Lesebühne Vision und Wahn am Montag

Am 6. Juli zu Gast: Konrad Endler und Guido Kreutzmüller.

Heute sind es zwischen der Außen- und Innentemperatur bei uns im Periplaneta Literaturcafé 18 Grad Unterschied gewesen. Ich hab mich nicht rausgetraut. War zu heiß. Dank Nordseite und Unterkellerung sind wir drinnen wohltemperiert. Grad mal knapp 20 Grad, wenn niemand da ist …

Ich freu mich auf unsere allmonatliche Lesebühne. Diesmal ist das Thema “Der rechte Weg” . Wir feiern Konrad Endlers neuen Release und wir werden gefühlvollen Großstadtfolk von Guido Kreutzmüller hören, Marry wird erzählen, wie Christoph Theussl vor laufender Kamera in Bayern 10 000 Menschen zum Lachen gebracht hat. Und das alles wird passieren, egal wie die Griechen abgestimmt haben oder wie das Wetter wird.

Lesebühne
Montag, 6. Juli 20 Uhr
Periplaneta Literaturcafé Berlin
Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehn.

www.visionundwahn.de

Samstag: Lesen, um die Welt zu retten.

Periplaneta bei 24 Stunden Neukölln.
Das mit dem Weltretten ist eine spannende Sache. Seit 2007 ist diese Absicht ein zentraler Punkt bei Periplaneta. Nun versteht ja jeder unter “Welt” etwas anderes. Um sie zu retten, so habe ich zumindest erfahren, müssen einige Dinge getan werden, die vielen Menschen nicht gefallen. Denn eine Menge Primaten spielen sich als Retter auf, obwohl sie eigentlich das Problem sind. Und manchmal bin ich mir auch nicht mehr 100%ig sicher, ob die Welt überhaupt gerettet werden will. Auf jeden Fall bin ich heute beim Retten mit dabei, ob die Welt nun will oder nicht.
Lesen, um die Welt zu retten! Im Rahmen von 48 Stunden Neukölln findet in der Sankt Richard Kirche die längste Lesebühne Berlins statt. Einige der besten Berliner Lesebühnenautoren, Slam Poeten und Liedermacher / Singer-Songwriter kommen, um die Antwort auf die Frage zu finden: Kann Kunst die Welt retten?Aus dem Periplaneta-Verlagshaus sind mit dabei:
Mareike Barmeyer, Gary Flanell, Marion Alexa Müller und Thomas Manegold.
  • 27. Juni – 18:00 – 00:30
  • Braunschweiger Straße 18, 12055 Berlin
  • Der Eintritt ist frei!

Life after Urlaub

Fünf Tage nach dem Ausstieg ist mir der Einstieg noch nicht so ganz gelungen. Ich schlafe beim Schneiden von wirklich witzigen Texten ein. Photoshop ist mir zu schnell, Indesign zu langsam, was aber auch an den neuen Versionen liegen kann. Ich versteh nicht, wieso der Typ fürs Frautotschlagen nur drei Jahre bekommt und ich versteh nicht, wieso alle sagen, drei Jahre seien viel zu viel. Warum setzt man nicht Barsche oder Haie im Mittelmeer aus, wenn man die Flüchtlinge nicht rausangeln will und so Angst hat, dass das Meer umkippen könnte? Warum haben die Griechen so wenig Angst vor dem Euroaustritt und wir so viel?  Warum löst man den Bundestag nach dem Offenbarungseid im Umgang mit Computern nicht einfach auf? Oder schließt von außen zu, wirft den Schlüssel weg und stellt den Strom ab? Was leisten wir uns da eigentlich? Unbetreutes Wohnen? Braucht ein sattes, unmündiges Volk wirklich eine satte, unmündige Regierung? Oder vielleicht doch einen Krieg?

Und warum ist eigentlich die Erstauflage von Endlers Beitrag für die Weltrevolution noch nicht abverkauft …

REINHÖREN

Neu als Download und vegane CD zu haben.

Urläubchen auf Usedom (Tag 7)

Usedom Achterwasser

Kurz vor Beginn der Hauptsaison kann Usedom unglaublich kitschig, unerträglich schön und unendlich friedlich sein. Frösche quaken. Und irgendwelche Vögel mit unendlich langen, schlanken Beinen stehen überall rum. Wahrscheinlich wegen der Frösche. Die Urlauberdichte ist nur an den Trögen und Tränken ein bisschen problematisch, doch selbst Frauen müssen vor den Klos nicht anstehen. Urläubchen auf Usedom (Tag 7) weiterlesen

Urläubchen auf Usedom (Tag 6)

Erdmännchen
Früh immer ganz wichtig: Erstmal schauen, wie das Wetter ist.

Wolgast ist eines von zwei Toren zur Insel Usedom. Es hat, außer den üblichen Truman-Show-Kulissen und einer Brücke, die man auf- und zumachen kann, noch einen Tierpark zu bieten. Dieser ist allerdings schwer zu finden. Hat man ihn aber einmal erreicht, dann kann man dort gemeinsam mit vielen seeehr niedlichen Tierchen die Ruhe und den Frieden genießen. Weil die anderen Tierparkbesucher den Tierpark ja noch suchen. Es ist also manchmal von Vorteil, wenn man cleverer als der Rest der Welt ist. Urläubchen auf Usedom (Tag 6) weiterlesen

Urläubchen auf Usedom (Tag 5)

UseToM Strandspaziergänge sind Balsam für die Psyche und richtig schlecht für den Teint. Wegen des Windes und der doch eher niedrigen Temperaturen merkt man nicht, wie die Sonne brennt. Weil man sich sehr lange in eine Richtung bewegt, fühlt man sich am nächsten Tag wie ein kleines ungewendetes Steak. Und sieht auch partiell so aus.  Dank Lichtschutzfaktor 33  und eines eher konservativen Kleidungsstils bin ich aber nach 10 Kilometern noch immer weiß wie Toastbrot.

Auf dem Weg nach Koserow begegneten mir nasse Hunde, viel nackte, rothäutige Menschen und eine Sprotte, die ganz offensichtlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Wir haben sie, wie man das im Fernsehen bei den Walen sieht, mit Wasser bespritzt, wiederbelebt und mit vereinten Kräften zurück ins Meer geschoben. Urläubchen auf Usedom (Tag 5) weiterlesen

Urläubchen auf Usedom (Tag 4)

Ich war mutig. Ich war im Wasser. Kniestrumpfbundtief… Der Fuß ist immer noch unterkühlt. Meine Nachbarn hören NDR 1 und singen manchmal mit. Es sind alles Lieder, die mich an unrühmliche Dinge aus dem Kambrium meines Lebens erinnern, die ich glaubte, längst vergessen zu haben.

Zinnowitz ist auch für seine überall im Promenadenpark herumstehenden Holzskulpturen berühmt. Als verantwortungsbewusster Urlauber habe ich die besten fotografiert. Ohne jemanden danebenzustellen.

Skulptur auf Usedom

Ich weiß nicht ob der Mensch, der bei diesem Bild Modell gestanden hat, noch lebt, aber diese Skulpturen machen Staunen und wollen so gar nicht ins Klischee passen. Denn nirgendwo sonst hat die subventionierte Zivilisierung einer Region solche originiellen, mitunter kauzigen Touristenattraktionen geschaffen: Tauchglocken, die Urlauber versenken, ein Lift-Restaurant, dass alle Stunde zwei Meter nach oben fährt, damit man besser übers Flachland schauen kann, jemand, der die chinesische Terrakottaarmee nachgebaut hat… (für die agyptischen Pyramiden hatte es dann doch nicht gereicht) … ach, und dieser Park, wo die Häuser auf dem Kopf stehen… Urläubchen auf Usedom (Tag 4) weiterlesen

Urläubchen auf Usedom (Tag 3)

Zinnowitz ist niedlich. Sein Zentrum versprüht den Charme eines Verkehrslehrgartens einer Fahrschule für die Kinder reicher Eltern. Vielleicht will es aber auch einfach genau so idyllisch sein, wie der Potsdamer Platz zu Berlin metropolitanisch sein will. Manchmal möchte man einfach hinter die Häuserfronten schauen, ob die Hütten echt sind. Sind sie. Jedenfalls in Zinnowitz.urlaub3Vielleicht drehen sie aber hier auch gerade eine deutsche Version der Truman-Show. Der Rasen ist nämlich überall, wirklich überall 4 cm lang und auch die scheinbar zufällig herumliegenden Kiefernzapfen folgen ganz bestimmt einem Muster. Ich habe manchmal Angst, dass ein Scheinwerfer vom Himmel fallen könnte.

Urläubchen auf Usedom (Tag 2)

Urlaub auf Usedom Tag 2
Auf Usedom ist alles noch nach Osten ausgerichtet. Auch die Strandkörbe.

Es ist Vor-Saison. Das hat einige Vorteile: Die Spritzbestecke der Mücken sind noch weitgehend unbenutzt. Die Zecken in den Kniekehlen hatten dieses Jahr bisher höchstens ein oder zwei Hunde. Es gibt unrationiert frischen Fisch und kaltes Eis und mehr Hunde als Kinder am Strand. Niemand muss am Klo anstehen. Keiner pinkelt in die Dünen. Der Pool ist riesig und noch sehr sauber. Und man muss die Sonne mit niemand anderem teilen.

Nachteil: Die Ostsee hat gerade eine Wassertemperatur von geschätzt 1,5 cm. Das kann allerdings auch daran liegen, dass der Nordpol schmilzt und das ganze Eiswasser in die Ostsee läuft.

Urläubchen auf Usedom (Tag 1)

urlaubDer Sand unter den nackten Füßen quietscht, als würde man auf Hundewelpen treten. Aus dem Kiosk tropft Bier und “Junge komm bald wieder” von Freddie Quinn. Die Heimat des Schlagersängers war nie der Ozean, wie er nach dem zweiten Bier aus dem alten Kofferradio hinter den Matjeskübeln tönt. Freddie stammt aus Österreich, wo es gar kein Meer gibt. Hinter den Dünen flanieren rote Rentner über EU-subventionierten Beton. Die Hunde sind glücklich.

Subkultur Lesung im Periplaneta Literaturcafé

SubkulturNeben den monatlichen Üblichkeiten ereilt die Welt am Freitag eine Subkultur Lesenacht im Periplaneta Literaturcafé. Ich freue mich auf Gary Flanell und auf HC Roth, die beide aus ihren Werken Texte lesen werden. Unterstützt werden wir von Mädchen aus Berlin, einer wirklich passionierten Straßenmusikerin, die bereits als Gast während einer Vision und Wahn Lesebühne beeindruckte.

Ich werde am Freitag auch und vor allem Sachen lesen, die ich nicht selbst geschrieben habe. Denn in  der Edition Subkultur sind bereits viele Bücher erschienen. Ich sorge also für eine Art Best Of. U.a. lese ich was aus Heiko van der Scherms “Die Aristokraten” und  aus Michael Schweßingers “Vaterland ist abgebrannt”.

FR. 05.06.15 20 h PERIPLANETA LITERATURCAFÉ BERLIN

Der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehn.

Lesung im Riverboat in Leipzig

Kurz vor Abreise ins schwarze Leipzig noch ein paar Einzelheiten zu meiner Lesung: Ich lese Samstag ab 16 Uhr in der neuen WGT-Lese-Location Kulturhafen Riverboat in der Erich-Zeigner-Allee 45, 04229 Leipzig-Plagwitz.

Ich werde unterstützt von Verlagschefin Marion Alexa Müller, die mit mir einen Dialog und einen eigenen Text vortragen wird. Ich bringe ein paar neuen Sachen mit und … ups … ich habe bemerkt, dass an jenem Samstag vor 10 Jahren ich das erste Mal auf dem Wave Gotik Treffen gelesen habe. Deshalb werden wir wohl um ein paar Nostalgien nicht herumkommen :-)

Mein Soloprogramm heißt seit 2014 „Der Schläfer in der Stadt“ – und behandelt mit Kurztexten, Kolumnen und Reimen die wichtigen Themen des Lebens: das Miteinander, Burn-out, Weltschmerz, Sinnsuche, Religion, Alltagswahn und natürlich die Liebe… Der Inhalt verändert sich ständig, es geht auch um aktuelle Themen und eben nicht nur darum, aus den veröffentlichten Büchern vorzulesen.  Darüber hinaus sind die Tränen echt … Ich freue mich über jeden Zuhörer.