1. OWUL- Lesebühne nach der Sommerpause!

OWUL

OWUL @ Z-Bar Berlin Mitte
Donnerstag, 03.09. 2015 ab 20 Uhr

Lesebühne von und mit Marien Loha, Thomas Manegold, Matthias Niklas.
Unser Gäste: Günther Stolarz an Stimmband und Klavier

und last minute für den Herrn Niklas: Baasztian (www.facebook.com/Baasztian)

Z-Bar Berlin, Bergstraße 2, 10115 Berlin
www.z-bar.de

Enten für Bayreuth

Neu bei Periplaneta: Nils Frenzel “Warum ich lieber mit einem Bauarbeiter in der Badewanne liegen würde, als mit einer Jura-Studentin”.

Ein neues Buch mit CD für die Edition Mundwerk ist fertig geworden! Hurra. Und erstmals ist auf der beiliegenden CD eine komplette Liveaufnahme aus dem Periplaneta Literaturcafé zu hören, die ich mitgeschnitten habe.

Autor Nils Frenzel residiert zudem in meiner alten Heimat Bayreuth, in der sich, glaubt man so seinen Texten, gefühlt nix geändert hat. Dennoch versucht er dort irgendwie Kultur zu machen. Als Filmemacher, als Student und als Slam-Poet.

„Warum ich lieber mit einem Bauarbeiter in der Badewanne liegen würde als mit einer Jura-Studentin“ versammelt die besten Texte seiner bisherigen Bühnenkarriere. Live-CD und Plan zur Rettung der Menschheit sind natürlich inklusive! Die Premiere findet am Dienstag, den 11. August um 20:00 Karte im Forum Phoinix Bayreuth Kämmereigasse 9 statt.

Die Kränkungen des weißen Mannes

Dummheit macht mich meistens aggressiv. Je blöder der Mob, desto gröber und lauter sind dann meine Kommentare. Aber manchmal bin auch ich wirklich sprachlos. Bei den versuchten Lebendfeuerbestattungen im Osten Deutschlands, die sie gerade in den Nachrichten ohne Altersbeschränkungen zeigen, beispielsweise. Horden lobotomierter Affen zünden Gebäude an und verprügeln Menschen. Die Polizei sieht tatenlos zu. Und die Regierung beschränkt sich auf ohnmächtiges Schweigen. Eine kleine Ursachenforschung:

Häuser brennen. Dicke Menschen haben wieder Angst zu verhungern. Rufen “Deutschland den Deutschen” und “Wir sind das Volk”. Ist das eine Eskalation… von sogenanntem Patriotismus, von emotionaler Verbundenheit mit der eigenen Nation? Ist das die sogenannte „Vaterlandsliebe“? In Zeiten von Gazprom gegen Shell, statt Deutschland gegen Frankreich? Man ist stolz auf irgendein kulturelles oder ethnisches oder politisches Klischee, das einen als Volk definiert. Ich wüsste nicht, was das in meinem Fall sein könnte… Worauf kann man stolz sein, als Thüringer. Auf die Wurst wahrscheinlich…  Aber als Gesamtdeutscher? Und dann noch ethnisch, naja, ich weiß nicht … die Skandinavier sind blonder, die Engländer reden besser, die  Italiener riechen besser, die Slawen sind besser im Bett. Wie sonst erklärt sich, das wir Handys und Bodybags haben, uns Bruno Banani über den Kopf kippen und in den Puffs dieser Nation so selten deutsche Frauen arbeiten? Die Kränkungen des weißen Mannes weiterlesen

Vision und Wahn am 03. August!

Nix da Sommerpause! Unsere Lesebühne im August.

Am 3. August 2015 sind wir seit langem mal wieder vollzählig. Robert ist da, Marry ist da, ich bin da. Ich habe jetzt schon einen neuen Text! Zudem haben wir uns wegen des aufreizenden Themas “Sommerdepression” zwei voll kompetente Menschen eingeladen. NOVEMBER ME singt und spielt für uns. (Einen Künstler mit diesem Namen im November einladen kann jeder!) Und David Wonschewski wird als Gast zugegen sein. Sein Promofoto haben wir für unsere Werbung miss… verwendet.

3. August 2015 ab 20 Uhr
Lesebühne Vision und Wahn
Periplaneta Literaturcafé Berlin
Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehen.

Magazin Pfingstgeflüster 2015- ab sofort erhältlich

Alljährlich macht sich Marcus Rietzsch die Mühe, seine Eindrücke vom jeweiligen WAVE GOTIK TREFFEN in Bild und Schrift zu kleiden. Das WGT in Leipzig ist das größte Kunst und Kulturfestival seiner Art.

Neben Herrn von Aster, André Ziegenmeyer und David Wonschewski durfte anno 2015 auch ich wieder etwas zum alljährlich erscheinenden Magazin “Pfingstgeflüster” beisteuern. Außerdem mit Beiträgen von Frank Vollmann (Frank The Baptist), Black CaT (Doppelgänger) und Matthias Ambré (Die Kammer). Vorgestellt werden die bildenden Künstler Lisa Schubert (Vinsterwân), Patricia Zschuckelt und Annie Bertram. Und  natürlich jede Menge fotografische Konzertimpressionen …

Das Pfingsgeflüster erscheint als traditionelles DIN A4 Magazin.

Last Grexit For The Lost

Meine lieben korrupten, machtgeilen und verantwortungslosen Volksverdreherinnen und Volksverdreher!

Ui. Da haben wir am Ende Europas nun fast schon demokratische Zustände. Das ist in euren Augen der schlimmste Zustand, den man haben kann. Demokratie! Das ist das Ende! Wenn demos, das Volk herrscht, wenn auch nur für einen Sonntag.
Das kleinste Volk im größten Knast der Welt wurde nach seiner Meinung gefragt. Und hat sie verkündet. Ihr habt ihnen gedroht, sie gefickt und gedemütigt. Ihr habt uns und ihnen den Weltuntergang prophezeit, sollten sie nicht nach eurer Pfeife tanzen. Und trotzdem haben sie euch den Stinkefinger gezeigt. Und?

Die Welt ist nicht eingestürzt. Es gibt immer noch Bananen bei Netto und Oliven bei Aldi. Und es ist immer noch kein Urlauber verhungert. Und auch jetzt werdet ihr nicht müde zu behaupten, dass es euch überhaupt nichts ausmacht, wenn die Griechen baden gehen und dass es euch auch vollkommen egal sein könnte, was da im Land von Schafskäse, Lammfleisch und Riesenbohnen so passiert.  Ist es aber nicht. Im Gegensatz zu euch, ihr korrumpierten Aale, die ihr euch im Kopf der geschlachteten Rösser festgesaugt habt, haben die Griechen nämlich nichts mehr zu verlieren. Nur noch ihre Ketten. Das haben sie euch gesagt.
Gut, wie sie es euch gesagt haben, das war alles ein bisschen dick aufgetragen, diese linke Arbeiterpolemik in einer Zeit, wo es Arbeiter in dem Sinne von 1910 gar nicht mehr gibt.

Wacht auf Verdammte dieser Erde, die die stets man noch zum Hungern zwingt!*

Autsch. Ostzonenkindheitsmusikunterrichtstrauma. Und auch völliger Quatsch. Keiner muss mehr hungern. Im Gegenteil. Wir sollen konsumieren…. und wir fressen inzwischen doch alle viel zuviel. Ok, ein paar Germany´s-Next-Top-Model-Guckende kotzen es wieder aus, der Rest jedoch neigt zu Speckröllchen. Last Grexit For The Lost weiterlesen

Lesebühne Vision und Wahn am Montag

Am 6. Juli zu Gast: Konrad Endler und Guido Kreutzmüller.

Heute sind es zwischen der Außen- und Innentemperatur bei uns im Periplaneta Literaturcafé 18 Grad Unterschied gewesen. Ich hab mich nicht rausgetraut. War zu heiß. Dank Nordseite und Unterkellerung sind wir drinnen wohltemperiert. Grad mal knapp 20 Grad, wenn niemand da ist …

Ich freu mich auf unsere allmonatliche Lesebühne. Diesmal ist das Thema “Der rechte Weg” . Wir feiern Konrad Endlers neuen Release und wir werden gefühlvollen Großstadtfolk von Guido Kreutzmüller hören, Marry wird erzählen, wie Christoph Theussl vor laufender Kamera in Bayern 10 000 Menschen zum Lachen gebracht hat. Und das alles wird passieren, egal wie die Griechen abgestimmt haben oder wie das Wetter wird.

Lesebühne
Montag, 6. Juli 20 Uhr
Periplaneta Literaturcafé Berlin
Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehn.

www.visionundwahn.de

Samstag: Lesen, um die Welt zu retten.

Periplaneta bei 24 Stunden Neukölln.
Das mit dem Weltretten ist eine spannende Sache. Seit 2007 ist diese Absicht ein zentraler Punkt bei Periplaneta. Nun versteht ja jeder unter “Welt” etwas anderes. Um sie zu retten, so habe ich zumindest erfahren, müssen einige Dinge getan werden, die vielen Menschen nicht gefallen. Denn eine Menge Primaten spielen sich als Retter auf, obwohl sie eigentlich das Problem sind. Und manchmal bin ich mir auch nicht mehr 100%ig sicher, ob die Welt überhaupt gerettet werden will. Auf jeden Fall bin ich heute beim Retten mit dabei, ob die Welt nun will oder nicht.
Lesen, um die Welt zu retten! Im Rahmen von 48 Stunden Neukölln findet in der Sankt Richard Kirche die längste Lesebühne Berlins statt. Einige der besten Berliner Lesebühnenautoren, Slam Poeten und Liedermacher / Singer-Songwriter kommen, um die Antwort auf die Frage zu finden: Kann Kunst die Welt retten?Aus dem Periplaneta-Verlagshaus sind mit dabei:
Mareike Barmeyer, Gary Flanell, Marion Alexa Müller und Thomas Manegold.
  • 27. Juni – 18:00 – 00:30
  • Braunschweiger Straße 18, 12055 Berlin
  • Der Eintritt ist frei!

Life after Urlaub

Fünf Tage nach dem Ausstieg ist mir der Einstieg noch nicht so ganz gelungen. Ich schlafe beim Schneiden von wirklich witzigen Texten ein. Photoshop ist mir zu schnell, Indesign zu langsam, was aber auch an den neuen Versionen liegen kann. Ich versteh nicht, wieso der Typ fürs Frautotschlagen nur drei Jahre bekommt und ich versteh nicht, wieso alle sagen, drei Jahre seien viel zu viel. Warum setzt man nicht Barsche oder Haie im Mittelmeer aus, wenn man die Flüchtlinge nicht rausangeln will und so Angst hat, dass das Meer umkippen könnte? Warum haben die Griechen so wenig Angst vor dem Euroaustritt und wir so viel?  Warum löst man den Bundestag nach dem Offenbarungseid im Umgang mit Computern nicht einfach auf? Oder schließt von außen zu, wirft den Schlüssel weg und stellt den Strom ab? Was leisten wir uns da eigentlich? Unbetreutes Wohnen? Braucht ein sattes, unmündiges Volk wirklich eine satte, unmündige Regierung? Oder vielleicht doch einen Krieg?

Und warum ist eigentlich die Erstauflage von Endlers Beitrag für die Weltrevolution noch nicht abverkauft …

REINHÖREN

Neu als Download und vegane CD zu haben.

Urläubchen auf Usedom (Tag 7)

Usedom Achterwasser

Kurz vor Beginn der Hauptsaison kann Usedom unglaublich kitschig, unerträglich schön und unendlich friedlich sein. Frösche quaken. Und irgendwelche Vögel mit unendlich langen, schlanken Beinen stehen überall rum. Wahrscheinlich wegen der Frösche. Die Urlauberdichte ist nur an den Trögen und Tränken ein bisschen problematisch, doch selbst Frauen müssen vor den Klos nicht anstehen. Urläubchen auf Usedom (Tag 7) weiterlesen

Urläubchen auf Usedom (Tag 6)

Erdmännchen
Früh immer ganz wichtig: Erstmal schauen, wie das Wetter ist.

Wolgast ist eines von zwei Toren zur Insel Usedom. Es hat, außer den üblichen Truman-Show-Kulissen und einer Brücke, die man auf- und zumachen kann, noch einen Tierpark zu bieten. Dieser ist allerdings schwer zu finden. Hat man ihn aber einmal erreicht, dann kann man dort gemeinsam mit vielen seeehr niedlichen Tierchen die Ruhe und den Frieden genießen. Weil die anderen Tierparkbesucher den Tierpark ja noch suchen. Es ist also manchmal von Vorteil, wenn man cleverer als der Rest der Welt ist. Urläubchen auf Usedom (Tag 6) weiterlesen

Urläubchen auf Usedom (Tag 5)

UseToM Strandspaziergänge sind Balsam für die Psyche und richtig schlecht für den Teint. Wegen des Windes und der doch eher niedrigen Temperaturen merkt man nicht, wie die Sonne brennt. Weil man sich sehr lange in eine Richtung bewegt, fühlt man sich am nächsten Tag wie ein kleines ungewendetes Steak. Und sieht auch partiell so aus.  Dank Lichtschutzfaktor 33  und eines eher konservativen Kleidungsstils bin ich aber nach 10 Kilometern noch immer weiß wie Toastbrot.

Auf dem Weg nach Koserow begegneten mir nasse Hunde, viel nackte, rothäutige Menschen und eine Sprotte, die ganz offensichtlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Wir haben sie, wie man das im Fernsehen bei den Walen sieht, mit Wasser bespritzt, wiederbelebt und mit vereinten Kräften zurück ins Meer geschoben. Urläubchen auf Usedom (Tag 5) weiterlesen