zerteiltes Leid

„Zerteiltes Leid“ von David Wonschewski

Es ist da! Es sieht wundervoll aus. Und es ist vielleicht die wichtigste Periplaneta-Veröffentlichung im ersten Halbjahr 2015: Mit „Zerteiltes Leid“ erscheint das mittlerweile dritte Werk des Romanciers David Wonschewski. Wie schon sein Debüt-Roman „Schwarzer Frost“ ist dieses neue Werk ein Kammerspiel. Die Handlung spielt im Wesentlichen in einem Verhörraum. Janusz Jaroncek sitzt dort, weil er seine große und zugleich unerwiderte Liebe umgebracht haben soll. Im Kopf dieses Protagonisten fährt David Wonschewski nun zu Höchstform auf. Er entwirft ein Psychogramm dieses Menschen. Dies wird zu einer Bestandsaufnahme des am längsten andauernden Krieges in unser aller Köpfen, dem zwischen Mann und Frau. Am Anfang fiebert man noch mit (insbesondere fragt man sich, ob die Vorwürfe nun stimmen oder nicht). Doch sehr schnell spielt dieser eine Krimi-Aspekt beim Lesen keine Rolle mehr …

Nach einer überaus erfolgreichen Premiere und nunmehr angestimmten ersten Lobeshymnen von Leserinnen und Lesern müsste doch Davids erster Buchpreis drin sein, oder? Herr Wonschewski steht ab sofort für Lesungen zur Verfügung. Und wenn er in Deiner Nähe auftritt, ist das ganz sicher einen Besuch wert.

David Wonschewski bei Periplaneta

Der Teddy mit den losen Kulleraugen

Neuer Lyrikband von Jan Lindner

teddyfront

Endlich wird die Edition Reimzwang wieder ihrem Namen gerecht. Unser neuer Autor Jan Lindner reimt nämlich. Und wie! Seine große Leidenschaft gilt dem Sonett. „Sonett“ bedeutet „Klanggedicht“. Es besteht meistens aus 14 Zeilen, in zwei Quartetten, denen dann zwei Terzette folgen.

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Männer von Jetzt

Im SomMänner von Jetztmer 2011 begegnete ich erstmals Konrad Endler. Die Surfpoeten feierten gerade ihren Umzug auf den Pfefferberg in Mitte. Und Konrad las seinen Text „Über mich“…  Beeindruckend. Dann fand ich das Video Der hässlichste Junge der Stadt

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Andreas Keck „Untreu“

"untreu"

Andreas Keck dritter Roman war eine schwere, weil lange Geburt. Der Sorgfalt des Autors und seiner Selbstkritik fielen zwei Veröffentlichungstermine zum Opfer. Die Arbeit an „Untreu“ erstreckte sich somit über zwei Jahre. Aber das Ergebnis ist wunderbar. Der Kecksche Gedankenkosmos scheint nun vollständig. Ich bezeichne „Untreu“ gern als das Ende der „Südstaatentrilogie“ des Autors, denn seine drei Romane „Schneeblind“, „Ruhm!“ und „Untreu“ haben Berührungspunkte. Und nicht nur geografische. Kecks Werke sind metaphernreiche Psychogramme ambivalenter Charktere, die sich in und um München, mit endeffektlich ähnlichen Problemen herumschlagen müssen. Matthias (oder Franz), die zentrale tragische Gestalt der ersten beiden Bücher, taucht in „Untreu“ in einer Nebenrolle ebenfalls wieder auf.

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„Ottonormalverbaucht“

OTTONORMALVERBRAUCHT

Es ist vollbracht! „Ottonormalverbraucht“ ist in der Produktion. Das Soloprogramm des Poetryslammers Lucas Fassnacht ist Buch und CD geworden.

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Was schenke ich dem Kind?

Warum ist der Eisbär weiß

Unser Weihnachten ist eine kollektive dumme Angewohnheit, die ich zutiefst verabscheue. Die einzige Ausrede, es doch stattfinden zu lassen, sind Kinder. Die haben Spaß, sind neugierig, glauben noch nicht, alles zu wissen, auch wenn wir ihnen beibringen, so zu tun als ob –  und sie staunen noch – und freuen sich über Möhren in Schneekugeln und Lichterketten, die blinken. Weiterlesen „Was schenke ich dem Kind?“

Ulrich Schäfer „Der Crash des Kapitalismus“ (Buch)

Bücher über das Reizthema Kapitalismus gibt es viele. Und auch mit Kapitalismuskritik kann man schlussendlich Geld verdienen. Wie bei allen Reizthemen ist es auch hier fraglich, ob wir in den zahllosen Publikationen eine Lösung für unsere Probleme finden. Nun, ich habe zum einen den Campus-Verlag für mich entdeckt und zum anderen dieses großartige Buch, das auch den Anspruch hegt, eine Lösung parat zu haben oder es zumindest im Untertitel behauptet. Ob Schäfers Vorschläge greifen würden, weiß ich nicht.

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