Ich wollt einfach mal „Danke“ sagen

Nach einem denkwürdigen Jubilat bin ich zwar immer noch ziemlich durchgeschüttelt, aber auch gerührt. Man wird halt nicht jünger. Allerdings dürfte jener Feiertag der wichtigste für mich 2017 gewesen sein: 10 Jahre Periplaneta. 10 Jahre Family und Kulturkampf in einem. Das sagt viel aus. Über meine nicht vorhandene Konfession und Sozialisation.

10 Jahre Hamsterrad. 70 Stunden in der Woche. Dennoch liebe ich, was ich da mache. Auch wenn ich sowieso nicht anders kann. OK. Man könnte mit jemandem Professionellen drüber reden, für Geld. Aber wo bliebe dann der Spaß und die Spannung. Außerdem sind die Fenstertomaten noch so hoch, dass man gar nicht hüpfen könnte. Ich finde, man kann mit seinen Dämonen auch was sinnvolleres machen, als drüber zu reden oder sie im Lotussitz unter Aufsicht zu ignorieren. (Nein, keine Familienaufstellung). Und irgendjemand muss ja dem Krätschell noch die zweite Auflage machen …

10 Jahre … Während dieser Zeit ist viel passiert. Auch viele Tragödien, Enttäuschungen, Katastrophen. Und die drängeln sich leider immer in den Vordergrund. (So wie dieser eine große Mann, der gestern das halbe Buffet alleine gegessen hat 🙂
An die schönen Dinge gewöhnt man sich dagegen sehr schnell. Und dann fallen sie einem gar nicht mehr auf. Deshalb: Danke. Für die Blumen und die Geschenke. Danke für die Glückwünsche. Aber vor allem Danke für die tolle Zeit mit euch, die ihr euch auch immer wieder das Gejammer anhören müsst, wenn etwas nicht klappt, die ihr immer wiederkommt, weil euch das gefällt, was Periplaneta ist. Danke fürs Mögen in guten und in schlechten Zeiten. Danke fürs Mitmachen und Mitmachendürfen. Danke für die Texte, danke für die Musik, danke, dass ihr immer wieder bei uns performed, auch wenn manchmal nix zu holen ist.

Danke fürs Zuhören und fürs Aushalten, auch wenn sich unsere Ansichten vielleicht auch mal nicht überschneiden und man schon wieder nicht unterscheiden kann, wo die Grenzen von Ironie, Sarkasmus, Zynismus und Satire sind. Die Welt hat es nicht anders verdient 🙂

Ihr schon.

Heute weiß ich wieder: WIR sind die Guten.
Auf die nächsten 10.

ToM

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Herr Schlau-Schlau, die Ente und das Seufzen …

Neues aus dem Periplaneta – Hauptquartier.

Unermüdlich trotzen wir dem Zeitgespenst ein bisschen Schöngeist ab. Bei Herrn Kätschells Roman „Herr Schlau-Schlau wird erwachsen“ näht unsere Buchbinderin gerade mit der ausufernden Nachfrage um die Wette. Wir vernehmen Lobeshymnen auf Hupe, Hannes und uns. Und wir danken für die Blumen und die vielen Bestellungen.

Obwohl bei Nils Frenzels Debüt so ziemlich alles schiefgelaufen ist, steht das entenpräsentierte Werk nun doch in zweiter erweiterter Auflage und mit neuer CD wieder in den Startlöchern. „Warum ich IMMER NOCH lieber mit einem Bauarbeiter in der Badewanne liegen würde als mit einer Jurastudentin“ haben Verlag und Autor gegen alle Widrigkeiten dem Weltenlauf abgetrotzt. Und wenn wir Zeit haben, werden wir über diese unglaubliche Geschichte mal ein ganzes Buch schreiben.

Dazwischen trotze ich meinem Kreuz gerade Herrn Wonschewskis erstes Hörbuch ab, das gerade kurz vor knapp zur Premiere fertig sein werden sollen muss … „Das Seufzen und das Schweben“ wir am 3.März bei Periplaneta vorgestellt.

www.periplaneta.com

Der Silberstreif am Horizont

Seit ein paar Jahren habe ich immer und ständig mit starken Schmerzen im  Rücken zu kämpfen. Das Leiden ist komplex, chronisch und fortschreitend. Und es hat mir und meiner menschlichen Umwelt schon einiges abverlangt.

Im Moment befinde ich mich wieder in Behandlung. Bis Ende März wurden und werden nun verschiedene Eingriffe vorgenommen. U.a. sechs Neurotomien (Nervenvereisungen), von denen ich nun die erste hinter mir habe. Anscheinend vertrage ich das sehr gut.  Und irgendwie sehe ich gerade ein bisschen Land, was diese Odyssee angeht. Bis Ende März wird das Pendeln zwischen Büro und Tagesklinik jetzt gehen. Und dann wird es mir wohl erst einmal so gut gehen, wie lange nicht. Dann muss ich schauen, dass ich die neue Freiheit nutze und entsprechend regelmäßig die richtigen Bewegungen machen. (Heißt, glaub ich, REHA.)

Bis dahin werde ich ein bisschen kürzer treten. Nur noch halbtags arbeiten, also nur 12 Stunden  🙂 und mich vermehrt mit positiven Dingen beschäftigen. (Also nicht mit Donald Trump im Speziellen und den Mainstream-Pressethemen im Allgemeinen.)

Selbst wenn man sich aufrichtet, sind es nämlich bis zum Horizont immer nur knapp 5000 Meter. Jeder, der in Mathe aufgepasst hat oder Knorkator kennt, weiß das.

Und wenn man nicht mehr richtig laufen kann, gibt es dementsprechend auch keine Horizonterweiterung mehr. Das Leben ist viel zu kurz, oder sagen wir: Die Strecke, bevor der Tunnel kommt, ist für jeden von uns begrenzt.

Frühlingsanfang will ich wieder mobil sein, Fahrrad fahren und endlich auch wieder im Auto vornsitzen können. Und im Sommer vielleicht auch mal wieder tanzen. Und dann rege ich mich vielleicht auch mal wieder über diese pissgelb befellte Ente im Weißen Haus auf,  falls sie bis dahin nicht schon  den roten Knopp gefunden hat.

 

2017 – Eine Vorschau

Weil alles zurückblickt, ein Blick in die Zukunft.

2017 wird ein tolles Jahr. Frau Merkel wird mit Hilfe der Grünen und der SPD wieder Bundeskanzlerin. Und ein Möschdegärngöbbels wird auf einem totsanierten Marktplatz irgendwo in Sachsen stehen und die sich im Regen langsam auflösende Mengele fragen: „Wollt ihr den totalen Krieg?“

Die AfD wird mit über 25% der Stimmen in den Bundestag einziehen. Und jenseits unserer Grenzen werden in mit unseren noch unbezahlten Steuergeldern erbauten Konzentationslagern Menschen die Beine breit machen, um an der osmanischen Security vorbeizudürfen – hinein in die große Freiheit, in den größten Knast der Welt, in die Festung Europa.

2017 wird wieder eine ganze Horde Künstler wegsterben. Einige sogar an den Folgen ihres ausschweifenden Lebens. Ein paar werden wir vielleicht sogar vermissen. Die Anzahl der Kriegsopfer wird in etwa gleichbleiben. Vielleicht sogar ein bisschen zurückgehen. 15% Wirtschaftswachstum sind auf Dauer einfach nicht zu halten. Es werden Menschen ertrinken, im Mittelmeer, im Atlantik, in Unwettern und Tsunamis – und wir werden nichts dagegen tun.

2017 werden wieder über 50 000 Tierarten aussterben. Und wir Deutschen werden wieder wegen ihres Fleisches eine Milliarde Tiere töten und danach rund 333,33 Millionen davon wegwerfen.

Das neue iPhone wird kommen und vielleicht sogar noch ein Samsung Galaxy. Und wir werden endlich in Fahrzeugen herumfahren, die serienmäßig einen eigenen Peilsender haben. Wir werden schrittweise unsere Dieselmotor-Autos verschrotten und in dem Glauben, die Welt zu retten, uns neue Fahrzeuge mit Batteriebetrieb kaufen.

Auch werden wieder viel zu viele Zurückgebliebene einen eigenen Internetanschluss und somit eine Stimme bekommen, ohne eine Sprache zu beherrschen. Es werden also noch mehr Idioten in unseren Netzwerken herumkrakeelen. Das Niveau der dort abgesonderten Inhalte wird nicht steigen. Aber auch nicht fallen, weil es nicht tiefer sinken kann. Die „Ich“-Dichte in den Kommentaren wird weiter zunehmen.

Es werden ein paar verhaltensgestörte, narzistische, gewaltbereite, dumme und deshalb gefährliche Arschlöcher sich wieder an der Vernunft vergehen und Leben auslöschen. Wir werden uns deshalb in Gruppendiskriminierung üben, die Sippenhaft fordern und einige von uns werden wieder präventiv selbst Hand anlegen. Weil die Halbwertszeit von Ängsten immer gleich ist, werden wir auch 2017 als Volk uns an einiges gewöhnt haben und demzufolge auch neue Bedrohungen vorgesetzt bekommen: Altersarmut, Atomkraftwerke, deren Strahlung sich nicht an Ländergrenzen hält, Supervulkane, deren Ausbruch die CO2 Bilanz gefährdet, der Virus H73N42 und die nächste Wirtschaftkrise.

Wir werden weiterhin in regelmäßigen Abständen Beweise für die Machenschaften derer bekommen, die Macht über uns haben, weil wir diese Menschen verehren oder weil wir sie wählen oder weil wir den Mist kaufen, den sie verzapfen oder anpreisen – und wir werden diese Enthüllungen mit ein bisschen hühnerstalleskem Gegacker kommentieren und danach weitermachen wie vorher.

Genau deshalb wird 2017 das Jahr der ewig pubertierenden Staatsmänner. Das  Testosteron in den Flecken auf den Chefsesseln dieser Welt wird unerträglich stinken und die Konversation zwischen den Alphamännchen dieser Scheißkugel wird endlich Kindergartenniveau erreichen. Trump und Erdogan sind nur der Anfang eines Trends, dass die Menschheit sich vermehrt freiwillig von verhaltensgestörten, narzistischen, gewaltbereiten, dummen und deshalb gefährlichen Männern f… regieren lässt.

Doch auch 2017 werden wir Deutsche satt und sediert in einem Land leben, dessen politische Elite korrupt ist und die ihr Totalversagen mit leeren Phrasen, einer monströsen Bürokratie und mit faulen Kompromissen kaschiert. Vielleicht merken ja ein paar Menschen, dass man Dummheit durch Bildung und Unwissenheit durch Aufklärung lindern kann und nicht mit Toleranz. Dass man Kriminalität jeder Art durch die konsequente und schnelle Anwendung von Gesetzen begegnet und nicht mit dem Verkauf sicherer Fenster oder mit schwülstigen Reden und einer vollkommen paranoiden Berichterstattung. Vielleicht zügeln ein paar Medienschaffende und Redakteure mal ihre Gier nach Aufmerksamkeit und realisieren, dass man die Opfer von Gewalttaten verehren und die Täter beschämen sollte, nicht umgekehrt.

Hoffen wir, dass 2017 zu Weihachten nicht wieder irgend so ein verhaltensgestörtes, narzistisches, gewaltbereites, dummes und deshalb gefährliches Arschloch auf unseren Titelseiten zu sehen ist. Hoffen wir, dass der beleidigende Spott gegenüber den noch blöderen Mitmenschen endlich aufhört. Hoffen wir auf neue Idole und auf runderneuerte, wache Menschen mit ungleich höhrerem Selbstwertgefühl und mit geraden Rücken.

Manegold Heimathiebe PeriplanetaHoffen wir auf die Wiederkehr von jener Restwürde in uns allen, die uns vielleicht verbietet, vor den Schlachtbänken, überteuerten Wohnungen und Versuchungen dieser Welt Schlangezustehen. Und die uns über die Gockel dieser Welt lachen lässt, anstatt sie dafür zu bezahlen, dass sie als Götzenbilder und Clowns mit Jonglagen und Verheißungen unsere tief empfundene Leere füllen.

Und wenn wir genug gehofft haben, fangen wir einfach mal an, es besser zu machen und es vor allem besserzumachen – als 2016 oder 2015 … oder 1989 oder 1933.

Prost Neujahr!

Thomas Manegold

Noch mehr Heimathiebe?

Göttertanz auf Schloss Thurn

Rituelle Zusammenkunft am Samstag 10.12.16, ab 21 Uhr

Es ist wieder soweit. Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir einen Göttertanz auf Schloss Thurn feierten. Kommet zahlreich.

Weil mein Leben in Berlin aus Büchern besteht, wird es auch morgen, am 10.12. wieder einen Buchstand geben, der neben Szene-Literatur auch einige Neuheiten des Periplaneta Verlags feilbieten wird. Ich werde vor der eigentlichen  im Rahmen einer Lesung ein paar satirische Kolumnen lesen. Die Lesung wird im kleinen Floor stattfinden.

 

 

Göttertanz

Eine rituelle Zusammenkunft.
1st Floor mit DJ ToM Manegold:
Ritual, Neocelt, Pagan Folk, Klassik, Gothic, Apocalyptic.
2nd Floor mir DJ Markus S. und dem Besten aus den 80ern und den beliebtesten Wave-ClassX

Mit Sektempfang und großem Buffet.

Schloss Thurn – Schloßplatz 4, 91336 Heroldsbach

www.goettertanz.de

17.11.16: Thomas Manegold feat. YREF!

„Ich will Phrasen dreschen und daraus Brote für die Welt backen und sie Bernd nennen“

Juchhuh! Es ist dann doch noch rechtzeitig fertig geworden. 100 Seiten Polemiken, Reime und Satiren und 67 Minuten Studioaufnahmen.
Nach der ersten „Heimathiebe“-Solo-Stunde im Rahmen von Moabit liest im legendären Waschsalon steigt nun die eigentliche Premiere meines neuen Buches. Ich habe mir YREF eingeladen, ein Urgestein der Berliner Avantgarde, der mich auf der E-Gitarre auf seine ganz eigene Art durch den Abend begleiten wird.

THOMAS MANEGOLD feat. YREF „HEIMATHIEBE“
EINE BUCHPREMIERE!
DO.17.11.2016 AB 20 UHR
IM PERIPLANETA LITERATURCAFÉ zu BERLIN
DER EINTRITT IST FREI, MAN ZAHLT, UM ZU GEHN!

www.berlin.periplaneta.com

16.11.16: Thomas Manegold: Heimathiebe @ Moabit

„Ich will daran glauben, dass ich Eisbären rette, wenn ich weniger Gepäck in den Urlaub mitnehme.“

„Heimathiebe“ heißt das neue Buch mit CD von Thomas Manegold. Der Berliner Autor und Mediengestalter lädt in die Gedankenwelt eines Verweigerers ein und ermuntert zum Nach-, Quer- und Überdenken.

In Kolumnen, Gedichten und poetischen Texten zelebriert Thomas Manegold zwanghaft den anderen Blick auf Klischees, Befindlichkeiten, Erinnerungen und Ereignisse, wenn er beispielsweise der brandenburgischen Idylle Gedichte über das Jagdverhalten von Raubvögeln abtrotzt oder wenn er die Feindschaften zwischen den deutschen Bundesländern aufs Korn nimmt. Genüsslich werden Tabus gebrochen, Gott und die Welt beschimpft und der gesunde Menschenverstand beschworen.

Live@ Moabit liest: Mittwoch, 16. November, 20:00 – 22:00
Leck meine Küche @ Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin

Moabit liest! Vom 14.11. bis zum 18.11. wird der gesamte Kiez zu einem riesigen Literaturfestival. Die Lesungen finden in Cafés, Theatern und Buchhandlungen statt, aber eben auch in Frisierstuben, Waschsalons und Galerien.

Dreistromland (V1)

Windräder zerschneiden Horizonte,
köpfen Vögel ganz ohne Schafott.
In den Kadavern wühl’n Saprobionten
und Bauern imitieren Don Quijote.

Der Sand treibt morgens lautlos zu den Deichen.
Der Ostseewind zieht sanft nur an den Haaren.
Und Möwen streiten sich um Heringsleichen,
die im Tang des Nachts gestrandet waren.

Das Mehr schwappt mittags laut über die Düne.
Ein Mädchen wird gehänselt, weil es flennt.
Vor’m Altersheimtross, auf der Freilichtbühne,
spielt ’ne Achim-Mentzel-Coverband.

Solarpaneele stehen wie Legionen,
bedecken Felder kettenhemdengleich,
saugen Sonnenlicht und Subventionen,
machen Arme arm und Reiche reich.

Der Sand reibt sich am Pilz zwischen den Zehen.
Und rieselt durch die wasserdichten Uhren.
Ein alter Mann will übers Wasser gehen.
Und Fischer satteln um auf Fahrradtouren.

Das Meer spuckt Phosphor aus den letzten Kriegen
Bernsteinsammlern eifrig ins Gesicht.
Bismarcks Erben sind umschwärmt von Fliegen.
Matjes wird gegessen, bis man bricht.

Weil Nahrungsanbau keinen Sinn mehr hätte,
verkaufen Bauern Felder, Hof und Haus,
schwitzt Raps mit fernen Palmen um die Wette
Öl für unseren Wohlstandsmotor aus.

Der Sand zieht weiter über kahle Dünen,
schleift Touristen Smartphonegläser blind,
verfängt sich in den Aufbauostruinen
und bedeckt ein weggeworfenes Kind.

Das Meer beleckt die Burgen in der Brandung
und holt die Körner wieder heim ins Reich.
Der alte Mann ist kurz vor seiner Strandung.
Die Adern blau, der Korpus herrlich bleich.

Triskelen sägen Schatten in die Hütten,
obwohl der Kraftwerkschornstein weiter raucht,
Und sehr viele Chinesen-Lungen litten
für Biostrom, den hier kein Mensch mehr braucht.

 

Aus Heimathiebe“ (c) Thomas Manegold 2016

Am 26.03.2016 ist Indiebookday

Periplaneta veröffentlicht drei Bücher am Tag des unabhängigen Buches.

Das Leben im Verlag teilt sich für mich in drei große Tätigkeitsgruppen auf. Da wäre das sogenannte „Tagesgeschäft“, die „Events“ und die „Projektarbeit“ (Die vierte Gruppe ist dann die eigene kreative Arbeit… 🙂 Das „Tagesgeschäft“ umfasst alle zeitfressenden und lebenserhaltenden Maßnahmen, die wiederkehrenden und deshalb auch meistens uninteressanten Dinge. Die „Projektarbeit“, also die Planung, Organisation und Umsetzung neuer Werke, ist dafür umso interessanter. Da wird lektoriert, gesetzt, gemalt, fotografiert, geschöpft und gestaltet. Meistens in sehr engem Kontakt mit dem Autor und meistens eben auch rund um die Uhr.

Derzeit arbeiten wir an drei neuen Werken, die alle am 26.03. 2016 erscheinen werden – auch als Support für einen Tag, der für die Verlegenden, Lesenden und Schreibenden, wie ich finde, wichtiger sein sollte, als alle anderen Termine im Jahr: der Indiebookday. Nichts wird uns Menschen eines Tages mehr fehlen, als inhaltliche Relevanz und Unabhängigkeit. Und nicht nur das unabhängige Buch, auch das unabhängige Unternehmen sollte sich mit derlei Aktionen Beachtung verschaffen. Auch der freie produktive Mensch wird sonst bald abgeschafft sein. Es ist nämlich für Produkt und Produzierende gleichermaßen ein Segen, aber eben auch ein entbehrungsreicher Kampf, wenn man an keinem Tropf hängt und unabhängig ist. Deshalb soll dieser eine Tag, bei dem jeder ein Indiebook seiner Wahl kaufen und inszenieren soll, wichtiger und bekannter werden.

www.indiebookday.de

An eben jenem Tag erscheinen bei Periplaneta folgende drei Bücher, die bereits alle vorbestellbar sind: Weiterlesen „Am 26.03.2016 ist Indiebookday“

Sie fliehen vorbei (Sonett)

Die Augen liegen tief im Knochental,
das Hirn pulsiert und lässt Gedanken kreisen.
Sie lassen sich nicht in die Schranken weisen,
fliegen knietief, schief, zentrifugal.

Und reiben sich an den Synapsen wund,
werden zu Ideen, Wörtern, Sätzen,
schreien nach Verstehen, Erörtern, Petzen,
kriechen durch den Hals bis in den Mund.

Dehnen sich für Weib und Satzgesang,
sehnen sich nach Ruhm und Untergang,
wollen rütteln, schütteln und erwecken.

Und sollen Zeiten ändern und vertreiben,
Geschichte schreiben. Doch am Ende bleiben
sie bücklingsgrätengleich im Halse stecken.

(©Thomas Manegold, Der Schläfer in der Stadt Vol.1

Termine im Dezember 2015

It ain´t over, ´til it´s over.
Die letzten Termine 2015 stehen ins Haus.

Donnerstag, 3. Dezember 20:00
Lesebühne OWUL @ Z-Bar Berlin

 

OWUL stellt seinen Neuen vor. Mit Dr. Bastian Mayerhofer ist das Trio wieder komplett. Zudem ist damit ein Künstler im Team, der Gitarre spielt und singen kann.  Außerdem diesmal als Gast zu bewundern: Der Bayreuther Slam Poet Nils Frenzel.

Montag, 7. Dezember 20:00
Lesebühne: Vision & Wahn @Periplaneta Berlin

Thema der Lesebühne ist „Ich sehe tote Bäume“. Neben ToM Manegold, Marion Alexa Müller und Robert Rescue sind Nils Frenzel und die Berliner Lesebühnenautorin und Kolumnistin Lea Streisand zu Gast. Ach ja, Lea Streisands neues Hörbuch ist da! Und es gibt Kuchen. Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehn.

Donnerstag, 10. Dezember 19:30
Treffen: Die Periplanetaner @ Berlin

Öffentliche Verlags-Weihnachtsfeier. Mit Schrottwichteln 🙂 und ein bisschen was zum Essen …
Alle zwei Montate, also jeden zweiten zweiten Donnerstag treffen sich die Periplanetaner, also  KünstlerInnen, MitarbeiterInnen und SympathisantInnen unseres Verlags. Die ideale Gelegenheit, über Geschäftliches, Kreatives und Menschliches zu reden, zum Bewerben, Fragen, Antworten …

Samstag, 12. Dezember 21:00
Party: Göttertanz @ Schloss Thurn, Heroldsbach

2015schlossthurn

Am 12.12. feiern wir einen Göttertanz auf Schloss Thurn bei Forchheim. Erstmals wird die Rituelle Zusammenkunft wieder einen 2.Floor haben.

1st Floor: DJ ToM Manegold (Ritual, Neocelt,Paganfolk, Klassik, Gothic, Apocalyptic, TripStuff)
2nd Floor: DJ Markus S. (Dark Wave Club ClassX)

Zudem eröffne ich den Abend mit einer Lesung (ca. 30 Minuten). Danach eröffnen wir feierlich das Buffett und feiern in die (astromomisch) dunkelste Nacht des Jahres.

Freitag, 25. Dezember 20:00
Mixed-Show: Das Beste zum Schluss @ Periplaneta Berlin

ToM @ Vision und Wahn in Berlin

Das Periplaneta-Jahresend-Special

Wir feiern raus… Mit zuweilen unbesonnene Geschichten, Kolumnen, Poetry und Musik in der besinnlichsten Zeit des Jahres. Von und mit Thomas Manegold, David Wonschewski, Heiko Heller und very special guests! Dazu Heart-Core-Musik von Dani “Balladenschwein” Voigt.

Danach wird alles besser 🙂

 

Der Trackball des Grauens

Clean Install vs. Hardware UpgradeApples Mavericks auf  „älteren“ Macs – Ein Erlebnisbericht oder
Clean Install vs. Hardware Upgrade

Kennst Du diesen regenbogenfarbenen kleinen Trackball? Der sogenannte Trackball des Grauens erscheint auf den Bildschirmen eines Macs immer dann, wenn der Rechner etwas länger braucht, wenn er tatsächlch mal was zu tun hat, außer schick auszusehen … Normalerweise ist das ein höchst seltener Anblick, wenn man seine Kiste einigermaßen pflegt, sie ab und zu mal runterfährt und ab und zu mal die Zugriffsrechte repariert und den Parameter Ram löscht. Doch vielen Usern von alten Macs (ja, wenn Dein MacBook Pro  early 2011 ist, dann ist das heutzutage alt!) wird dieser Trackball ein ständiger, zunehmend nervender Begleiter.

Weiterlesen „Der Trackball des Grauens“