Thomas Manegold - Der Schläfer in der Stadt (c) periplaneta 2014 - All rights reserved

Corona Tagebuch – Eintrag 5

Ich kenne nun die Regeln, die für Essen, Shoppen, Veranstaltungen, Kinderbetreuung und Unterweisung gelten sollen… Zusammengefasst, zynischerweise, unter dem Begriff…. ich KANN es NICHT MEHR HÖREN… LOCKERUNGEN — LOCKERUNGEN, das Synonym für die Repressionen, unter denen wir die Abfuckprämien und Staatsbeteiligungen und anderen Fantastiliarden erwirtschaften sollen… Das Bewirten und Bespaßen wird nicht mehr möglich sein. Das was man noch darf, kann man so nicht mehr nennen. Und es wird damit nicht möglich sein, die Unkosten des Bespaßens und Bewirtens zu decken.

Ok, ich kann selber kochen und Musikvideos schauen und mit dem Shoppen und Veranstalten kann ich auch aufhören … ich bin alt genug, ich weiß, das ich gut bin, ich brauch keine Bestätigung … ist zwar schlecht für die Wirtschaft, aber so what … Und ich war schon immer gegen Bussies und Händeschütteln … Bei den Schule- und Kita- Regeln sind wir aber mittlerweile beim Unterweisen weit vor Fröbel und Pestalozzi, nur halt ohne Prügelstrafe, angekommen … sach mal, habt ihr sie noch alle??? Kids stundenlang isolieren, ihnen die Haut von den Händen waschen … und voneinander distanzieren? Die sollen maskiert bei euch einmarschieren, niemanden und nix anfassen, außer sich selbst – und ohne menschlichen Kontakt wieder ausmarschieren??? Ich meine, das ist Folter. Kinder brauchen andere Kinder und müssen ihre Bezugspersonen und ihresgleichen sehen und anfassen können. Und die ganz Kleinen müssen ja erst soziale Wesen werden.

Es soll mittlerweile Stätten geben, wo Frauen mit Mundschutz Kinder gebären müssen. Ihr lasst euch an Eingängen von Läden ungefragt mit irgendeinem Mist aus irgendeiner Flasche besprühen. Ihr zählt die Schritte, weil das Essen, was ihr nur noch „to go“ kaufen dürft, erst 50 Meter von der Futterluke entfernt gegessen werden darf. Ihr haltet eine Eisleckverordnung ein, die nur das Ablecken des tropfenden Eises gestattet, auch wenn man noch nicht ganz 50 Meter geschafft hat. Hallo? Habt ihr sie noch alle?

Liebe Soziopathen, don´t forget, … ihr regiert nicht euresgleichen, sondern Menschen. Der Spaß mit dem Waschzwang hat längst aufgehört. Das ist eine abartige Psychose geworden. Finde ich … Ihr könnt ja so weitermachen, aber ich glaube, dass diese Asozialisierung soziale Gefüge irreparabel beschädigt und in jeder Beziehung sehr krank macht. … ich bin da langsam raus. Ich kann das weder mir, noch meinem Sohn, noch meinen Gästen zumuten. Was soll das werden? Maskenpflicht und Kontaktverbot für alle und HomeOffice für Sternenobservatorien und GrafikDesigner? In meinem Bücherladen dürfen zukünftig fünf Leute Lesungen beiwohnen, statt 30, wenn sich überhaupt noch jemand reintraut. 

Auf der anderen Seite wollen ihr jetzt ANFANGEN, die Schlachtbetriebe zu kontrollieren. Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Gibt es einen Anlass, jetzt auch noch diese systemrelevanten Esskulturzentren in ihrer Andacht zu stören? 🙂 Ich schmeiß mich weg. Ihr habt Kinderspielplätze und Bibliotheken geschlossen und die Zwangsarbeiter in den Schweine- und Kuhmatschfabriken tatsächlich einfach so weiterwursten lassen wie bisher – und jetzt fangt ihr an, da mal nachzugucken, weil ein paar Hundert Rumänen sich angesteckt haben! Wieso denn, sind doch nur Rumänen …  Ach sooo … weil sie den Landkreisen die Statistik verhageln. Blöd.

Ach ja, Fußball geht auch wieder. Ich versteh die Kriterien nicht, nach denen da entschieden wird. Macht es doch wie damals, beim Rinderwahn. Keult die Herde, dann kann sich niemand anstecken.


P.S.: Wer meinen Zynismus mag, kann gern meine Bücher kaufen und so an meinem Überleben teilhaftig werden. Wenn nicht, dann schaut euch im Gesamt-Katalog meines Verlags um. So oder so: Kauft bei den Erzeugern, bei den Urhebern und im Laden um die Ecke.

Thomas Manegold - Der Schläfer in der Stadt (c) periplaneta 2014 - All rights reserved

CORONA TAGEBUCH – Eintrag 3

„When people run in circles it’s a very very mad world“, sangen einst Tears Fears. Daran denke ich, wenn ich mit den anderen Privilegierten auf den sonst leeren Straßen meine Kreise ziehe. Mittlerweile kennt man sich. Und man grüßt sich wieder… auf der Straße… IN BERLIN(!)… Das hat schon ein bisschen was von Endzeit.

Der hier kreiselnde war vor der Krise frei, schaffend, Künstler und Workaholic. Er hat bereits mehrere Systemabstürze überlebt. Der eine war der Absturz des Sozialismus, da wechselte er nach Bayern, der andere war der von Windows 98, da wechselte er zu MacOS. Er hörte Metal auf Vinyl und Grunge auf CD und legte am Ende seiner DJ Laufbahn mit MP3-Files und Konsole auf und er hat 9/11 im Fernsehen gesehen. Da lag der Anteil der Deutschen, die das Internet täglich benutzten, noch unter 18%. Pandemien kann man nicht aufhalten. 

Privilegiert bin ich, weil ich Vater bin und überall hindarf, so lange ich mein Kind mit herumschleppe. Weil das Kind getragen werden will, ist mein Aktionsradius kleiner, als es mir mein Ausweis gestattet. Andere Privilegierte sind die Menschen mit systemrelevanten Berufen (Arschkarte, keine Ferien), also beispielsweise Lieferandos, Amazonen, SupermarktkassiererInnen, Ärzte, Drogenverkäufer, KrankenpflegerInnen… Die dürfen auch frei rumlaufen, schließlich werden deren Betriebe nicht geschlossen. Saufen daheim geht, aber Beutelwechseln oder Regaleeinräumen im Homeoffice muss erst noch erfunden werden, aber ja, das wird kommen, spätestens bei der zweiten Corona-Welle und falls wir bis dahin das Internet ausgebaut haben, sagt der Altmayer. Apropos, Talkshowgäste gelten bestimmt auch als systemrelevant. Ohne Talkshows wäre die Gesellschaft bestimmt schon blackholesunmäßig in sich zusammengefallen. Während Söder, Spahn und Laschet die Krise an der Front für den Kampf um die Vorherrschaft in Partei und Staat instrumentalisieren, drehen die Politiker und Experten in den Gesprächsrunden und Pressekonferenzen völlig frei. Die einen wollen morgen in den Stadien Corona-Partys feiern, die anderen wollen sie eigentlich für immer leerstehen lassen. Die einstigen Bewohner der Stadien schauen sich vor lauter Verzweiflung alte Spiele im Free-TV an. Die einen prophezeien uns „italienische Verhältnisse“, die anderen warnen davor, dass die Verheirateten sich umbringen werden, wenn man die Frauen nicht shoppen und die Männer nicht endlich wieder in den Puff gehen lässt. So hält uns die viele, nun mit Sicherheitsabstand inszenierte heiße Luft noch ein bisschen am Schweben, bis sie wie eine sanfte, stumme Flatulenz aus unseren Köpfen wieder entweicht. Diese Leere gilt es dann zu füllen, mit zur Not selbsterfundenen Facebook-Challenges, Schlüpfergummis an Topflappen nähen, Kochen, Essen, Vögeln, weil in 9 Monaten ist Babyboom, schreibt die BZ … Wäre locker zu schaffen, weil man ja Homeoffice macht, aber man muss das alles auch noch streamen oder instagrammen. Heute sind wir alle Influenzer.
Und wenn schließlich, weil man halt im Krieg gegen Corona nicht verhungert, sondern fett wird, die alte Magersucht-Latenz wieder durchbricht oder einem die Decke auf den Kopf fällt, weil die Kleinkinder in der Wohnung über einem durchdrehen, geht man joggen. Wer eng anliegende Kleidung trägt und rennt, darf nämlich auch auf die Straße. „Ich habe Dinge gesehen …“ sagte einst ein Android in Bladerunner (Wieso fällt mir das jetzt ein?).

Eine Sonderform der Privilegierten sind die Hundekackhaufenaufsammler. Wer von einem Hund am Strick durch die Gegend gezerrt wird und einen Plastikmüllsack in der Tasche hat, darf auch überall hin. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hunde nur unter Zwang auf Katzenstreu stoffwechseln. Außerdem sei das ist eines Hundes unwürdig und entspräche nicht seiner Natur. Hunde können wahrscheinlich nur kacken, wenn einer zuschaut und es dann hinerher in Geschenkpapier einwickelt. Deshalb treffe ich jeden Tag auf meiner Runde die große Frau mit dem schwarzen Hund. Mittlerweile reden wir ein bisschen. Wenn keiner zuschaut. Während ich, zum Leidwesen derer, die sich in ihrer Gartenlaube verschanzt haben, mit dem Kinderwagen emsig Furchen in die Gehwegplatten fuhr, wurde ich den Verdacht nicht los, verschiedene Menschen zu treffen, die aber immer denselben Hund dabei haben. Überhaupt sehen viele Hunde dehydriert und gehetzt aus. Wahrscheinlich haben die ganzen Hundebesitzer das Dosenravioli aus dem Netto gehortet und verfüttern es nun an ihre Vierbeiner, damit diese Durchfall bekommen und man sie an Menschen zum Gassigehen vermieten kann. Als ich die große Frau darauf anspreche, lächelt sie verschwörerisch. „Du kannst mit dem Schwarzen gern mal probelaufen“, sagt sie dann. „Sie kontrollieren dich nicht und  du kommst mit ihm auch bei der Straßensperre ohne Probleme durch.“
Ich nicke. Wenn der Kleine wieder in die Kita muss, um sich für den Herdenschutz anzustecken, werde ich ganz sicher drauf zurückkommen. Hauptsache, ich muss nicht joggen.

ToM

P.S.: Wer meinen Zynismus mag, kann gern meine Bücher kaufen und so an meinem Überleben teilhaftig werden. Wenn nicht, dann schaut euch im Gesamt-Katalog meines Verlags um. Kauft bei den Erzeugern, bei den Urhebern, denn auch wenn diese Krise für die meisten sehr schlimm ist, so bleiben am Ende die Verlage auf ihren Büchern sitzen. Der Großhandel schickt sie nämlich einfach wieder zurück, wenn die Buchhandlungen zumachen.

NEU: Jeden Freitag TresenLesen

Texte, Drinks & Rock´n´Roll

Am Freitag, den 24.1. 2020 beginnt etwas Neues: Das Periplaneta TresenLesen. Konzept: Die Bar ist die Bühne. Bei mir an der Periplaneta Bar sitzen drei KünstlerInnen. Es wird gelesen und geredet. Und getrunken. Mit von der Party sind gestandene Autorinnen und Autoren und die berühmten „Mitglieder zahlreicher Gruppierungen des organisierten Vorlesens“, die jeder eigene Texte vorlesen werden. Ab und zu wird sich auch mal ein Musikus oder eine Musikcousine in unser LineUp verirren. Und das Beste ist: Der Wahnsinn ist ab sofort wöchentlich.

Freitag, d. 24.1.20: Premiere
Clint Lukas, Meikel Neid, Jane Steinbrecher

Freitag, d. 31.1.20:
Johannes Krätschell (Leseduell), Annette Flemig (Tempel Slam), Bastian Mayerhofer

Freitag, d. 7.2.20:
Volker Surmann (Brauseboys), Michael Bittner (Zentralkomitee Deluxe), Johannes Kubin

Freitag, d. 14.2. 20: Valentinstag
Mareike Barmeyer (Rakete 2000), Heiko Werning (Brauseboys), Roman Shamov

Freitag, d. 21.2.20: Subkultur Special
Joost Renders (hop on hop off buchpremiere), Christian Schmitz, Kristjan Knall

Freitag, d. 28.2.20:
Ulrike Helms, Klaus Ungerer, Eva Wunderbar

Freitag, d. 6.3.20:
Thilo Bock (Brauseboys), Marien Loha, Mädchen aus Berlin

Freitag, d.13.3.20: (Periplaneta geschlossen)
TRESENLESEN AUF DER BUCHMESSE IN LEIPZIG

Freitag, d. 20.3.20 Subkultur Special
Falk Fatal (Polytox, Front), Joost Renders , HC Roth

Freitag, d. 27.3.20
Aidin Halimi (Couchpoetos), Christian Bartel (Ferkel im Wind), Mathias Wildenbruch

Freitag, d. 3.4.20
Paul Weigl, Roman Israel (Reformbühne Heim & Welt), Mädchen aus Berlin

Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Vorverkauf 6,- €, Abendkasse 8,- €

TICKETS

Subkultur Nacht am 23.03.2018

Literatur und Musik abseits des Mainstreams bei Periplaneta Berlin.

Die neue Angepasstheit grassiert, der neue Konformismus boomt, die neue Spießigkeit greift um sich. Und ja, es gibt Menschen, die nichts anderes kennen. Aber Kunst muss manchmal auch wehtun. Anecken. Kontroversen auslösen. Die Edition Subkultur soll ein Label für ebensolche Kunst sein. Und von Zeit zu Zeit findet eine Subkultur-Nacht statt. Mit Literatur und Musik abseits des Mainstreams. Am Freitag ist es uns eine besondere Ehre, Carsten Klatte mit im Team haben, der uns als Widukind bereits drei aufregende Tonträger beschert hat.

Am Freitag den 23.03.2018 im Periplaneta Literaturcafé zu Berlin begrüße ich als Gastgeber folgende Gäste:

CALVIN KLEEMANN (Lyriker und Performer aus Dortmund)
JANE STEINBRECHER (Autorin aus Berlin)
MUSIK: WIDUKIND (aka Carsten Klatte)

Beginn  ist 20 Uhr. Der Eintritt ist auch diesmal frei und man zahlt, um zu gehn!

 

Vision und Wahn am 05.02.18

THEMA: INFLUENZER

Kindergrippe, YouTuber, Lobbyist, Impfgegner und Winterseuche in einen Text zu bekommen, wird schwer. Aber man kann sich, um das Thema zu treffen, diesmal auch einfach krankmelden …
Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt als Gästin Maschenka Tobe (die ganz nebenbei ihr einjähriges Vision-und-Wahn-Bühnen-Jubilät feiert).

Vision & Wahn ist die hauseigene Lesebühne von und mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold und Robert Rescue und findet auch 2018 wieder jeden ersten Montag des Monats im Periplaneta Literaturcafé statt.

Der Eintritt bleibt frei. Man zahlt, um zu gehen. Platzreservierungen sind erwünscht.

DIE ERSTE OWUL 2018

Ohne Wenn und Laber. Die monatliche nicht nur Lesebühne in der Z-Bar.

Pünktlich am 4. Januar startet OWUL ins neue Jahr 2018.

Untersützt werden Thomas Manegold und Marien Loha diesmal von Singer-Songwriter Josias Ender und Jane Steinbrecher. Frau Tobe feiert immer noch irgendwo Silvester. Aber wir sind guter Dinge, dass sie im Februar dann wieder gelandet ist. Wir haben diesmal einen Jahresausblick mit dabei, für alle, die das Rückblicken satt haben 🙂

Jeden 1. Donnerstag im Monat wird im Kinosaal der Z-Bar getextet, musiziert, gequatscht und improvisiert. Zudem beantwortet das OWUL-Rakel ALLE eure Fragen. Also wirklich alle! Multimedial wird’s auch ab und an. Beginn 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

www.owul.wordpress.com

www.z-bar

Vortrag auf der Buch Berlin

„Lesungen erfolgreich organisieren
Samstag, 25. November 14:00 – 14:45
Estrel Berlin, Sonnenallee 225

„Autorinnen und Autoren galten einst als menschenscheu und introvertiert. Doch heutzutage sind die Buchmacher und Schreiber auch ihre wichtigsten Präsentatoren. Wie organisiert man Lesungen? Wie gestaltet man seine Auftritte? Wie kann man sich vorbereiten? Was sind die schlimmsten Fehler, die man dabei machen kann?
Thomas Manegold, selbst Autor, Veranstalter und Projektmanager bei Periplaneta Berlin gibt einen Einblick in die Welt der Kleinkunst und Live-Literatur.“

Der Vortrag findet im Raum Lyon statt.

Buch Berlin Tagung

Zum zweiten Mal findet im Rahmen der Berliner Buchmesse die Buch Berlin Tagung statt. Am 25. und 26. November werden von 11.00 bis 17.00 Uhr Expertenvorträge und Workshops abgehalten, die Themen rund um das Verlegen von Büchern beinhalten. Tickets gibt es ab 10,00 Euro pro Vortrag, auch Tages- und Wochenendtickets sind dafür verfügbar.


Das vollständige Programm ist unter folgendem Link einsehbar:

http://www.buchmesse-berlin.com/tagung

Periplaneta wird 10! ZEEEEHN! JAHRE!

Jubiläumsfeieritis am 15.09.2017 im Periplaneta Literaturcafé.

Als wir 2007 mit dem Verlag anfingen, da gab es faktisch noch keine E-Books und Facebook war fast so verrucht, wie heute das Dark-Net. Wer by MySpace war, galt als extrem modern und schon ein bisschen exhibitionistisch. Der Download eines einstündigen Hörbuches kostete noch rund 10 €. Bei Mixed-Shows hatte nur jeder fünfte Künstler ein eigenes Produkt und Buchpremieren hatten eine Verkaufsquote von 30 – 40 %.

Heute ist das alles ein bisschen … anders. NIEMAND konnte auch nur erahnen, was da auf uns zukam. Ebenso unwahrscheinlich war es, dass sowas wie Periplaneta auch nur die ersten zwei Jahre überstehen würde. Aber es kam anders. Wir hatten uns was ausgedacht und es gemacht. Und … es hat funktioniert!! Auch inmitten turbulenter Veränderungen, die immer noch andauern.

Jetzt blicken wir auf über 250 Werke. Viele davon mit Audioproduktion. Auf unzählige Veranstaltungen in Berlin und anderswo. Und wir laden zur Geburtstagsfeier ein.

tom manegold - periplaneta

Am 15.09. feiern wir uns selbst. Mit Sekt und Kulturprogramm. Im Periplaneta Literaturcafé. Mit von der Party sind, neben Marry, Sarah und mir, auch Brauseboy Robert Rescue, Dichtungsringer Matthias Niklas, Leseduellant Johannes Krätschell, die musengeküsste Singer/Songwriterin VERA und der Indiepop-Singer-Songwriter Josias Ender. Los gehts um 20 Uhr, der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehn.

 

 

Die Einsamkeit des Hurenkindes

Die dritte Vision und Wahn Anthologie kommt!

Am 04. September erscheint, im Rahmen des unfassbaren 10jährigen Bestehens von Periplaneta, die dritte Lesebühnen-Anthologie. Wir bedanken uns bei 31 Autorinnen und Autoren für die rege Anteilnahme. Natürlich wird die Vision & Wahn an diesem Montag eine Premierefeier werden, mit Kuchen und Wein und mit den druckfrischen Büchern, die diesmal ein Cover von Nicole Altenhoff ziert.

Der extravagante Titel kommt aus der Welt des Setzens. Ein „Hurenkind“ weiß nicht wo es herkommt. Es ist ein Satzfehler, die Schlusszeile eines Absatzes, die alleine auf der nächsten Seite steht. Wir haben natürlich absichtlich ein paar dieser „Hurenkinder“ im Buch belassen. (Vielleicht machen wir ja als nächstes etwas mit Schusterjungen …)

Mit Beiträgen von Marion Alexa Müller, Robert Rescue, Thomas Manegold, Alma Maja Ernst, Antonia Luba, Arno Wilhelm, Bastian Mayerhofer, Christian Gottschalk, Clint Lukas, Frank Sorge, Gary Flanell, HC Roth, Heiko Heller, Heiko Werning, Johannes Krätschell, Jesko Habert, Laander Karuso, Lucas Fassnacht, Mareike Barmeyer, Maschenka Tobe, Matthias Niklas, Mikis Wesensbitter, Nicolas Schmidt, Nicole Altenhoff, Nils Frenzel, Philipp Multhaupt, René Sydow, Sarah Strehle, Steve Bürk, Theresa Steigleder, Viola Nordsieck.

Das Buch bei Periplaneta

PREMIERE AM MONTAG, DEN 04.09.2017 ab 20 Uhr im PERIPLANETA LITERATURCAFÉ BERLIN. Der Eintritt ist frei. Man zahlt, um zu gehn. #periplaneta10

OWUL RISING

Life after Sommerpause.
OWUL, die allmonatliche Lesebühne in der Z-Bar in Mitte, kommt planmäßig zurück. Wettermäßig war die Sommerpause ja ein Reinfall, aber wir gehen gestärkt … bla… (Rede von Martin Schulz nach der Wahl). 
NEU IST: WIR SIND AB SOFORT WIEDER ZU DRITT!! Denn ab sofort ist MASCHENKA TOBE offizielles Mitglied bei OWUL. Außerdem hat Marien im Sommer nicht nur Festivals besucht und sich Glassplitter in die baren Füße gelaufen, sondern auch noch sein Buch fertich!! Es heißt BAKING BAD.

Freut euch drauf:

  • Lesebühne: OWUL-Ohne Wenn und Laber.
     Thomas Manegold, Marien Loha, Maschenka Tobe
    7. September 2017 um 20:00 – 22:00 Z-Bar Berlin @ Bergstraße 2, 10115 Berlin, Deutschland Ohne Wenn und Laber. Die monatliche nicht nur Lesebühne in der Z-Bar. Sterngast an Stimmband und Gitarre im September: Bastian Mayerhofer. Jeden 1. Donnerstag im Monat wird ab September wieder im Kinosaal der Z-Bar getextet, musiziert, gequatscht und improvisiert. Zudem beantwortet das OWUL-Rakel ALLE eure Fragen.

WWW.OWUL.WORDPRESS.COM

marion-alexa-mueller

Eine Herzensangelegenheit

Die unterschätzte Kunst des Scheiterns…

Trotz aller Widrigkeiten geht es bei meiner Arbeit für Periplaneta immer weiter. Für den Herbst sind bereits diverse Jubilate geplant, da der Verlag doch tatsächlich 10 Jahre alt werden wird, falls es bis September wieder aufhört zu regnen. Aber weil das Wetter so schlimm ist, sind wir eben nicht andauernd Baden gefahren, sondern haben u.a. den zweiten Teil von „Kalion“ herausgebracht.

Jetzt freue ich mich gerade sehr auf den zweiten Geschichtenband der Chefin. Schon allein deshalb, weil sie am Anfang ja eigentlich nicht wollte, denn so eine Chefin hat es schwer, weil sie so viel extrem ekligen Kram machen muss, wie WaWi und Buchführung und Aufsichtsratssitzungen – weshalb für die eigene Karriere als Starautorin wenig Zeit übrig bleibt.

Aber Marrys „Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren“ ist ein wunderbares Buch geworden. Dolles Cover, Daumenkino und 170 Seiten fabelhafte Erzählungen. Dazwischen die legendären Rechthabewoman-Klugscheißer-Miniaturen, die Geschichten hinter den Geschichten.

Ich durfte Mitlektorieren und Setzen und ich weiß jetzt, wer den Längsten hat, warum Hamster Bandscheibenvorfälle haben und warum Erdferkel so alleine sind. Das Buch kann man schon bei Periplaneta bestellen. Der Vorgänger „Evasapfel“ soll übrigens im gleichen Design neu aufgelegt werden.

 

Thomas Manegold - Morbus Animus 2011

Hitzefrei fällt aus

Vision & Wahn im Juli

„Was? Nee, keen Urlaub … naja, ist irgendwie allumfassend ins Wasser gefallen … Nee, keene Sommerpause … Warum? Na weil es bei uns das ganze Jahr über cool ist. Und wir aufm Prenzlberg physikalisch gesehen die Letzten sein werden mit trockene Füße …“

Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt am 3. Juli 2017 als Gäste den Berliner Autor Clint Lukas und Singer-Songwriter Johannes Kubin.

Thema zum Tag des Ungehorsams: Die Aufrührer!

Vision & Wahn ist die hauseigene Lesebühne von und mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold (falls er eine Wasserstraße nach Hause findet) und Robert Rescue. Jeden ersten Montag im Periplaneta Literaturcafé zu Berlin.

Ab 20 Uhr. Der Eintritt bleibt frei. Man zahlt, um zu gehen.

www.berlin.periplaneta.com