Sie fliehen vorbei (Sonett)

Die Augen liegen tief im Knochental,
das Hirn pulsiert und lässt Gedanken kreisen.
Sie lassen sich nicht in die Schranken weisen,
fliegen knietief, schief, zentrifugal.

Und reiben sich an den Synapsen wund,
werden zu Ideen, Wörtern, Sätzen,
schreien nach Verstehen, Erörtern, Petzen,
kriechen durch den Hals bis in den Mund.

Dehnen sich für Weib und Satzgesang,
sehnen sich nach Ruhm und Untergang,
wollen rütteln, schütteln und erwecken.

Und sollen Zeiten ändern und vertreiben,
Geschichte schreiben. Doch am Ende bleiben
sie bücklingsgrätengleich im Halse stecken.

(©Thomas Manegold, Der Schläfer in der Stadt Vol.1

OWUL 2016 – Die ganze Wahrheit!

Unsere Nichtnurlesebühne in der Z-Bar in Neu!

Jawollja. Noch mitten im kollektiven Silvesterkater startete OWUL am 7.1. ins neue Jahr. Und das Kino in der Z-Bar war berstend voll!

OWUL 2016 bedeutet ein nunmehr eingespieltes neues Team mit Marien Loha, Dr. Bastian Mayerhofer und ToM Manegold. Sowie immer (mindestens) einem Gast: Gemeinsam wird nicht nur vorgelesen, ausgewendigt und musiziert. OWUL beantwortet auch alle Fragen, die das Publikum zu fragen sich anmaßt. Zudem gibt es immer am Anfang einen Monatsrückblick und am jeweiligen Ende einen Blick in die Zukunft.

Zu Beginn gabs nochmal eine Art Best-Of 2015. Diese ist in ihrer ungekürzten Gänze in drei Teilen auch auf der OWUL-WebSeite noch nachlesbar, sodass nunmehr alle wissen: Jenseits von OWUL kann es 2016 nur besser werden.

Diesseits ist alles super: Nachdem am 7.1. Steve Bürk das Haus mit uns rockte, werden wir am 4.2. Mikis Wesensbitter als Gast begrüßen. Im Laufe dieses OWUL Jahres werden Marien und ToM wohl noch jeweils ein neues Werk auf den ausgehungerten Textemarkt werfen. Und auch an Herrn Mayerhofers Produktpalette werden wir etwas feilen.

OWUL steht immer noch für “Ohne Wenn und Laber” und findet auch weiterhin jeden ersten Donnerstag des jeweiligen Monats in der Z_Bar in Mitte statt. Nur heißt es ab sofort: Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehen. Wer unsere Dreisamkeit als Gast bereichern möchte, kann sich gern bewerben (klingt jetzt hochtrabender als es ist … ) Ein nettes Hallo und einen Link zu einem Text/Lied  in Bild und/oder Ton reicht vollkommen aus …

 

 

DER OWUL-JAHRESRÜCKBLICK 2015 (TEIL 1)*

OWUL

Von Thomas Manegold

JANUAR 2015

Die Server von Sony Pictures werden gehackt, um Sony zu veranlassen, den Film „The Interview“ zurückzuziehen, der von einem Mordkomplott gegen den nordkoreanischen Machthaber Kim Yong Un handelt. Sony cancelt tatsächlich die Premieren, weil Nordkorea mit dem dritten Weltkrieg droht. Später gibt Sony den Film aber frei, weil er sowieso kostenlos im Internet zu haben ist. Nordkorea hat das wegen seines schlechten DSL-Anschlusses aber nicht gemerkt, jedenfalls hat es mit dem Krieg bislang noch nicht angefangen.

Dennoch ist es alles andere als friedlich in der Welt. Im Januar schaffen es 171 Terrorismustote in unsere Nachrichten. (Jemen: 50, Ägypten: 30, Pakistan: 10, Paris: 16, Niger: 10, Phillipinen: 60). Und eine Frau wird bei lebendigem Leib verbrannt. Nicht weitweitweg bei den Wilden. Sondern hier, daheim in Berlin. Von ihrem EX-Freund, weil dessen Freund schon immer mal jemanden brennen sehen wollte.

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Termine im Dezember 2015

It ain´t over, ´til it´s over.
Die letzten Termine 2015 stehen ins Haus.

Donnerstag, 3. Dezember 20:00
Lesebühne OWUL @ Z-Bar Berlin

 

OWUL stellt seinen Neuen vor. Mit Dr. Bastian Mayerhofer ist das Trio wieder komplett. Zudem ist damit ein Künstler im Team, der Gitarre spielt und singen kann.  Außerdem diesmal als Gast zu bewundern: Der Bayreuther Slam Poet Nils Frenzel.

Montag, 7. Dezember 20:00
Lesebühne: Vision & Wahn @Periplaneta Berlin

Thema der Lesebühne ist “Ich sehe tote Bäume”. Neben ToM Manegold, Marion Alexa Müller und Robert Rescue sind Nils Frenzel und die Berliner Lesebühnenautorin und Kolumnistin Lea Streisand zu Gast. Ach ja, Lea Streisands neues Hörbuch ist da! Und es gibt Kuchen. Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehn.

Donnerstag, 10. Dezember 19:30
Treffen: Die Periplanetaner @ Berlin

Öffentliche Verlags-Weihnachtsfeier. Mit Schrottwichteln :-) und ein bisschen was zum Essen …
Alle zwei Montate, also jeden zweiten zweiten Donnerstag treffen sich die Periplanetaner, also  KünstlerInnen, MitarbeiterInnen und SympathisantInnen unseres Verlags. Die ideale Gelegenheit, über Geschäftliches, Kreatives und Menschliches zu reden, zum Bewerben, Fragen, Antworten …

Samstag, 12. Dezember 21:00
Party: Göttertanz @ Schloss Thurn, Heroldsbach

2015schlossthurn

Am 12.12. feiern wir einen Göttertanz auf Schloss Thurn bei Forchheim. Erstmals wird die Rituelle Zusammenkunft wieder einen 2.Floor haben.

1st Floor: DJ ToM Manegold (Ritual, Neocelt,Paganfolk, Klassik, Gothic, Apocalyptic, TripStuff)
2nd Floor: DJ Markus S. (Dark Wave Club ClassX)

Zudem eröffne ich den Abend mit einer Lesung (ca. 30 Minuten). Danach eröffnen wir feierlich das Buffett und feiern in die (astromomisch) dunkelste Nacht des Jahres.

Freitag, 25. Dezember 20:00
Mixed-Show: Das Beste zum Schluss @ Periplaneta Berlin

ToM @ Vision und Wahn in Berlin

Das Periplaneta-Jahresend-Special

Wir feiern raus… Mit zuweilen unbesonnene Geschichten, Kolumnen, Poetry und Musik in der besinnlichsten Zeit des Jahres. Von und mit Thomas Manegold, David Wonschewski, Heiko Heller und very special guests! Dazu Heart-Core-Musik von Dani “Balladenschwein” Voigt.

Danach wird alles besser :-)

 

Heimsuchung (Edit 2015)

Es soll ja eine Schwarmintelligenz geben, aber wenn das stimmt, dann ist ein Volk halt kein Schwarm. „Heimatlose aller Länder vereinigt euch!“

Bewohner dieser wunderschönen Orte…

Während der Lesereise “Zungenspiel” habe ich mit Georg von Weihersberg das Stück “Heimsuchung” immer gespielt. Aus aktuellem Anlass … gibts nun eine editierte Version. Einfach so. Es soll ja eine Schwarmintelligenz geben, aber wenn das stimmt, dann ist ein Volk halt kein Schwarm. Nix gelernt, after all these years … „Heimatlose aller Länder vereinigt euch!“ Der dazugehörige Gedichtband ist zwar ausverkauft, aber bald als Kindle erhältlich: Thomas Manegold „Himmelsthor 2.0.“

Reden und reden lassen

“Nicht die Muttersprache ist in Gefahr oder die christlichen Werte oder die Unschuld der dreizehnjährigen Bitch im Kinderzimmer nebenan. Sondern unser aufgeklärtes, wissenschaftlich orientiertes, fragiles Konstrukt von Freiheit, Kultur und Fortschritt. Egal wer den gegenwärtigen Krieg gewinnt, wenn der zu Ende ist, wird die Erde wieder eine Scheibe sein. Und die Überlebenden dumm wie Toastbrot.”

 Am 30. Oktober präsentieren Thomas Manegold, Gary Flanell, Mikis Wesensbitter, Imke Kubin und Guido Kreutzmüller Literatur und Musik abseits des Mainstreams.

Die Edition Subkultur veröffentlicht Independent-Literatur und Musik. Zwischen subtil und subversiv ist alles dabei – witzig, schräg und jenseits jener Schubladen, in die man “Szeneliteratur” so gerne einsortiert.

30.10.2015 @ 20:00 – 22:00:Periplaneta Literaturcafé Berlin
Bornholmer Straße 81A10439 Berlin

Osterweiterung oder Eine andere Geschichte

Geschichte wird gemacht … hier ein bisschen umgeschrieben für die Lesebühne Vision und Wahn.

Vision & Wahn

vw1015Der Osten an sich ist schwer zugänglich. Er ist rechts vom Nabel der Welt, also rechts von uns …
Während die Wikinger eher nach links über ihren Tellerand Rand schielten, zog es uns schon immer nach rechts … Rechts und Links sind überall auf der Welt relative Orientierungshilfen. Bei uns in Europa sind es zudem politische Grundbegriffe. Das liegt an den Folgen der französischen Revolution. In der Nationalversammlung saßen die Linken eben links. Ob nun links von den Rechten oder eben links wenn man zur Tür reinkommt, weiß keiner mehr so genau. Jedenfalls waren die Rechten damals noch keine Nazis, sondern Royalisten. Aber das ist eine andere Geschichte.

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OWUL in der Z-Bar. Herbstlesung.

OWUL

OWUL @ Z-Bar Berlin Mitte
Donnerstag, 01.10. 2015 ab 20 Uhr

Lesebühne von und mit Marien Loha, Thomas Manegold, Matthias Niklas. Unser Gast: NOVEMBER ME.

Huch, schon wieder rum der Monat. Huch, die Blätter sind auch schon ab. Und: Huch, schon wieder so viel passiert.

Zeit für die all-erst-donnerstägliche Nicht-nur-Lesebühne OWUL. OWUL ist ein bisschen anders. Wir haben einen Jahresrückblick am Anfang. Diesmal Teil 9, den September. (Wir sind auf jeden Fall mit UNSEREM Jahresrückblick schon fertig, wenn die anderen Lesebühnen noch nichtmal angefangen haben.) Dann der scharfe Blick in die Zukunft am Ende – diesmal wieder von unserem Sterndeuter Matthias Niklas, dem die Zukunft beim letzten Mal einfach zu düster war. Dazwischen sorgen unser Gast und wir drei Ausrufezeichen für Spaß und für unsere Art von guter Laune. Mit Texten, UNSEREN Antworten auf EURE Fragen und hinreißend schöner Musik. Bei NOVEMBER ME sind wir diesmal auch auf der ganz sicheren Seite, dass die Stimmung nicht kippt. Singer/Songwriter aus Berlin, der sozusagen Herbstmusik für das ganze Jahr macht. Freut euch drauf.

Z-Bar Berlin, Bergstraße 2, 10115 Berlin
www.z-bar.de

Enten für Bayreuth

Neu bei Periplaneta: Nils Frenzel “Warum ich lieber mit einem Bauarbeiter in der Badewanne liegen würde, als mit einer Jura-Studentin”.

Ein neues Buch mit CD für die Edition Mundwerk ist fertig geworden! Hurra. Und erstmals ist auf der beiliegenden CD eine komplette Liveaufnahme aus dem Periplaneta Literaturcafé zu hören, die ich mitgeschnitten habe.

Autor Nils Frenzel residiert zudem in meiner alten Heimat Bayreuth, in der sich, glaubt man so seinen Texten, gefühlt nix geändert hat. Dennoch versucht er dort irgendwie Kultur zu machen. Als Filmemacher, als Student und als Slam-Poet.

„Warum ich lieber mit einem Bauarbeiter in der Badewanne liegen würde als mit einer Jura-Studentin“ versammelt die besten Texte seiner bisherigen Bühnenkarriere. Live-CD und Plan zur Rettung der Menschheit sind natürlich inklusive! Die Premiere findet am Dienstag, den 11. August um 20:00 Karte im Forum Phoinix Bayreuth Kämmereigasse 9 statt.

Die Kränkungen des weißen Mannes

Dummheit macht mich meistens aggressiv. Je blöder der Mob, desto gröber und lauter sind dann meine Kommentare. Aber manchmal bin auch ich wirklich sprachlos. Bei den versuchten Lebendfeuerbestattungen im Osten Deutschlands, die sie gerade in den Nachrichten ohne Altersbeschränkungen zeigen, beispielsweise. Horden lobotomierter Affen zünden Gebäude an und verprügeln Menschen. Die Polizei sieht tatenlos zu. Und die Regierung beschränkt sich auf ohnmächtiges Schweigen. Eine kleine Ursachenforschung:

Häuser brennen. Dicke Menschen haben wieder Angst zu verhungern. Rufen “Deutschland den Deutschen” und “Wir sind das Volk”. Ist das eine Eskalation… von sogenanntem Patriotismus, von emotionaler Verbundenheit mit der eigenen Nation? Ist das die sogenannte „Vaterlandsliebe“? In Zeiten von Gazprom gegen Shell, statt Deutschland gegen Frankreich? Man ist stolz auf irgendein kulturelles oder ethnisches oder politisches Klischee, das einen als Volk definiert. Ich wüsste nicht, was das in meinem Fall sein könnte… Worauf kann man stolz sein, als Thüringer. Auf die Wurst wahrscheinlich…  Aber als Gesamtdeutscher? Und dann noch ethnisch, naja, ich weiß nicht … die Skandinavier sind blonder, die Engländer reden besser, die  Italiener riechen besser, die Slawen sind besser im Bett. Wie sonst erklärt sich, das wir Handys und Bodybags haben, uns Bruno Banani über den Kopf kippen und in den Puffs dieser Nation so selten deutsche Frauen arbeiten? Continue reading “Die Kränkungen des weißen Mannes”

Vision und Wahn am 03. August!

Nix da Sommerpause! Unsere Lesebühne im August.

Am 3. August 2015 sind wir seit langem mal wieder vollzählig. Robert ist da, Marry ist da, ich bin da. Ich habe jetzt schon einen neuen Text! Zudem haben wir uns wegen des aufreizenden Themas “Sommerdepression” zwei voll kompetente Menschen eingeladen. NOVEMBER ME singt und spielt für uns. (Einen Künstler mit diesem Namen im November einladen kann jeder!) Und David Wonschewski wird als Gast zugegen sein. Sein Promofoto haben wir für unsere Werbung miss… verwendet.

3. August 2015 ab 20 Uhr
Lesebühne Vision und Wahn
Periplaneta Literaturcafé Berlin
Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehen.