Neuauflage: Morbus Animus mit neuem Cover

Zwischendrin war dann doch noch Zeit, meine seit einiger Zeit vergriffene Kurzgeschichtensammlung „Morbus Animus“ neu aufzulegen. Das Buch ziehrt nun ein neues Cover, der Satz wurde ein bisschen angepasst, sonst ist alles gleich geblieben.

Eine Frau kniet vor einer Kloschüssel und denkt an Villon, ein älterer Herr zerbricht an einem Post-traumatischen Erlebnis und ein DJ schäumt, aber nicht vor Wut… Sie alle werden missbraucht als Projektionsfläche für einen Alptraum, aus dem Michael E. immer wieder aufzuwachen versucht, was sehr schwierig ist, weil er gar nicht schläft. Denn er sitzt in der Geschlossenen und reflektiert, was die Stimmen in seinem Kopf erzählen.
Gott hat die Szene längst verlassen. An der Fernbedienung sitzt ein Irrer, der sich in fragmentarischen Kurzgeschichten durch seine Erinnerungen, Erlebnisse und die Schicksale seiner Mitirren zappt.

„Morbus Animus“ vermischt sarkastische Kurzgeschichten mit Existenzphilosophie und birgt ein Buch im Buch, das vielleicht nicht nur für Michael E. eine reinigende Wirkung hat …

 

Das Buch gibt es jetzt im Periplaneta-Shop wahlweise als Softcover, E-Book oder Kindle.

 

Morbus Animus kaufen

THOMAS MANEGOLD, Marion A. Müller: „Morbus Animus“ Psychopathische Geschichten und Tiraden
Neuauflage 2019, 186 S., 19×13,5cm, ISBN 978-3-95996-178-3., mit neuem Cover

Winter und Weihnachten

Ich würde ja jetzt gern sagen: „He, kauft mein Buch und verschenkt es an alle, die ihr kennt … aber ich komm einfach nicht dazu, ein neues zu schreiben. „Heimathiebe“ ist auch schon ein bisschen her und selbst an der Neuauflage von „Morbus Animus“ bastle ich schon viel zu lange… die wäre wenigstens echt weihnachtlich 🙂

Aber es werden 2019 wieder 26 Bücher sein, die Periplaneta der Welt schenkt. Und ich denke, dass in unserem Katalog, der ja nun schon über 12 Weihnachten alt ist,  für jeden was dabei ist. Ihr müsst also nicht in die Einkaufshöllen pilgern, wie die ganzen Unwissenden. Einfach online bestellen. Und wenn ihr nicht wisst, was zu eurer 12jährigen Oma passt, die ein obscures Hobby hat, dann fragt einfach mich, ich hab die Bücher alle gelesen.

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Thomas Manegold -Alive after WGT17

Herbstbücher bei Periplaneta

Oktober 2019 ist der gesundheitliche Gesamtzustand meiner menschlichen Umwelt, sagen wir mal … optimierbar. Und auch ich habe wohl stressbedingt ein paar meiner Restfedern lassen müssen. 🙂 Familiär- und arbeitsbedingt werde ich Berlin wohl bis zum  Jahresende nicht mehr verlassen. „Nur“ die Auftritte auf den eigenen Bühnen – und mit einem gesunden Respekt habe ich festgestellt, dass es noch ganz schön viele Veranstaltungen sind, bis das Jahr endlich rum ist.

Stellvertretend für eine ganze Reihe von neuen Büchern, die ich (mit)produziert habe und die man auf Periplaneta bestaunen und kaufen kann, so man will, möchte ich hier zwei vorstellen. Beide Bücher sind Projekte, die unsere neue Lektorin Laura Alt betreut hat, die beängstigender Weise oftmals die gleichen Sachen gut findet wie ich. Machmal sind es auch die selben:


coverwebHC ROTH: „Wie aus mir kein Rockstar wurde“
Die ganze Wahrheit über HC Roth, Die Fetten Nelken, Fäidaboll und Österreich.

  • Edition Subkultur, ca. 200 S.
  • print ISBN: 978-3-943412-49-9
  • epub ISBN: 978-3-943412-50-5

Wie überlebt man als Punk in der Provinz? Wie überlebt man eine Klosterschule? Wie überlebt man als Vegetarier in Österreich? Wie überlebt man ein Konzert, ohne sein Instrument zu beherrschen? Wie überlebt man dreckige Tattoostudios, Sprünge von Brücken und Zugverspätungen? Und wenn man all das überlebt hat, wieso ist man dann eigentlich kein Rockstar geworden?

HC Roths neue Textesammlung handelt von ihm selbst. Von seiner Kindheit und einer Jugend in Österreich. Die Parallelen sind erschreckend. Ich glaube, jede(r) Andersseiende oder Andersgewesene, der nicht in einer Metropole großgeworden ist – und das sind nunmal, wegen der wenigen Metropolen im deutschsprachigen Raum, die meisten – wird sich in diesem Buch wiederfinden. HC Roth ist 40. Er ist erwachsen geworden und Kind geblieben. Er hat sich nicht verraten und kann wunderbar über sich selbst lachen.

Ich find das schön.

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coverweb-1Michael Schöpf „Ham & Axe“
Sicherer Hafen für die einen – Schlachtbank für die anderen.

  • ca. 260 S., Edition Totengräber
  • print ISBN: 978-3-95996-130-1
  • epub ISBN: 978-3-95996-131-8

Lass Dich in 16 bitterbösen Mordgeschichten in das „Ham & Axe Hotel und Spa“ entführen und erfahre mehr über die Kunst des Tötens, Geheimcodices zwischen Gangstern, die fünf goldenen Regeln des Hotels und warum Du niemals nach einem Zimmer „mit schöner Aussicht“ fragen solltest …

Endlich wieder ein böses Buch. Nix für schwache Nerven, denn hier wird exzessiv gemordet und gestorben. So etwas kennen die meisten nur aus irgendwelchen Filmen. Ham & Axe ist schlau inszenierter Exzess, mit Metaphern gespickte Boshaftigkeit und wird dann richtig beängstigend, wenn die Realität an die Tür klopft. Das ist dann meistens die Hintertür. Und das ist dann genau mein Humor.

PREMIERE IST IN BERLIN AM SAMSTAG, DEN 5. OKTOBER BEI PERIPLANETA. Mit Autor. Und keine Angst, der Schöpf ist, wie die meisten Besessenen, ein ganz Netter.

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Soundtrack of my Life: (20 Tool „Pneuma“)

Pneuma
Reach out and beyond
Wake up remember
We are born of one breath, one word
We are all one spark, eyes full of wonder

(vom Album „Fear Inoculum“ 2019)


Soundtrack of my Life

www.manegold.de

Soundtrack of my Life: (19 Tool „Parabola“)

Dieser Körper, der mich hier hält,
erinnert mich an meine Sterblichkeit.
Umarme diesen Moment und erinnere dich.
Wir sind ewig und dieser Schmerz ist eine Illusion.

(vom Album „Lateralus“ 2002)


Soundtrack of my Life

www.manegold.de

Neuer Text „Bugfixes“

Bugfixes (oder: Karl der Käfer wurde nicht gefragt)

Zum Thema „Bugfixes“ habe ich auf meiner Lesebühne Vision und Wahn mal wieder einen neuen Text verlesen.

Wie einst Robert A. Heinlein (oder für Analphabeten: Paul Verhoeven) richtig erkannte, sind die Insekten bald die neuen Chefs auf Erden …  Sein STARSHIP TROOPERS, eine leicht faschistoide Science Fiction, in der interstellare Insekten, gesteuert von sogenannten BRAINBUGs, die Erde angreifen, ist nämlich nur eine Vorwegnahme dessen, was uns ganz und gar ohne Aliens ereilen wird….

 

Ja, es ist wieder einmal eine gewagte These über die Wirklichkeit an sich, über Insekten, dem Fehler im System, über das Tier in uns und den dritten Weltkrieg. Wie immer 🙂 Der Text in seiner ganzen Gänze ist auf der Vision & Wahn Seite veröffentlicht worden.

BUGFIXES AUF VISION UND WAHN

Die neuen Bücher bei Periplaneta

Das ist mein Sohn Konstantin, der mir gerade zeigt, wo es langgeht. Ich habe es spontan: „Der Zeiger in der Gerste“ getauft, weil ich ja was mit Büchern mache. Und weil das rechts neben ihm ganz sicher eines Tages Bier werden wird. Und das, worauf er zeigt, das Meer ist. Wir haben also sogar Urlaub gemacht. Trotz KNV-Pleite. Und natürlich sind wir hingefahren und nicht hingeflogen. Obwohl wir uns das eigentlich nicht leisten können.

Ja. Marry und ich leben noch. Nicht wegen, sondern trotz der staatlichen Mechanismen, die Kindern und Eltern eigentlich helfen sollen. Es ist für Menschen wie uns extrem Scheiße, in diesem Land ein Kind zu bekommen. Das liegt aber nicht an den Flüchtlingen oder an den Türken, sondern an der Bürokratie, am Kapitalismus an sich – und daran, dass unser Lebensentwurf, so konsumfrei und selbstbestimmt, schon ein bisschen ausgefallen ist. Wenn das jeder machen würde, dann … aber egal …

Obwohl unser neuer Chef bereit und neugierig ist, wird das mit der Kita wohl erstmal nix. Auch wenn Prostitution in diesem Land legal ist, geht uns das Procedere ein bisschen zu weit. Aber er und wir machen schon eine extrem gute Figur, wie ich finde. Der Laden läuft. Inzwischen haben wir mit Laura auch eine tatkräftige Vollzeit-Unterstützung gefunden und so langsam groovt sich der stressige Alltag mit Kind auch ein. Irgendwann wird Konstantin hier unentbehrlich sein und dann haben sie eben alle geloosed, diese Kitas … pah.

Dennoch werden bei Periplaneta permanent weiter monatlich Bücher veröffentlicht. Und was für welche … Immer wenn es stressig wird, leidet als erstes ja immer die Berichterstattung darunter.

Deswegen hier nun, stellvertretend für alles andere, was wir so permanent tun, voila, das Spätsommerprogramm von Periplaneta:

Weiterlesen „Die neuen Bücher bei Periplaneta“

Thomas Manegold -Alive after WGT17

Die neuen Bücher in der Edition Subkultur

Seit über einem Jahr bin ich Papa. In Vollzeit. Und glücklich. Außerdem arbeite ich noch, auch in Vollzeit … und auch glücklich. Als Mediengestalter, als Produzent und Bühnenmensch. Deshalb telefoniert mein Sohn auch mit allem, was rechteckig ist und er spricht in alles hinein, was auch nur ansatzweise wie ein Mikrofon aussieht. Auch jenseits dieser Verhaltensauffälligkeiten hat mein Tun Ergebnisse 🙂

In der Edition Subkultur hat sich in den letzten Wochen / Monaten einiges getan. Das äußert sich natürlich vor allem in neuen Releases. Doch die Edition Subkultur hat nun auch äußerlich ein Lifting bekommen. Die Webseite wurde vereinfacht. Und die Templates der Bücher wurden überarbeitet. Es gibt seit Beginn 2019 (nur noch) zwei Softcover-Formate, ein großes  (20,6 x 13,5 cm) und ein kleines (19,5 x 12 cm).  Alle Neuerscheinungen werden ab sofort direkt über unseren Shop sowohl als Buch als auch als E-Book / Kindle erhältlich sein. Und in Kürze wird sich auch personell noch etwas tun. Und das sind die ersten Releases der Edition Subkultur anno 2019: Weiterlesen „Die neuen Bücher in der Edition Subkultur“

2019 findet das WGT ohne mich statt

Hallo Welt.

Das Wave Gotik Treffen 2019 zu Leipzig findet ohne mich statt. Zwar wäre ich wieder gerne dabei gewesen und auch seitens des WGT ward Interesse bekundet, jedoch zwingt mich die Situation im Verlag und in meiner Familie dazu, diesmal zu Pfingsten auszusetzen. Und dass keine Gerüchte aufkommen: beiden geht es gut.

Also keine Lesung. Kein Göttertanz. Ich hoffe auf euer Verständnis und wünsche allen ein tolles Festival.

ToM

Soundtrack of my Life ( 18 Alice in Chains „Dirt“)

Zum Todestag von Layne

Alice in Chains waren bis zum Tod ihres Leadsängers Layne Staley die Lösung aller Depressionen. Entweder es ging dir nach dieser Hölle besser – oder Du bist halt gesprungen. Ein fairer Deal.

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Thomas Manegold - Der Schläfer in der Stadt (c) periplaneta 2014 - All rights reserved

Deutschland über allen.

Rammstein gehören zu den Helden meiner zweiten Jugend. Inzwischen ist sogar die dritte fast vorbei – und ich hatte mich schon beim Teaser gewundert, dass ich überhaupt noch einmal was Relevantes von dieser Band zu hören bekomme. Jetzt steigen allerortens die verlebten und bürgerlich gewordenen Zombies und Zombines aus den Reihenhausgräbern und verteidigen die alten Männer bis aufs Blut. Warum, wissen wir selbst nicht. Wir müssen das einfach tun. Weil wir nicht anders können. Ich wundere mich gerade auch über mich selbst. Aber Rammstein ist nunmal ein bisschen mehr als Spätpubertätseskalation und Teutonenmetal. Viel mehr.

Für die ganz Langsamen: Es geht um das Lied „Deutschland“ der deutschsprachigen Stromgitarrenmusikgruppe Rammstein:

Das Musikvideo hat zu dem Zeitpunkt, da ich den Text schreibe, über 20 Millionen Clicks. Eigentlich ist damit alles gesagt, wäre die Band nicht Rammstein und das Thema nicht  „Deutschland“. Die Band hat an PRovokation in ihrem Bestehen seit Mitte der 1990er Jahre so ziemlich alles schon durch. Und ja, auch alles richtig gemacht. Sie ist ein Superlativ und so dermaßen oft kopiert und nie erreicht worden, dass Kritik an ihrem Werk und ihrer Selbstinszenierung schon beinahe albern rüberkommt. Aber wohl auch immer eine … (ToM duckt sich) … NEIDdebatte ist.

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Soundtrack of my life (17 Voivod „Dimension Hatröss“ Album)

Meine Musik der 80er 🙂 Konzeptalbum. Psychedelic Prog-Punk-Jazz-Metal aus Kanada. „Dimension Hatröss“ erschien 1988, vier Jahre bevor F&J / Metallica Bassist Jason Newsted bei Voivod einstieg. Gitarrist Dennis DÀmour, der im Wesentlichen für die Songs verantwortlich ist, starb im Jahr 2005.  Das Album ist zeitlos. Sowohl musikalisch, als auch thematisch. (1988 gab es Windows 2.0. den C64 , Apple hatte gerade sowas wie ein grafische Oberfläche entwickelt und die Maus als Eingabegerät entdeckt. Das Konzept und die Gestaltung stammten von Schlagzeuger Michel Langevin.

„In der Geschichte geht’s um diesen gigantischen Teilchenbeschleuniger, der durch einen Mini-Urknall ein Mikrouniversum im Labor kreiert, in das dann der Voivod reist, um die Evolution zu studieren. Leider endet die ganze Chose in einem Krieg mit apokalyptischen Ausmaßen, woraufhin der Voivod versucht, das Experiment abzubrechen, weil es ein völliger Fehlschlag ist.“

Michel Langevin in Rock Hard Nr. 269
  • Killing Technology (1987, Noise Records)
  • Dimension Hatröss (1988, Noise Records)
  • Nothingface (1989, MCA Records)
  • Angel Rat (1991, MCA Records)
  • The Outer Limits (1993, MCA Records)

Voivod gibt es heute noch: www.voivod.com