Eine Herzensangelegenheit

Die unterschätzte Kunst des Scheiterns…

Trotz aller Widrigkeiten geht es bei meiner Arbeit für Periplaneta immer weiter. Für den Herbst sind bereits diverse Jubilate geplant, da der Verlag doch tatsächlich 10 Jahre alt werden wird, falls es bis September wieder aufhört zu regnen. Aber weil das Wetter so schlimm ist, sind wir eben nicht andauernd Baden gefahren, sondern haben u.a. den zweiten Teil von „Kalion“ herausgebracht.

Jetzt freue ich mich gerade sehr auf den zweiten Geschichtenband der Chefin. Schon allein deshalb, weil sie am Anfang ja eigentlich nicht wollte, denn so eine Chefin hat es schwer, weil sie so viel extrem ekligen Kram machen muss, wie WaWi und Buchführung und Aufsichtsratssitzungen – weshalb für die eigene Karriere als Starautorin wenig Zeit übrig bleibt.

Aber Marrys „Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren“ ist ein wunderbares Buch geworden. Dolles Cover, Daumenkino und 170 Seiten fabelhafte Erzählungen. Dazwischen die legendären Rechthabewoman-Klugscheißer-Miniaturen, die Geschichten hinter den Geschichten.

Ich durfte Mitlektorieren und Setzen und ich weiß jetzt, wer den Längsten hat, warum Hamster Bandscheibenvorfälle haben und warum Erdferkel so alleine sind. Das Buch kann man schon bei Periplaneta bestellen. Der Vorgänger „Evasapfel“ soll übrigens im gleichen Design neu aufgelegt werden.

 

#verlagebesuchen

DIE GANZE WAHRHEIT

Am Samstag halte ich zusammen mit den Frauen des Verlags Vorträge, schenke Bier aus und stelle Bücher vor. Acht Stunden nonstop. Im Rahmen von #verlagebesuchen bei uns im Periplaneta Literaturcafé.

Wenn man auf www.verlagebesuchen.de geht und dort den Suchbegriff „Bier“ eingibt, dann kommt da nur ein Eintrag: Periplaneta. Das hat seinen Grund. Einerseits ist das Leben im Allgemeinen und die Dummheit im Speziellen nur noch im Suff zu ertragen. Andererseits möchten wir uns als Bastion der Freidenkerei und der Kreativität präsentieren. Das Programm kann sich sehen lassen. Und wir werden alles geben und nichts verschweigen 🙂

Ja, klar ginge es auch eine Nummer kleiner, aber dann würde es uns und Dir auch weniger Spaß machen.

  • SA. 22. April 2017, ab 14:00 bei Periplaneta Berlin.
    Bier & Bücher, Tee & Texte, Neues & Nähkästchengeplauder

Im Literaturcafé des Periplaneta Verlags kannst Du Dich einen ganzen Tag lang ungezwungen vergnügen, die Augen schließen, chillen und unseren Darbietungen lauschen, Dich bei einem Kalt- oder Heißgetränk durch das Sortiment blättern – oder sogar mitmachen. Ab 14 Uhr stehen Marry, Sarah und ToM Rede und Antwort. Und zu jeder vollen Stunde gibt es Vorträge und Lesungen:

14.00 Uhr: Wie entsteht ein Buch? (Vortrag)
15.00 Uhr: „Gefallen auf dem Feld der Ehe“ (Krimi-Lesung mit Stephan Hähnel)
16.00 Uhr: Stirbt das Buch aus? (Vortrag)
17.00 Uhr: „Lämmels Syndrom oder Die fünf Dimensionen der Wahrheit“ (Lesung; Wahnsinnsgeschichten mit Mark Uriona)
18.00 Uhr: Anekdoten aus 10 Jahren Periplaneta (Nähkästchengeplauder)
20.00 Uhr – unser Verlagebesuchen-Highlight: „Herr Schlau-Schlau wird erwachsen“ & „Wirsing fürs Volk“ (Lesung & Musik; mit Lesebühnenautor Johannes Krätschell und Musik-Kabarettist Bastian Mayerhofer)

Periplaneta Team

ACHTUNG! SPEEDCOACHING!

Zudem bieten wir Dir  die Möglichkeit eines zehnminütigen Speed-Coachings. Du kannst jederzeit und ohne Reservierung bei uns vorbeischauen – nur für das Speed-Coaching ist eine Anmeldung erforderlich: lektorat@periplaneta.com

Herr Schlau-Schlau, die Ente und das Seufzen …

Neues aus dem Periplaneta – Hauptquartier.

Unermüdlich trotzen wir dem Zeitgespenst ein bisschen Schöngeist ab. Bei Herrn Kätschells Roman „Herr Schlau-Schlau wird erwachsen“ näht unsere Buchbinderin gerade mit der ausufernden Nachfrage um die Wette. Wir vernehmen Lobeshymnen auf Hupe, Hannes und uns. Und wir danken für die Blumen und die vielen Bestellungen.

Obwohl bei Nils Frenzels Debüt so ziemlich alles schiefgelaufen ist, steht das entenpräsentierte Werk nun doch in zweiter erweiterter Auflage und mit neuer CD wieder in den Startlöchern. „Warum ich IMMER NOCH lieber mit einem Bauarbeiter in der Badewanne liegen würde als mit einer Jurastudentin“ haben Verlag und Autor gegen alle Widrigkeiten dem Weltenlauf abgetrotzt. Und wenn wir Zeit haben, werden wir über diese unglaubliche Geschichte mal ein ganzes Buch schreiben.

Dazwischen trotze ich meinem Kreuz gerade Herrn Wonschewskis erstes Hörbuch ab, das gerade kurz vor knapp zur Premiere fertig sein werden sollen muss … „Das Seufzen und das Schweben“ wir am 3.März bei Periplaneta vorgestellt.

www.periplaneta.com

5.12.16: Vision und Wahn

Die Lesebühne im Periplaneta Literaturcafé Berlin.

Wie jeden ersten Montag des Monats steigt am 5.12. wieder unsere allmonatliche Lesebühne. Los gehts um 20 Uhr.

Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt im Dezember als Gäste Slam-Poetin Claudia Tothfalussy, den Musiker Conor Kilkelly sowie Antonia Luba. Ganz in weihnachtlicher Stimmung ist unser Monatsthema: “Lichterpest”.

Vision & Wahn ist die hauseigene Lesebühne von und mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold und Robert Rescue.

Der Eintritt bleibt frei. Man zahlt, um zu gehen. 😉

Periplaneta Literaturcafé Berlin
Bornholmer Str. 81A
10439 Berlin

Laander und der Seelenfrieden

Ein neues Mund-WERk

Nachdem meine „Heimathiebe“ das Licht der Welt erblickt haben, gebären wir nun gemeinsam ein weiteres MundWerk: Mit „Der Weg zu meinem verfickten Seelenfrieden“ erscheint nun bei Periplaneta das literarische Debüt von Laander Karuso als Buch mit CD!

Laander Karuso ist die perfekte Mischung aus Rebell und Kunstfigur. Sein „Tagebuch“ könnte keinen besseren Protagonisten haben, als ihn selbst, denn er ist zwar Zyniker aus Leidenschaft, aber er hat für die böse Welt da draußen ein viel zu großes Herz. Ja, eigentlich ist er nur ein hoffnungsloser Romantiker, den keiner versteht. Seine Kreativität entspringt einer wirklich ausgeprägten und gepflegten Hassliebe zur mitteldeutschen Provinz. Sie ist das Erdreich für seine Wurzeln und der Stoff, aus dem seine Lieder und Texte sind.

Der Weg zu meinem verfickten Seelenfrieden” ist eine Bühnentextsammlung, in der jeder sein Fett wegbekommt: die Stadt Stendal, diverse andere Häuseransammlungen, die Katze seines Mitbewohners, die oberflächliche Mitmenschheit und vor allem Karuso selbst.

Buy!

17.11.16: Thomas Manegold feat. YREF!

„Ich will Phrasen dreschen und daraus Brote für die Welt backen und sie Bernd nennen“

Juchhuh! Es ist dann doch noch rechtzeitig fertig geworden. 100 Seiten Polemiken, Reime und Satiren und 67 Minuten Studioaufnahmen.
Nach der ersten „Heimathiebe“-Solo-Stunde im Rahmen von Moabit liest im legendären Waschsalon steigt nun die eigentliche Premiere meines neuen Buches. Ich habe mir YREF eingeladen, ein Urgestein der Berliner Avantgarde, der mich auf der E-Gitarre auf seine ganz eigene Art durch den Abend begleiten wird.

THOMAS MANEGOLD feat. YREF „HEIMATHIEBE“
EINE BUCHPREMIERE!
DO.17.11.2016 AB 20 UHR
IM PERIPLANETA LITERATURCAFÉ zu BERLIN
DER EINTRITT IST FREI, MAN ZAHLT, UM ZU GEHN!

www.berlin.periplaneta.com

16.11.16: Thomas Manegold: Heimathiebe @ Moabit

„Ich will daran glauben, dass ich Eisbären rette, wenn ich weniger Gepäck in den Urlaub mitnehme.“

„Heimathiebe“ heißt das neue Buch mit CD von Thomas Manegold. Der Berliner Autor und Mediengestalter lädt in die Gedankenwelt eines Verweigerers ein und ermuntert zum Nach-, Quer- und Überdenken.

In Kolumnen, Gedichten und poetischen Texten zelebriert Thomas Manegold zwanghaft den anderen Blick auf Klischees, Befindlichkeiten, Erinnerungen und Ereignisse, wenn er beispielsweise der brandenburgischen Idylle Gedichte über das Jagdverhalten von Raubvögeln abtrotzt oder wenn er die Feindschaften zwischen den deutschen Bundesländern aufs Korn nimmt. Genüsslich werden Tabus gebrochen, Gott und die Welt beschimpft und der gesunde Menschenverstand beschworen.

Live@ Moabit liest: Mittwoch, 16. November, 20:00 – 22:00
Leck meine Küche @ Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin

Moabit liest! Vom 14.11. bis zum 18.11. wird der gesamte Kiez zu einem riesigen Literaturfestival. Die Lesungen finden in Cafés, Theatern und Buchhandlungen statt, aber eben auch in Frisierstuben, Waschsalons und Galerien.

Subkultur Lesenacht bei Periplaneta

Am 25. Juni 2016 im Periplaneta Literaturcafé.

Subkultur ist die jüngste und zugleich die am schnellsten wachsende Edition des Periplaneta Verlags. Musik und Literatur abseits des Mainstreams zu machen ist heutzutage, so sagte man mir jüngst, echt mutig… (Naja, hier war „mutig“ im Sinne von „bescheuert“ gemeint), was ja auch stimmt, denn immer weniger Menschen wollen mit Subkultur weder im Sinne von neu, subversiv oder anders etwas zu tun haben.

Unsere Veranstaltungsreihe sagt da aber etwas ganz anderes. Auch zu unserer vierten Subkultur Nacht empfiehlt es sich zu reservieren… weil der Zauber des Schrägen und Kontroversen bei uns noch ungebrochen ist.

Am 25.06. präsentiere ich zusammen mit Gary Flanell, Alissa Wyrdguth vom Renfield Magazin und Düsterpiano im Periplaneta Literaturcafé wieder Texte und Musik abseits des Mainstreams. Los gehts ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehn. Von mir gibts mindestens eine Textpremiere.

Edition Subkultur
Periplaneta Literaturcafé Berlin
#bierundbücher

Meinung – Freiheit – Kunst

SA. 21.05.2016 PERIPLANETA LITERATURCAFÉ BERLIN ab 20 UHR.

Wieder betreten wir Neuland in unserem Literaturcafé. Und erfinden das musikalische Kolloqium. Weil es doof ist, wenn alle nur noch über den Alltagswahn reden, indem sie sich leidlich drüber lustig machen.
Allein es fehlte der Name … Wie heißt eine Veranstaltung, in der Dichter, Denker und Musiker reden, während andere dabei zuschauen? Wenn es Jauch und Lanz und Kerner nie gegeben hätte, würde man TALK SHOW sagen. So aber heißt es kurz und knapp: „Carsten Klatte, Ralph Boes, Cellolitis und ToM Manegold sagen ihre MEINUNG über FREIHEIT und machen KUNST“.

Einsam singt ein altes Cello über das Leben, über die Liebe, über den Tod. Es klagt von Verzweiflung, stöhnt von Lust. Es schreit Chaos und Vernichtung, flüstert voller Hoffnung. Umbra heißt die über hundertjährige Dame aus Bresslau. Ihr dient der vierunddreißigjährige Nikolaus Herdieckerhoff. Oder dient sie ihm? Wer spielt hier wen? Wer ist das Instrument? Jedenfalls sind sie zusammen CELLOLITIS …

Carsten Klatte hat als Gitarrist mit Bands wie Project Pitchfork, The Cassandra Complex oder Wolfsheim gearbeitet und auch als Solokünstler zahlreiche Projekte realisiert, die musikalisch von Singer/Songwriter (La Casa del Cid) bis hin zu anvantgardistischem Folk (Widukind) und Jazz gereichen. Klatte ist nicht nur musikalisch ein Freigeist, sondern auch als Essayist, auf Theaterbühnen und als leidenschaftlicher Kritiker des sogenannten Zeitgeistes.

Ralph Boes ist Philosoph, Autor, Dozent für Geistesschulung, Referent und Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V. in Berlin. Ralph Boes ist Mitbegründer der „Bundesagentur für Einkommen“, „Kunde“ beim Jobcenter Berlin Mitte und Vollzeit ehrenamtlich tätig. Er engagiert sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Thomas Manegold ist Autor und Mediengestalter. Er ist als Kulturschaffender tätig, seit er aus den Thüring’schen Höhlen in die nicht ganz so weite Welt emigrierte. Vor über 10 Jahren hat er in Berlin bei Periplaneta eine Heimat gefunden. Als Mitglied der Lesebühnen „Vision und Wahn“ und „OWUL“ schreibt und liest er bissige Kolumnen über Gott und die Welt. Wahrscheinlich hält Herr Manegold Zynismus und Sarkasmus für Kunstformen, auf jeden Fall aber für Überlebensstrategien.

#bierundbücher

www.berlin.periplaneta.com

Manegold/ Mayerhofer im Periplaneta Literaturcafé

Konzert und Gerede: Bipolar und Spaß bei Wirsing fürs Volk
Freitag, 21.05.16 ab 20 Uhr  im Periplaneta Literaturcafé

Thomas Manegold und Bastian Mayerhofer kennen sich von der Lesebühne OWUL, wo sie gewisse Gemeinsamkeiten entdeckten. Mit einem ähnlichen Hang zum Zynismus und ihrem unwillkürlichen Drang über Dinge zu lachen, über die sonst niemand lacht, präsentieren sie am 20. Mai im Periplaneta Literaturcafé ihre zwei neuen Soloprogramme.

Thomas Manegold: Bipolar und Spaß dabei
Verrückt sind immer die anderen … Ein in kurzen Essays, Geschichten und Kolumnen gehaltenes Plädoyer für die Verrückten und natürlich ein kleiner Einblick in das, was man mitunter Geisteskrankheit nennt.
Denn inmitten der Turbulenzen zwischen dem eigenen körperlichen Gebrechen und dem allgegenwärtigen geistigen Erbrochenem, einer durch und durch geistlosen, bulimischen Welt entfleuchen Herrn Manegolds krankem Kopf mitunter sehr gesunde Gedanken …

Bastian Mayerhofer: Wirsing fürs Volk
Schluchtenscheißen im Flachland … Eine musikalisch-komödiantische Dokumentation der Stationen einer großdeutschen Immigration: Ein Ösi strandet im Piefkeland, das heißt, südländisches Lebensgefühl trifft auf Socken in Sandalen, impulsive Ungeniertheit auf stocksteifes Korinthenkacken, moralisch-fragwürdig auf fragwürdig-moralisch.

Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehen.

www.berlin.periplaneta.com

„BiPolar und Spaß dabei“

Ein neuer Text – live vorgetragen in Leipzig und Berlin.

Inmitten der Turbulenzen zwischen eigenen körperlichen Gebrechen und dem allgegenwärtigen geistigen Erbrochenen einer durch und durch geistlosen und bulimischen Welt entfleuchte meinem kranken Kopf ein sehr gesunder Gedanke.

Befreit vom Drange, ein weiteres virtuoses Produkt auf die virtuelle Müllhalde zu werfen, überkam mich das Bedürfnis, etwas zu sagen. Etwas, das noch nicht aufgeschrieben ist und auch nicht, wie sonst üblich, nach dem Event zum Kauf feilgeboten wird.

Es wird um Freiheit, Wahrheit, Liebe und Schmerz gehen. Und darum, wie diese paranoide, hysterische, gesichtslose, anonyme, selbstgerechte, opportune, überfressene, demoralisierte, unfassbar gierige und dumme Masse Menschen aussieht, wenn man den Kopf weit oben in den Wolken hat, während man bis zum Hals im Schlamm steht …

Naja …  vielleicht auch … darüber, wie unfassbar geil dieses Mango-Himbeer-Softeis war, oder damals … das letzte Tool-Album… und wie ergreifend es sein kann, einen  Marienkäfer zu retten… und dass wir uns alle bitte liebhaben sollen … und wie schön damals dieser eine unbeschreibliche Moment war, als …

… als diese falsche Schla… nge mich verraten und verlassen hat und sich der Himmel kreischend über mir zusammenkrümmte.

… und darüber, wie im Affekt jede Befindlichkeit zerbröselt und nicht einmal der vierte Weltkrieg imstande wäre, den Menschenrest vom Sofa zu bewegen.

Ein „Dazwischen“ wird es nicht geben. „Dazwischen“ ist laaaaangweilig. Und verrückt sind immer die anderen.

Am Sonntag, den 15. Mai werde ich, erfüllt mit derlei Gedankengut, im Haus Leipzig auftreten. Im Rahmen des Wave Gotik Treffens. Und am 20. Mai in meiner Homebase, im  Periplaneta Literaturcafé Berlin.

Und danach gern auch woanders.

Seid gespannt, ich bin es auch.

THOMAS MANEGOLD
„BIPOLAR UND SPASS DABEI“
VERRÜCKT SIND IMMER DIE ANDEREN