-Bar Berlin @ Bergstraße 2, 10115 Berlin, Deutschland Ohne Wenn und Laber. Die monatliche nicht nur Lesebühne in der Z-Bar. Sterngast an Stimmband und Gitarre im September: Bastian Mayerhofer. Jeden 1. Donnerstag im Monat wird ab September wieder im Kinosaal der Z-Bar getextet, musiziert, gequatscht und improvisiert. Zudem beantwortet das OWUL-Rakel ALLE eure Fragen.

WWW.OWUL.WORDPRESS.COM

Eine Herzensangelegenheit

Die unterschätzte Kunst des Scheiterns…

Trotz aller Widrigkeiten geht es bei meiner Arbeit für Periplaneta immer weiter. Für den Herbst sind bereits diverse Jubilate geplant, da der Verlag doch tatsächlich 10 Jahre alt werden wird, falls es bis September wieder aufhört zu regnen. Aber weil das Wetter so schlimm ist, sind wir eben nicht andauernd Baden gefahren, sondern haben u.a. den zweiten Teil von „Kalion“ herausgebracht.

Jetzt freue ich mich gerade sehr auf den zweiten Geschichtenband der Chefin. Schon allein deshalb, weil sie am Anfang ja eigentlich nicht wollte, denn so eine Chefin hat es schwer, weil sie so viel extrem ekligen Kram machen muss, wie WaWi und Buchführung und Aufsichtsratssitzungen – weshalb für die eigene Karriere als Starautorin wenig Zeit übrig bleibt.

Aber Marrys „Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren“ ist ein wunderbares Buch geworden. Dolles Cover, Daumenkino und 170 Seiten fabelhafte Erzählungen. Dazwischen die legendären Rechthabewoman-Klugscheißer-Miniaturen, die Geschichten hinter den Geschichten.

Ich durfte Mitlektorieren und Setzen und ich weiß jetzt, wer den Längsten hat, warum Hamster Bandscheibenvorfälle haben und warum Erdferkel so alleine sind. Das Buch kann man schon bei Periplaneta bestellen. Der Vorgänger „Evasapfel“ soll übrigens im gleichen Design neu aufgelegt werden.

 

Hitzefrei fällt aus

Vision & Wahn im Juli

„Was? Nee, keen Urlaub … naja, ist irgendwie allumfassend ins Wasser gefallen … Nee, keene Sommerpause … Warum? Na weil es bei uns das ganze Jahr über cool ist. Und wir aufm Prenzlberg physikalisch gesehen die Letzten sein werden mit trockene Füße …“

Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt am 3. Juli 2017 als Gäste den Berliner Autor Clint Lukas und Singer-Songwriter Johannes Kubin.

Thema zum Tag des Ungehorsams: Die Aufrührer!

Vision & Wahn ist die hauseigene Lesebühne von und mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold (falls er eine Wasserstraße nach Hause findet) und Robert Rescue. Jeden ersten Montag im Periplaneta Literaturcafé zu Berlin.

Ab 20 Uhr. Der Eintritt bleibt frei. Man zahlt, um zu gehen.

www.berlin.periplaneta.com

Lesebühne: OWUL im Mai

Do. 4. Mai 2017 um 20:00
Ohne Wenn und Laber. Die monatliche nicht nur Lesebühne in der Z-Bar.

Am Donnerstag, d. 4. Mai wird im Kinosaal der Z-Bar wieder getextet, musiziert, gequatscht und improvisiert. Zudem beantwortet das OWULrakel ALLE eure Fragen

Thomas Manegold und Marien Loha werden wieder einmal mit Bastian Mayerhofer an Sitmmband und Gitarre und mit neuen Liedern begrüßen dürfen. Als weitere Sterngäste haben sich Maschenka Tobe, Mark Uriona angekündigt.

Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehn.

#verlagebesuchen

DIE GANZE WAHRHEIT

Am Samstag halte ich zusammen mit den Frauen des Verlags Vorträge, schenke Bier aus und stelle Bücher vor. Acht Stunden nonstop. Im Rahmen von #verlagebesuchen bei uns im Periplaneta Literaturcafé.

Wenn man auf www.verlagebesuchen.de geht und dort den Suchbegriff „Bier“ eingibt, dann kommt da nur ein Eintrag: Periplaneta. Das hat seinen Grund. Einerseits ist das Leben im Allgemeinen und die Dummheit im Speziellen nur noch im Suff zu ertragen. Andererseits möchten wir uns als Bastion der Freidenkerei und der Kreativität präsentieren. Das Programm kann sich sehen lassen. Und wir werden alles geben und nichts verschweigen 🙂

Ja, klar ginge es auch eine Nummer kleiner, aber dann würde es uns und Dir auch weniger Spaß machen.

  • SA. 22. April 2017, ab 14:00 bei Periplaneta Berlin.
    Bier & Bücher, Tee & Texte, Neues & Nähkästchengeplauder

Im Literaturcafé des Periplaneta Verlags kannst Du Dich einen ganzen Tag lang ungezwungen vergnügen, die Augen schließen, chillen und unseren Darbietungen lauschen, Dich bei einem Kalt- oder Heißgetränk durch das Sortiment blättern – oder sogar mitmachen. Ab 14 Uhr stehen Marry, Sarah und ToM Rede und Antwort. Und zu jeder vollen Stunde gibt es Vorträge und Lesungen:

14.00 Uhr: Wie entsteht ein Buch? (Vortrag)
15.00 Uhr: „Gefallen auf dem Feld der Ehe“ (Krimi-Lesung mit Stephan Hähnel)
16.00 Uhr: Stirbt das Buch aus? (Vortrag)
17.00 Uhr: „Lämmels Syndrom oder Die fünf Dimensionen der Wahrheit“ (Lesung; Wahnsinnsgeschichten mit Mark Uriona)
18.00 Uhr: Anekdoten aus 10 Jahren Periplaneta (Nähkästchengeplauder)
20.00 Uhr – unser Verlagebesuchen-Highlight: „Herr Schlau-Schlau wird erwachsen“ & „Wirsing fürs Volk“ (Lesung & Musik; mit Lesebühnenautor Johannes Krätschell und Musik-Kabarettist Bastian Mayerhofer)

Periplaneta Team

ACHTUNG! SPEEDCOACHING!

Zudem bieten wir Dir  die Möglichkeit eines zehnminütigen Speed-Coachings. Du kannst jederzeit und ohne Reservierung bei uns vorbeischauen – nur für das Speed-Coaching ist eine Anmeldung erforderlich: lektorat@periplaneta.com

Alles neu macht der … April

Es soll ja mittlerweile wieder frostfrei da draußen sein. Liegt wahrscheinlich an dem gelben Ball am Himmel. So werde ich wohl den Gang in die Welt hinaus wagen und zwischen meinen Schreibtischtätlichkeiten und den obligatorischen Doktorspielen zu folgenden Terminen wieder als Artist zu sehen und zu hören sein:

Montag, 3. April 20:00
Lesebühne: Vision & Wahn – Periplaneta Berlin
(Gastgeber, Vorleser)
Dienstag, 4. April 20:00
Lesebühne: Dichtungsring – Laika in Neukölln
(Lyrik und Reime)

Donnerstag, 6. April 20:00
Lesebühne: OWUL – Z-Bar in Mitte
(Blasphemie und Schmähkritik)

Donnerstag, 13. April 19:30
Treffen: Die Periplanetaner – Periplaneta Berlin
(Gastgeber, Schlaumeier)

Samstag, 22. April 14:00
#Verlagebesuchen – Vorträge und Lesungen – Periplaneta Berlin
(Gastgeber, Schlaumeier, Vorleser)

P.S.: Zu Pfingsten sind zwei Lesungen im Haus Leipzig bestätigt. Ich werde aber bei keiner Party als DJ in Erscheinung treten. Das liegt am Kreuz mit meinem Kreuz. Ein Comeback in Sachen Party könnte es im Dezember geben. („Ein Comeback planen“ ist sexier als „Ein Haus bauen“ in der Lebensplanung 🙂

Der Silberstreif am Horizont

Seit ein paar Jahren habe ich immer und ständig mit starken Schmerzen im  Rücken zu kämpfen. Das Leiden ist komplex, chronisch und fortschreitend. Und es hat mir und meiner menschlichen Umwelt schon einiges abverlangt.

Im Moment befinde ich mich wieder in Behandlung. Bis Ende März wurden und werden nun verschiedene Eingriffe vorgenommen. U.a. sechs Neurotomien (Nervenvereisungen), von denen ich nun die erste hinter mir habe. Anscheinend vertrage ich das sehr gut.  Und irgendwie sehe ich gerade ein bisschen Land, was diese Odyssee angeht. Bis Ende März wird das Pendeln zwischen Büro und Tagesklinik jetzt gehen. Und dann wird es mir wohl erst einmal so gut gehen, wie lange nicht. Dann muss ich schauen, dass ich die neue Freiheit nutze und entsprechend regelmäßig die richtigen Bewegungen machen. (Heißt, glaub ich, REHA.)

Bis dahin werde ich ein bisschen kürzer treten. Nur noch halbtags arbeiten, also nur 12 Stunden  🙂 und mich vermehrt mit positiven Dingen beschäftigen. (Also nicht mit Donald Trump im Speziellen und den Mainstream-Pressethemen im Allgemeinen.)

Selbst wenn man sich aufrichtet, sind es nämlich bis zum Horizont immer nur knapp 5000 Meter. Jeder, der in Mathe aufgepasst hat oder Knorkator kennt, weiß das.

Und wenn man nicht mehr richtig laufen kann, gibt es dementsprechend auch keine Horizonterweiterung mehr. Das Leben ist viel zu kurz, oder sagen wir: Die Strecke, bevor der Tunnel kommt, ist für jeden von uns begrenzt.

Frühlingsanfang will ich wieder mobil sein, Fahrrad fahren und endlich auch wieder im Auto vornsitzen können. Und im Sommer vielleicht auch mal wieder tanzen. Und dann rege ich mich vielleicht auch mal wieder über diese pissgelb befellte Ente im Weißen Haus auf,  falls sie bis dahin nicht schon  den roten Knopp gefunden hat.

 

2017 – Eine Vorschau

Weil alles zurückblickt, ein Blick in die Zukunft.

2017 wird ein tolles Jahr. Frau Merkel wird mit Hilfe der Grünen und der SPD wieder Bundeskanzlerin. Und ein Möschdegärngöbbels wird auf einem totsanierten Marktplatz irgendwo in Sachsen stehen und die sich im Regen langsam auflösende Mengele fragen: „Wollt ihr den totalen Krieg?“

Die AfD wird mit über 25% der Stimmen in den Bundestag einziehen. Und jenseits unserer Grenzen werden in mit unseren noch unbezahlten Steuergeldern erbauten Konzentationslagern Menschen die Beine breit machen, um an der osmanischen Security vorbeizudürfen – hinein in die große Freiheit, in den größten Knast der Welt, in die Festung Europa.

2017 wird wieder eine ganze Horde Künstler wegsterben. Einige sogar an den Folgen ihres ausschweifenden Lebens. Ein paar werden wir vielleicht sogar vermissen. Die Anzahl der Kriegsopfer wird in etwa gleichbleiben. Vielleicht sogar ein bisschen zurückgehen. 15% Wirtschaftswachstum sind auf Dauer einfach nicht zu halten. Es werden Menschen ertrinken, im Mittelmeer, im Atlantik, in Unwettern und Tsunamis – und wir werden nichts dagegen tun.

2017 werden wieder über 50 000 Tierarten aussterben. Und wir Deutschen werden wieder wegen ihres Fleisches eine Milliarde Tiere töten und danach rund 333,33 Millionen davon wegwerfen.

Das neue iPhone wird kommen und vielleicht sogar noch ein Samsung Galaxy. Und wir werden endlich in Fahrzeugen herumfahren, die serienmäßig einen eigenen Peilsender haben. Wir werden schrittweise unsere Dieselmotor-Autos verschrotten und in dem Glauben, die Welt zu retten, uns neue Fahrzeuge mit Batteriebetrieb kaufen.

Auch werden wieder viel zu viele Zurückgebliebene einen eigenen Internetanschluss und somit eine Stimme bekommen, ohne eine Sprache zu beherrschen. Es werden also noch mehr Idioten in unseren Netzwerken herumkrakeelen. Das Niveau der dort abgesonderten Inhalte wird nicht steigen. Aber auch nicht fallen, weil es nicht tiefer sinken kann. Die „Ich“-Dichte in den Kommentaren wird weiter zunehmen.

Es werden ein paar verhaltensgestörte, narzistische, gewaltbereite, dumme und deshalb gefährliche Arschlöcher sich wieder an der Vernunft vergehen und Leben auslöschen. Wir werden uns deshalb in Gruppendiskriminierung üben, die Sippenhaft fordern und einige von uns werden wieder präventiv selbst Hand anlegen. Weil die Halbwertszeit von Ängsten immer gleich ist, werden wir auch 2017 als Volk uns an einiges gewöhnt haben und demzufolge auch neue Bedrohungen vorgesetzt bekommen: Altersarmut, Atomkraftwerke, deren Strahlung sich nicht an Ländergrenzen hält, Supervulkane, deren Ausbruch die CO2 Bilanz gefährdet, der Virus H73N42 und die nächste Wirtschaftkrise.

Wir werden weiterhin in regelmäßigen Abständen Beweise für die Machenschaften derer bekommen, die Macht über uns haben, weil wir diese Menschen verehren oder weil wir sie wählen oder weil wir den Mist kaufen, den sie verzapfen oder anpreisen – und wir werden diese Enthüllungen mit ein bisschen hühnerstalleskem Gegacker kommentieren und danach weitermachen wie vorher.

Genau deshalb wird 2017 das Jahr der ewig pubertierenden Staatsmänner. Das  Testosteron in den Flecken auf den Chefsesseln dieser Welt wird unerträglich stinken und die Konversation zwischen den Alphamännchen dieser Scheißkugel wird endlich Kindergartenniveau erreichen. Trump und Erdogan sind nur der Anfang eines Trends, dass die Menschheit sich vermehrt freiwillig von verhaltensgestörten, narzistischen, gewaltbereiten, dummen und deshalb gefährlichen Männern f… regieren lässt.

Doch auch 2017 werden wir Deutsche satt und sediert in einem Land leben, dessen politische Elite korrupt ist und die ihr Totalversagen mit leeren Phrasen, einer monströsen Bürokratie und mit faulen Kompromissen kaschiert. Vielleicht merken ja ein paar Menschen, dass man Dummheit durch Bildung und Unwissenheit durch Aufklärung lindern kann und nicht mit Toleranz. Dass man Kriminalität jeder Art durch die konsequente und schnelle Anwendung von Gesetzen begegnet und nicht mit dem Verkauf sicherer Fenster oder mit schwülstigen Reden und einer vollkommen paranoiden Berichterstattung. Vielleicht zügeln ein paar Medienschaffende und Redakteure mal ihre Gier nach Aufmerksamkeit und realisieren, dass man die Opfer von Gewalttaten verehren und die Täter beschämen sollte, nicht umgekehrt.

Hoffen wir, dass 2017 zu Weihachten nicht wieder irgend so ein verhaltensgestörtes, narzistisches, gewaltbereites, dummes und deshalb gefährliches Arschloch auf unseren Titelseiten zu sehen ist. Hoffen wir, dass der beleidigende Spott gegenüber den noch blöderen Mitmenschen endlich aufhört. Hoffen wir auf neue Idole und auf runderneuerte, wache Menschen mit ungleich höhrerem Selbstwertgefühl und mit geraden Rücken.

Manegold Heimathiebe PeriplanetaHoffen wir auf die Wiederkehr von jener Restwürde in uns allen, die uns vielleicht verbietet, vor den Schlachtbänken, überteuerten Wohnungen und Versuchungen dieser Welt Schlangezustehen. Und die uns über die Gockel dieser Welt lachen lässt, anstatt sie dafür zu bezahlen, dass sie als Götzenbilder und Clowns mit Jonglagen und Verheißungen unsere tief empfundene Leere füllen.

Und wenn wir genug gehofft haben, fangen wir einfach mal an, es besser zu machen und es vor allem besserzumachen – als 2016 oder 2015 … oder 1989 oder 1933.

Prost Neujahr!

Thomas Manegold

Noch mehr Heimathiebe?

5.12.16: Vision und Wahn

Die Lesebühne im Periplaneta Literaturcafé Berlin.

Wie jeden ersten Montag des Monats steigt am 5.12. wieder unsere allmonatliche Lesebühne. Los gehts um 20 Uhr.

Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt im Dezember als Gäste Slam-Poetin Claudia Tothfalussy, den Musiker Conor Kilkelly sowie Antonia Luba. Ganz in weihnachtlicher Stimmung ist unser Monatsthema: “Lichterpest”.

Vision & Wahn ist die hauseigene Lesebühne von und mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold und Robert Rescue.

Der Eintritt bleibt frei. Man zahlt, um zu gehen. 😉

Periplaneta Literaturcafé Berlin
Bornholmer Str. 81A
10439 Berlin

17.11.16: Thomas Manegold feat. YREF!

„Ich will Phrasen dreschen und daraus Brote für die Welt backen und sie Bernd nennen“

Juchhuh! Es ist dann doch noch rechtzeitig fertig geworden. 100 Seiten Polemiken, Reime und Satiren und 67 Minuten Studioaufnahmen.
Nach der ersten „Heimathiebe“-Solo-Stunde im Rahmen von Moabit liest im legendären Waschsalon steigt nun die eigentliche Premiere meines neuen Buches. Ich habe mir YREF eingeladen, ein Urgestein der Berliner Avantgarde, der mich auf der E-Gitarre auf seine ganz eigene Art durch den Abend begleiten wird.

THOMAS MANEGOLD feat. YREF „HEIMATHIEBE“
EINE BUCHPREMIERE!
DO.17.11.2016 AB 20 UHR
IM PERIPLANETA LITERATURCAFÉ zu BERLIN
DER EINTRITT IST FREI, MAN ZAHLT, UM ZU GEHN!

www.berlin.periplaneta.com