„Herzschrittmacherin“

ToM liest „Herzschrittmacherin“ aus „Heimathiebe“

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Die Neuen Bücher

Periplaneta hat dieses Jahr, stand April, bereits 7 Bücher fertig. Was in früheren Jahren vielleicht normal war, grenzt derzeit an ein Wunder. Ich durfte die Druckvorstufe machen, also den Satz und das Layout – und machmal auch lektorieren. Hier sind: ein Kinderbuch, ein Lyrikband, ein Roman, eine Biografie, eine Krimi-Parodie, ein Wissenschafts-Thriller und eine satirische Dystopie! Ja, ich glaub, wir lieben immer noch, was wir tun:

Akte Ahhh…! Nachbarn des Grauens

8,99 € – 12,00 €

BJÖRN BERENZ: „Akte Ahhh…! – Nachbarn des Grauens“ Alienalarm! Kimi Kaballo muss schon mit 11 Jahren die Menschheit retten! Illustriert von Stefanie „Stew“ Wegner und Timo Müller-Wegner. Für Kids ab 11 Jahren.

  • Edition Drachenmücke
  • print ISBN: 978-3-95996-231-5
  • epub ISBN: 978-3-95996-232-2
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Gib mir 3 Worte – Mauerparkpoesie

9,99 € – 13,00 €

DAN K. SIGURD: „Gib mir 3 Worte“ Mauerparkpoesie. Der Mauerparkpoet Dan präsentiert seine besten Mauerparkgedichte und Geschichten, wie es dazu kam. Coverbild by Merlot Levert.

  • Edition MundWerk
  • print ISBN: 978-3-95996-237-7
  • epub ISBN: 978-3-95996-238-4
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Blaues Blut

9,99 € – 14,90 €

DAVID WONSCHEWSKI: „Blaues Blut“ – Eine Biedermeiersehnsucht. Sieben Jahre nach „Zerteiltes Leid“ erschafft der Meister des psychisch auffälligen Kammerspiels einen neuen, verstörenden Mikrokosmos, mit vom Autor eingelesenen Audiofiles und einem sechs Lieder umfassenden Soundtrack von Christoph Theussl. Coverfoto: Jeremy Bishop.

  • Edition Periplaneta
  • print ISBN: 978-3-95996-219-3
  • epub ISBN: 978-3-95996-220-9
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Tanz der Viren

9,99 € – 14,90 €

FOLKE INGMAR HESS: „Tanz der Viren“ – Science Thriller – Ein erhellender Exkurs in die dunkle Geschichte der gefährlichsten Infektionskrankheiten. PPM, Lektorat und Layout: Thomas Manegold, Coverfoto: Qadisiyah, Baghdad, Iraq by NASA on Unsplash.com

  • Edition Totengräber, ca. 296 S.
  • print ISBN: 978-3-95996-235-3
  • epub ISBN 978-3-95996-236-0
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Und die Reste ins Meer

8,99 € – 14,50 €

Andrea Limmer: “Und die Reste ins Meer” Ein Roadmovie aus der nahenden Zukunft. Ein Pflegeroboter und ein Heimbewohner wollen an die Ostsee. Lektorat: Stephanie Maucher, Korrektorat: Juliane Fröhlich, Cover: Marion Alexa Müller, Satz & Layout: Thomas Manegold, Audioproduktion: Jürgen Schweiger.

  • Edition Periplaneta, ca. 262 Seiten
  • print ISBN: 978-3-95996-229-2
  • epub ISBN: 978-3-95996-230-8
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Der Verwahnsinnigungsapparat

8,99 € – 13,50 €

THORSTEN MORAWIETZ: „Der Verwahnsinnigungsapparat“- YYYYY.online.  Ein WahnsinnsThriller. Der abgründigste aller Serienkiller ist wieder aktiv. Mit seiner mysteriösen Webseite treibt er Menschen in den Wahnsinn und formt sie zu Amokläufern und Attentätern. Lektorat: Stefanie Maucher, Cover: Holger Much,

  • Edition Totengräber
  • print ISBN: 978-3-95996-227-8
  • epub ISBN: 978-3-95996-228-5
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„Roland Albrecht: Der Chef der Familie”

8,99 € – 13,00 €

CLINT LUKAS: „Roland Albrecht: Der Chef der Familie“. Die Biografie des ehemaligen Gastronomischen Leiters im Palast der Republik, zwischen DDR-Sozialismus und Raubtierkapitalismus

  • Edition Blickpunkt
  • print ISBN: 978-3-95996-225-4
  • epub ISBN: 978-3-95996-226-1
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Soundtrack of my LifE 022: Wir sind Helden

„Wir sind Helden“ haben 2000 mit ihrem Erscheinen auf der Bildfläche und mit ihrem Debüt „Die Reklamation“ 2003 die deutsche Musikszene reformiert, reanimiert, revolutioniert … Keiner hatte sowas kommen sehen. Kam aber trotzdem. Niemand hat seitdem deutschsprachige Popmusik mit mehr Inhalt gemacht. Judith Holofernes Textwerk hatte es mir schwer angetan. Über die vier Alben haben sich die Themen logischerweise geändert und einige davon haben mich auch nicht interessiert. Aber die Art, relevante Verse mit eingängigen Melodien zu Ohrwürmern zu verschmelzen und durch Haufenreime, geistreiche Wortspiele, Sinnverschränkung und Metaphern das Mitsingen zu erschweren, hat mich nachhaltig berührt. Insbesondere ihre Zeilen für die Suizidalen und chronisch Traurigen sind mir im Kopf geblieben.

Ich erkenn‘ hier nichts wieder. Alles müde und alt.
Und ich male uns beide als Umriss aus Kreide auf den Asphalt

Du erkennst mich nicht wieder. Unerkannt
hab‘ ich dann drüben im Park meine Kleider verbrannt.

Ich erkenn‘ mich nicht wieder. Nur mein Herz, das noch schlägt
Und ich hebe die Arme, um zu sehen ob die warme
Nachtluft mich trägt.

Du erkennst mich nicht wieder. Unerkannt
flieg‘ ich ans Ende der Stadt, ans Ende der Welt –
und über den Rand.

Rund zehn Jahre nach diesem Song hier war dann leider Schluss. Und weitere 10 Jahre später, also heute, ist die deutschsprachige Popmusik in einem so schlimmen Zustand, als hätte es „Die Reklamation“ nie gegeben. Kann Frau Holofernes aber nix für. Ihre Soloschreiben reichen nicht so ganz an die alten Helden heran … haben aber auch ihre Momente für die Ewigkeit, wie „Der Krieg ist vorbei“.

#wirsindhelden #judithholofernes

Thomas MAnegold - Vision und Wahn 2019

Ab April …

Ich habe drei Termine (!) für Events (!!) in meinen Kalender eingetragen. Wir fangen wieder los. Mit der „Vision und Wahn„, mit „Ohne Wenn und Laber“ und dem „TresenLesen„. Die Lesebühne Vision und Wahn soll ab sofort nun jeden ersten Freitag im Periplaneta Literaturcafé stattfinden. Alle anderen Freitage soll es ein TresenLesen mit einem Gast geben. Für die Lesebühne „Ohne Wenn und Laber“, nunmehr am 2. Donnerstag, haben wir mit der Z-Bar in Mitte zunächst drei Termine vereinbart.

Seid gespannt, ich bin es auch.

Thomas Manegold- Schläfer in der Stadt

Lauterbach zitiert Hegel

Headline des Grauens: „Lauterbach zitiert Hegel“ (NTV)…

Das ist jetzt eine Headline? Ok, wenn er ihn gelesen hätte, den Hegel … aber ein Politiker zitiert einen Philosophen. Das ist jetzt ein Ereignis für die Journalie? Wow!

Wenn das Thema hierbei nicht so wichtig wäre, würde man sagen: Ok. Kollektive Bankrotterklärung. Insolvenzverfahren und gut. Aber ausgerechnet: „Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit“ zu nehmen, um was genau zu rechtfertigen? Den Zwang, sich mit einem nicht zugelassenen Impfstoff penetrieren zu lassen, der nicht wirkt (der keine sterile Immuniät bringt)?

Selbst Hegel hatte irgendwann eingesehen, dass da ein Subjekt ist, das ohne wie auch immer geartete Freiheit nicht existent wäre. Hegel würde dem Karl diesen Kalenderspruch übrigens um die Ohren hauen.

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ToM Manegold live @ WGT 2017 (Bild: MarioN Alexa Müller)

„HEIMATHIEBE“

Diese Veröffentlichung hat nichts an Aktualität verloren. In diesen Zeiten kann sie Trost spenden, weil sie zeigt, dass es damals, also früher … genauso schlimm war wie heute 🙂 Jetzt bei Audible und immer noch im Shop.

„Manegolds Bühnentexte bereiten zugleich Unbehagen und Vergnügen. Sie erklären Sachverhalte, die man eigentlich gar nicht so genau verstehen will.“

„Über asoziale Primaten, die Arroganz der Dummen, über Maden, Würstchen, Heringskälber und die Unerträglichkeit des Seins. Ein satirisches Textinferno, das Lachen und Weinen macht – nur eben nichts dazwischen.“

Thomas Manegold- Schläfer in der Stadt

Zu Reißerisch

Der Anlass des folgenden Textes ist die Züricher Zeitung. Die hatte nämlich festgestellt, dass „immer mehr Menschen“ in Deutschland auf die Demos gegen die Corona-Maßnahmen gehen. Dieses „immer mehr“ war einem folgsamen Bürger, nennen wir ihn Klaus, zu reißerisch, was er bei Facebook auch so postulierte … mit der Behauptung, das 63 Millionen Menschen die „Maßnahmen“ befürworten würden.


Hallo Klaus. Ich kenn dich nicht, aber dieses „reißerisch“ ist mir sauer aufgestoßen. Wenn die ZZ schreibt, es kämen immer mehr Menschen zu den Demos, das ist dann zu reißerisch?

Reißerisch ist es, von „Ausbrüchen“ zur reden, wenn sich zwei Menschen infizieren, oder von „Wellen, die uns mit Wucht treffen“ und die „wüten“. Reißerisch ist es, im September von einer Pandemie der Ungeimpften zu sprechen, ohne den Impfstatus der Betten-Insassen zu kennen … und Ende November erst damit anzufangen, überhaupt Daten zu erheben. Reißerisch ist die ganze Pandemieberichterstattung. In der Überschrift der ZZ steht doch nur, dass es „immer mehr“ werden. Was ja stimmt.
Überspitzt gesagt: Wenn in einer Stadt Montag zwei Menschen positiv wären und einen Monat später vier, dann spräche das RKI von einer Verdopplung der Fallzahlen. Und würde erst auf Seite 14 des Berichts erwähnen, dass sie dafür einen Monat gebraucht haben. Das ist reißerisch.
Und weil das so ist, haben die Menschen Angst. 63 Millionen Menschen begrüßen die Maßnahmen? In Europa? So viele freundliche Menschen gibts doch in Deutschand gar nicht. Woher weiß man das?

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22 neue Bücher

22 (Zweiundzwanzig) Werke haben wir im denkwürdigen Jahr 2021 realisieren können. 8 Kurzgeschichtensammlungen, davon 3 Anthologien, 2 Musikproduktionen, 6 Romane, davon einen auch als ungekürzte Hörbuchfassung, 2 Erzählungen, 5 Hardcoverproduktionen, 7 Werke in der Edition Subkultur, 7 Bücher in der Edition MundWerk, 3 für die Edition Periplaneta, 2 Bücher in der Edition Drachenfliege und ein Kinderbuch. Wir meinen, das kann sich sehen lassen.

Leider mussten wir einige Werke auf 2022 verschieben. Und wir bitten alle, die auf ein paar angekündigte Werke vergeblich gewartet haben, um Entschuldigung. Aber das ist, angesichts der Umstände unter denen wir und später auch die Hersteller und Logistiker gearbeitet haben, leider nicht zu vermeiden gewesen. Auch das Lektorat und die vielen Bewerbungen konnten nicht vollständig beackert werden.

Doch wir machen weiter, erste Produktionen für 2022 sind in Arbeit. Wir danken allen, die unsere Werke gekauft haben, den Autorinnen und Autoren für ihr Vertrauen, allen, die an den tollen Projekten mitarbeiteten – und darüber hinaus allen, die uns in den letzten zwei unfassbaren Jahren beistanden und uns unterstützt haben. All unsere Bücher gibt es im Buchhandel und vor allem in unserem ONLINESHOP.

Alle Periplaneta Bücher 2021

„KLIMANEUTRAL“ auf der Umverpackung von feuchtem Toilettenpapier

(Thomas Manegold für „Wider die Masse“ – Edition Subkultur)

Es kotzt mich an, wie wir aus dem Klimawandel einfach ein Mega-Geschäft machen.
Und es kotzt mich an, dass die Youngsters diese Selbstverarsche in ihrer unendlich kapitalinfantilen Art einfach mitmachen, weil sie es nicht anders kennen. Man ist vorlaut und naiv, so lange man Pampers trägt. Und in der Übergangszeit, in der alle unten ohne rumlaufen, teilen sie sich dann auf in Schinder und Geschändete. Und dann wird die Gesinnung immer brauner, wie der Chitinpanzer einer Kakerlake, die sich nicht mehr häuten kann. Erst verhärtet das Exoskelett, dann brechen die Antennen ab, dann vertrocknen die Geschlechtsteile und schließlich geben die Beine den Geist auf.

Die Kinder gehen diesen Weg, der kein leichter ist und den im Grunde keiner gehen müsste, weil die Alten es genau so vorgelebt haben, gut, die ganz Alten halt ohne Wegwerfwindeln, aber im Prinzip machen wir das so, seit der letzte Krieg vorbei ist.

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Thomas Manegold- Schläfer in der Stadt

Betonpizza, Koks und Blaue Pillen

Synchronicity Pt. 3

24 Stunden nachdem ich „Harter Stuhl“ gegoogelt habe, überrascht mich Facebook mit Abführmitteln und Holzmöbeln. Und mit „1984- Sex Crime“ von den Eurythmics.

Die Pizzeria meines Vertrauens hatte selbiges gerade verspielt, weil eine Pizza sich kurz unterhalb meiner Speiseröhre zu einem Betonklumpen verdichtet hatte, der seitdem langsam die Eingeweide entlangschleicht.

Weil sich Facebook sicher ist, dass ich noch lebe und mir Medikamente verkaufen will, die über den Placebo-Effekt und Geldbeutelinhaltsverkleinerung hinaus keine Wirkung zeigen, beruhige ich mich. Weil die Kugel in meinem Inneren zu stechen anfängt, mache ich einen Corona-Test.
Negativ.
Ich versuche zu arbeiten.
Negativ.
Ich versuche, etwas Sinnvolles zu machen. Abwaschen.
Negativ. Das kleine Alien in mir bestraft jede Form der Bewegung.
Also beschäftige ich mich mit dem, was Facebook mir vorschlägt: Dünnschiss und Verstopfungen. Risiken und Nebenwürgungen.

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Thomas Manegold- Schläfer in der Stadt

We are the good guys

Synchronicity PT. 2

Frankfurt am Main 2021. Buchmesse. Die erste seit der Pandemie. Dass sie mit Publikum ist, muss man extra erwähnen. Sieht man nicht. Wenn ich einen Verlag hätte, wäre der nicht dabei, weil mir ein paar Tausend Euro für eine Butze in einer leeren Halle einfach zu teuer wären.

Jetzt boykottieren einige als Vorlesende angekündigte Autorinnen und Autoren medienwirksam die mehrere Quadratkilometer große Messe, weil ein paar Verlage daran teilnehmen, die sie dem neurechten Spektrum zuordnen. Manche rufen gar zum Boykott der ganzen Messe auf. Obskure Kleinverlage erstehen aus der Versenkung auf und behaupten jetzt, dass sie die Messe aus Überzeugung boykottiert haben. Und da wird auch mal Karl Popper bemüht und die Theorie vom Ende der Toleranz, weil die Nicht-Toleranten die Toleranten wegbeißen werden. Das ist keine Philosophie. Das ist eine langweilige Selbstverständlichkeit, wie „Wasser ist nass.“ Ebenso so, wie der Umstand, dass die Beißenden in diesem Bild am Ende die Intoleranten sind. Wer zuerst beißt, hat halt gewonnen.

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