Thomas Manegold - Der Schläfer in der Stadt (c) periplaneta 2014 - All rights reserved

CORONA TAGEBUCH – Eintrag 4

Mittwoch Mittag. Zur Stunde sitzen ein paar Wissenschaftler und ein paar Politiker irgendwo herum und versuchen, ein paar Dinge zu entscheiden, ohne sich festlegen zu müssen. Gut, klingt jetzt ein bisschen tendenziell kritisch – und ist auch so gemeint.  Ich habe wegen meiner Meinung darüber schon viele Freunde verloren… gut, es waren jetzt Facebook-Freunde. Aber das sind halt die einzigen, die man im Moment hat.

Auch kritiklos Befürwortende der „Maßnahmen“ bemerken langsam Sehnsüchte und psychische Auffälligkeiten, die Isolationen so verursachen.  Ich mach mir zudem Sorgen ob der Entwicklung der frühkindlichen Phase meines Sohnes. Das wird aber jene, die da gerade zusammensitzen und „entscheiden“, nicht tangieren, denn das sind alles Soziopath…ierende. Also nicht per se gestört, aber mindestens während der Ausübung ihrer Tätigkeit … ok, ich merk schon, an der Kunst des Relativierens muss ich noch arbeiten … also Soziopathen. (Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Anteil der psychisch gestörten unter den Politikern und Führern und Entscheidern … )

Mir ist aufgefallen, dass die größte Lüge in der Krise die Behauptung war, dass COVID 19 die Menschen gleichmachen würde, weil Grenzen, Geld und Status die Krankheit nicht aufhalten. Doch nur das letzte Hemd hat keine Taschen. Nichts hatte mir zuvor die Unterschiede zwischen den Menschen so klar vor Augen geführt, wie jetzt diese Krise. Wir rotten uns noch mehr in Meinungsblasen zusammen und diese sind immer von erstaunlich ähnlichen Menschen bewohnt. Die Systemrelevanten sind allein unter sich, die Corona-Urlauber, die Gelangweilten, die mit Kindern und die, deren Existenz massiv bedroht ist. Achja, hab ich ganz vergessen, da gibts ja noch die, die sich freiwillig wegschließen, weil sie bedroht sind. Die mit dem Risiko, schwer zu erkranken. Die können mein Geseier über meine Luxusprobleme ganz sicher nicht verstehen.
Um diese Menschen ist es erstaunlich still geworden.
Glücklich können sie jene schätzen, die zwei oder mehr Bubbles bewohnen, denn bei denen ist im Denken noch ein bisschen Perspektive, … also räumlich, nicht zeitlich.

Der hier Sinnierende ist, wie man unschwer erkennen kann, derzeit teilzeitalleinerziehend und gehört weder zu denen, die systemrelevant sind, noch zu jenen, die sich langweilen … Er ist über 50, also auf dem Weg von der Midlifecrisis hin zur sogenannten Risikogruppe.

Wir Künstler waren vor der Krise auch noch die Rebellen, die gerngesehenen Provokateure, Visionäre, Selbszerstörer, die Clowns, Mahner oder die Erstbegehenden der neuen Wege. Ok, das wurde, mit Alkohol übergossen, ein riesiges Freudenfeuer, das, als man es mit Geld löschte, eine drei Komponenten-Asche ergab: Schlager, Comedy und Kabarett. Aber immerhin. Heute dürfen die Clowns sich nur noch ein bisschen über die Verlotternden lustig machen, wenn sie vorher mit den Händen ein Dreieck über den Kopf gebildet und #Wirbleibenzuhause getanzt haben. Systemkonformität ist nach vier Wochen existenzrelevant geworden. Nicht, weil wir in einer Diktatur leben, sondern weil wir uns gegenseitig umbringen. Natürlich nur rein virtuell… solange das Internet noch geht.

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Ratschlag für die Beratungen: Macht die Läden wieder auf. Macht die Spielplätze und Parks wieder auf. Schickt die Kinder wieder in die Schulen und Kitas. Meinetwegen langsam, schrittweise in 8 Wochen, mit Abstands- und Hygieneregeln und mit Auflagen, dass beispielsweise Desinfektionsmittel ausgeschenkt werden muss, sobald es wieder welches gibt …. Aber ein Fahrplan sollte halt Abfahrtszeiten beinhalten. Nicht nur das ungefähre Jahr. Und tut halt einfach so, als wäre es vollkommen sinnvoll gewesen, alles zu schließen. Verhängt meinetwegen euer Vermummungsgebot in ÖPNV, ÖPFV und in allen Banken und Sparkassen, so als Ausgleich. Niemand würde behaupten, das wäre noch genau so bescheuert, wie es vor drei Wochen noch ganz offiziell bescheuert war – und niemand würde behaupten, eine Mischung aus Instrumentalisierung, Inkompetenz, Entscheidungsfeigheit, Aktionismus und Machterhaltungstriebtäteritis würde die Gesellschaft spalten und kaputtmachen. Was ja auch so nicht stimmt. Denn schließlich machen nicht Söder, Laschet oder der Robert Koch uns kaputt, sondern wir selbst. Auch und vor allem deshalb, weil letztendlich alle versuchen, das Richtige zu tun.

P.S.: Wer meinen Zynismus mag, kann gern meine Bücher kaufen und so an meinem Überleben teilhaftig werden. Wenn nicht, dann schaut euch im Gesamt-Katalog meines Verlags um. So oder so: Kauft bei den Erzeugern, bei den Urhebern und im Laden um die Ecke. Es geht um Leben und Tod.

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CORONA TAGEBUCH – Eintrag 1

Die Welt steht nicht mehr Kopf. Sie steht mit beiden Beinen wieder auf dem Grund. Schüttelt sich. Dafür schießt uns nun kollektiv das Blut in die Schädel. Pulsiert, macht Kopfweh. Und wir können plötzlich nicht einmal mehr selbst entscheiden, ob Ibuprofen oder Paracetamol. Uns ereilt eine Erkenntnis: Wir lagen falsch. Die ganze Zeit. Und weil wir, also „die Menschen“ im weitesten Sinne, alle falsch lagen, haben wir es nicht bemerkt.
Dabei ist nichts passiert. Wegen einer menschgemachten ansteckenden Krankheit, nämlich der Gier, und wegen eines Glaubens, nämlich, dass die Wirtschaft wuchern muss, hatte man die Bedrohung einer anderen menschgemachten ansteckenden Krankheit unterschätzt – und zu spät reagiert. So musste man nach Wochen der Beschwichtigung plötzlich die Reißleine ziehen, den Menschen die Wahrheit sagen und sie dann ein bisschen einsperren, damit sie sich nicht gegenseitig anstecken und krank werden und dann merken, dass ihr einerseits teures und andererseits kaputtgespartes Gesundheitssystem doch nicht so gut vorbereitet ist …
Menschen flogen aus ihrem Hamsterrad, Kinder aus den Aufbewahrungsanstalten, die Flieger wurden vom Himmel geholt und die Uhren angehalten.

Der sich hier windet im Anblick des verordneten Dort-Draußens ist einer der vielen freidrehenden Kreativen Berlins. Er heißt ToM, ist Papa eines knapp 2 Jahre alten Sohnes und hatte sich mit Haut, den restlich verbliebenen Haaren und der nicht vorhandenen Seele einem Verlag und einer Community namens Periplaneta verschrieben. Im dreizehnten Jahr dieser beispiellosen Selbstausbeuter-Erfolgsgeschichte schlug er dann ein, der Komet, den keiner kommen sah und der die inzwischen in die Jahre gekommene Branche der Geschichtenerzähler und -aufschreiber sauriergleich vom Erdboden der kapitalistischen Weltordnung tilgte. Und während nun die Kulturbranche (was für ein herrliches Oxymoron) im Internet final vor sich hinglimmt, dachte er sich, dass es vielleicht an der Zeit sei, mit dem Aufhören aufzuhören. Er ist sich der traurigen Tatsache bewusst, dass er nicht selbst entschieden hat, wieder mit dem Eigentlichen anzufangen, nämlich selbst zu Schaffen, anstatt es den Anderen zu ermöglichen. Nein, man hat ihm sein Tun per Dekret verunmöglicht. Zwar steht die ganze Gesellschaft still, doch nichts stirbt schneller an der verordneten Asozialisierung, als die sozialisierenden Berufe. Die Einen an Überlastung, die Anderen am Totalausfall. Zu Letzteren zählt sein Arbeitsfeld, die brotlose Kunst.

Nach der ersten Woche dämmert es den einstigen Göttern, dass da zuvor etwas komplett aus dem Ruder lief. Missversteh mich nicht, ich zweifle keineswegs daran, dass wir früher oder später wieder genau da weitermachen werden wollen, wo wir aufgehört haben. Aber bis es soweit ist, haben wir wieder ein Interim. Klar, wir werden auch dieses wieder Vergeigen, so wie wir das nach den Weltkriegen und das nach dem Mauerfall vergeigt haben. Aber bis dahin ist erst einmal alles anders. Ein Virus schafft etwas, woran alle Bewegungen zwischen 68er und Fridays 4 Future gescheitert sind: Es zwingt uns, aufzuhören.

Bis vor einer Woche war uns nicht klar, dass man Social Distancing verordnen kann. Oder dass es da überhaupt noch was zu verordnen gäbe. Das soziale Miteinander war davor schon freiwillig beschränkt aufs Konsumieren, Zeittotschlagen und dem Sich-gegenseitig-übers-Ohr-hauen. Zumindest hatten wir alle den Eindruck. Seitdem aber unsere Lebensinhalte eingeschränkt und alles andere verboten ist, merken wir, dass wir gar nicht die Arschlöcher sind, die wir immer zu sein vorgegeben haben. Am Anfang haben uns die Reglementierungen beim Konsumieren, Zeittotschlagen und dem Sich-gegenseitig-übers-Ohr-hauen hart getroffen, ja zuweilen Angst und Panik ausgelöst. Jetzt aber, da der Schmerz nachlässt, hebt ein Erinnern unsere Schädeldecken an wie ein goldener Schuss.
Und versteh mich nicht falsch, mir ist bewusst, dass das Ausknipsen unserer schlechten Angewohnheiten nur ein Aspekt dieser Krise ist. Immerhin geht es in meinem Leben jetzt wahrscheinlich nur um meine wirtschaftliche Existenz. Bei anderen geht es um das Leben an sich. Ich kenne erstaunlich viele Menschen, die nicht über 70 – und deren Leben von diesem Virus bedroht sind. Die Angst haben müssen. Dass ich sie kenne, ist mir aber auch erst jetzt bewusst geworden. Was zum Geier haben die mit uns gemacht? Die da oben. Was ist aus uns geworden? (Wichtig: Zwinkersmiley)

Oder ist es nicht einfach an der Zeit, sich zu fragen: Warum habe ich mir das angetan? Gegen die kollektive Antwort auf diese Frage wäre der Crash der Börsen und der Tod von ein paar Branchen ganz sicher ein Kindergeburtstag. Also, ihr Menschen, Füße auf die Erde und die Köpfe hoch. Und guckt doch mal in den erstaunlich blauen Himmel.

ToM

P.S.: Wer meinen Zynismus mag, kann gern meine Bücher kaufen und so an meinem Überleben teilhaftig werden. Wenn nicht, dann schaut euch im Gesamt-Katalog meines Verlags um. Und bitte: Kauft bei den Guten 🙂

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Weltretten oder: Euer verlogener Altruismus kotzt mich an!

ZITAT: „Ich höre es leider immer noch viel zu oft: ,Warum sollte ich denn auf dieses und jenes verzichten, wenn ALLE ANDEREN es doch auch nicht tun?‘ Auch ich finde es toll, nach Malle zu fliegen oder mich shoppend durch die Konsumtempel treiben zu lassen, aber…“

Und dann folgen die arrogantesten Verlautbarungen, die man so absondern kann: „Wir sollten Vorbild sein“, „Kleinvieh macht auch Mist“, „Wir Erstweltler müssen den Drittweltlern doch zeigen, dass man nicht auf den Tisch kackt.“, „Unseren Kindern zu liebe.“ Und man sieht erigierte Geschlechtsteile der Äffinnen und Affen, während sie sich selbstgefällig in aller Äffentlichkeit in Selbstlosigkeit baden, weil sie nur noch einmal im Jahr in einem ärmeren Land sich den Übermenschen raushängen lassen oder nur noch besiegelte Waren einkaufen.

Denn damit wir unsere Maßlosigkeit nicht merken, gibt es jetzt das Tierwohl-Label, diverse Biolabel, den grünen Punkt und den grünen Knopf – alles Erfindungen, die die Zweifler weiter Konsumieren lassen sollen. Doch der grüne Knopf sagt nur, dass die Frau, die diesen Knopf angenäht hat, auf 90 Quadratzentimetern arbeitet, statt auf den üblichen 70 Quadratzentimeter. Würde man sie wirklich gerecht bezahlen, würde sie so dick werden, dass selbst die 90 Quadratzentimeter nicht mehr reichen würden. Fairness ist das Tor zur Maßlosigkeit der Anderen. Der grüne Punkt sagt, dass Du blöder Konsument dafür bezahlt hast, dass diese Verpackung ordnungsgemäß recycelt wird. Das heißt aber nicht, dass die Tüte nicht doch einfach in Polen verbrannt wird. Weiterlesen „Weltretten oder: Euer verlogener Altruismus kotzt mich an!“

Soundtrack Of My Life: (015 Raufaser /Zam Helga „Buddha“)

 

Eine halbe Ewigkeit sah Ich in Deinen Augen den Widerschein der Illusion, für die Du mich hältst. Lass mich Dein Herz entzünden. Deine Füsse wasche ich.
Und jeder Deiner Schritte wird gesegnet sein.

Wenn Du willst.

Zam Helga

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Tag 0

„Aaah, tut das weh, ich glaube es geht los“
Sie sitzt mit versteinertem Gesicht, sich den riesigen Bauch haltend in der Küche und starrt auf eine analoge Eieruhr. Ich sehe sie skeptisch an.
„Ich teste nur, ob die Wehen schon alle fünf Minuten kommen“, sagt sie vollkommen ruhig. „Weil, wenn sie nicht wirklich alle fünf MInuten kommen, schicken sie mich wieder heim.“
„Darf ich ein Taxi rufen, oder willst Du mit der Tram fahren?“
„Mit dem Fahrrad, dass geht schon noch. Ahhh!“
Ich nutze die wehenbedingte temporäre Unzurechnungsfähigkeit und entscheide mich für das Taxi.
„Wir können uns das doch nicht l…. Aahhh.“
Das waren die kürzesten fünf Minuten meines Lebens.

Nach gefühlt einer Stunde haben wir endlich die einhundertundsechs Stufen aus dem fünften Stock überwunden.
Das Taxi ist nicht nicht da.
„Ahhhh….“ höre ich sie rufen, während die Taxizentrale am Telefon etwas von 5 Minuten faselt. Es sind die längsten 5 Minuten meines Lebens … Weiterlesen „Tag 0“

Soundtrack Of My Life (013 „Time in time“ by Prisma)

 

Prisma ist eine Prog-Metal-Band aus der Schweiz, die jede Form von Wertschätzung, von Winken … über T-Shirt-Kauf …  bis hin zu abgrundtiefer Verehrung … sich mehr als  alle anderen Bands verdient hat.

www.prismaband.com

Soundtrack Of My Life (009 „Fade To Black“)

Metallica „Fade To Black“

Das Leben beginnt,
wenn Du niemanden mehr vermisst,
wenn Du die Hoffnung aufgegeben hast,
dass dich jemand versteht.
Das Leben beginnt,
wenn Du niemanden mehr vermisst,
als Dich selbst.
Das Leben beginnt, wenn Du kapierst,
dass das Dasein, was Du fristest,
nicht das Leben ist.
Niemand kann Dich retten, außer Du selbst,
 … auch wenn es zu spät ist.
Das ist zwar nicht der Text, aber  das hat mich dieses Lied gelehrt, sonst wäre ich jetzt nicht hier.
(Release: Metallica „Ride The Lightning“, 1984)
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„Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben …

Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.“
(Peter Tauber auf Twitter).

Lieber Peter! Mal abgesehen davon, dass man Ordentliches in diesem Zusammenhang groß schreibt … egal. Du bist weltfremd, dumm und arrogant. Auch mit den weiteren Absonderungen dazu … über Aufsichtsratsposten und dergleichen. Ich kenne Menschen, die leider auf Hierarchien und Leute wie Dich allergisch reagieren, ich kenne Menschen, die drei Mal „ordentlich“ umschulen mussten und immer noch nicht vernünftig bezahlt werden und ich kenne sehr viele Akademiker, die nach ihrem Studium leider nirgendwo landen konnten.

Das Thema ist leider gegenwärtig wichtiger als das Heiraten. Deshalb Wut und eine Sehnsucht nach Prangern auf den leeren Marktplätzen unserer Städte. Ich sage: Fick Dich, Peter. Mit Deinem erhobenen Zeigefinger.  Jaja, geh nur zu Heiko petzen, damit er das löschen kann. Aber fick Dich. Unfuckingwählbar. P.S.: „Dich“ darf man noch großschreiben, wenns persönlich wird. (ToM auf Facebook)

Durchatmen. Puh. Es ist nur ein Tweet, es ist nur ein Tweet …

Ich versuchs mal konstruktiv:
Was ist passiert? Peter Tauber hat etwas getwittert. Peter Tauber hat nur seine Meinung kundgetan, aber diese Meinung bestimmt sein vieles Reden und sein nicht ganz so üppiges Handeln. Und das ist gefährlich, denn Peter Tauber ist ein sogenannter Spitzenpolitiker. Genauer gesagt, er ist Generalsekretär der CDU.

Peter Tauber stellt folgende steile These auf:
Wer was „Ordentliches“ gelernt hat, brauche keine drei Minijobs und mit einer guten Ausbildung verdiene man genug. Und auch Politiker haben mehrere Jobs …

Nee, Peter, erstens stimmt es nicht, Qualifikation macht nicht satt und warm. Jeder kennt unzählige Beispiele in seiner Umgebung, so wie ich sie spontan bei meinem Wutausbruch auf FB aufgezählt habe.

Weiterlesen „„Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben …“

TheodiSee

Die Buhnen schmatzen wenn das Meer sich krümmt. Eine Schwanengang sucht die perfekte Welle. Der Treibsand schleift die Burgen bis zum Grund. Zwei Menschen treten einsam auf der Stelle.

Dahinter Wolken aus Granit. Gestochen scharf bis zum Horizont. Wenn es einen Gott gibt, dann hat er Photoshop CC.

Thomas Manegold live @ WGT17 (Foto: Marion A. Müller)

ToM @ WGT 2017

 

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Betroffenheitsbulimie

Polemische Ergüsse gegen Ignoranz, Dummheit und Armleuchter.
„Was sagst Du denn zu Pegida?“
„Zu was?“
„Na zu den Rassismusdemos in Dresden?“
„Nix“
„Es ist Dir also egal?“
„Nein, ist es nicht, aber ich gehöre zur schweigenden Minderheit.“
„Ihr Schweine seid die schlimmsten. Alle berichten darüber und Du hast keine Meinung?“
„Ich will nur nicht drüber reden.“
headfeed„Aber PEGIDA ist in der Medienlandschaft DAS Thema!“
„Genau deshalb. Lass uns doch drüber reden, was Du alles so zu Weihnachten gekauft hast.“
„Willst Du mich verarschen?“
„Dann lass uns über das Plastik im Meer reden oder über unsere Außenpolitik oder darüber, wieviel Sprit die Merkel bislang für die Umwelt und die Energiewende verflogen hat… und was man alles hätte damit machen können.“
„Du schaust also weg, wenn 17 000 Leute fremdenfeindliche Transparente schwingen?“
„Nee … ich schau nicht hin … „
„… so wie damals, als auch alle weggesehen haben, dann ist das mit den Juden passiert.“
„Mit dem Dritten Reich hat eine pseudomilitante Religions- und Zuwanderungskritik nichts zu tun. Eher mit dem Vierten. Ja, ich meine dazu gar nichts. Weil mir ja alle sagen, dass ich etwas meinen soll“
„Wie soll denn das Abendland Deiner Meinung nach gestaltet werden?“
„Das Abendland ist mit dem Römischen Reich untergegangen. Damals, als die Erde noch eine Scheibe war.“

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