NEU: Jeden Freitag TresenLesen

Texte, Drinks & Rock´n´Roll

Am Freitag, den 24.1. 2020 beginnt etwas Neues: Das Periplaneta TresenLesen. Konzept: Die Bar ist die Bühne. Bei mir an der Periplaneta Bar sitzen drei KünstlerInnen. Es wird gelesen und geredet. Und getrunken. Mit von der Party sind gestandene Autorinnen und Autoren und die berühmten „Mitglieder zahlreicher Gruppierungen des organisierten Vorlesens“, die jeder eigene Texte vorlesen werden. Ab und zu wird sich auch mal ein Musikus oder eine Musikcousine in unser LineUp verirren. Und das Beste ist: Der Wahnsinn ist ab sofort wöchentlich.

Freitag, d. 24.1.20: Premiere
Clint Lukas, Meikel Neid, Jane Steinbrecher

Freitag, d. 31.1.20:
Johannes Krätschell (Leseduell), Annette Flemig (Tempel Slam), Bastian Mayerhofer

Freitag, d. 7.2.20:
Volker Surmann (Brauseboys), Michael Bittner (Zentralkomitee Deluxe), Johannes Kubin

Freitag, d. 14.2. 20: Valentinstag
Mareike Barmeyer (Rakete 2000), Heiko Werning (Brauseboys), Roman Shamov

Freitag, d. 21.2.20: Subkultur Special
Joost Renders (hop on hop off buchpremiere), Christian Schmitz, Kristjan Knall

Freitag, d. 28.2.20:
Ulrike Helms, Klaus Ungerer, Eva Wunderbar

Freitag, d. 6.3.20:
Thilo Bock (Brauseboys), Marien Loha, Mädchen aus Berlin

Freitag, d.13.3.20: (Periplaneta geschlossen)
TRESENLESEN AUF DER BUCHMESSE IN LEIPZIG

Freitag, d. 20.3.20 Subkultur Special
Falk Fatal (Polytox, Front), Joost Renders , HC Roth

Freitag, d. 27.3.20
Aidin Halimi (Couchpoetos), Christian Bartel (Ferkel im Wind), Mathias Wildenbruch

Freitag, d. 3.4.20
Paul Weigl, Roman Israel (Reformbühne Heim & Welt), Mädchen aus Berlin

Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Vorverkauf 6,- €, Abendkasse 8,- €

TICKETS

Thomas Manegold - Der Schläfer in der Stadt (c) periplaneta 2014 - All rights reserved

Weltretten oder: Euer verlogener Altruismus kotzt mich an!

ZITAT: „Ich höre es leider immer noch viel zu oft: ,Warum sollte ich denn auf dieses und jenes verzichten, wenn ALLE ANDEREN es doch auch nicht tun?‘ Auch ich finde es toll, nach Malle zu fliegen oder mich shoppend durch die Konsumtempel treiben zu lassen, aber…“

Und dann folgen die arrogantesten Verlautbarungen, die man so absondern kann: „Wir sollten Vorbild sein“, „Kleinvieh macht auch Mist“, „Wir Erstweltler müssen den Drittweltlern doch zeigen, dass man nicht auf den Tisch kackt.“, „Unseren Kindern zu liebe.“ Und man sieht erigierte Geschlechtsteile der Äffinnen und Affen, während sie sich selbstgefällig in aller Äffentlichkeit in Selbstlosigkeit baden, weil sie nur noch einmal im Jahr in einem ärmeren Land sich den Übermenschen raushängen lassen oder nur noch besiegelte Waren einkaufen.

Denn damit wir unsere Maßlosigkeit nicht merken, gibt es jetzt das Tierwohl-Label, diverse Biolabel, den grünen Punkt und den grünen Knopf – alles Erfindungen, die die Zweifler weiter Konsumieren lassen sollen. Doch der grüne Knopf sagt nur, dass die Frau, die diesen Knopf angenäht hat, auf 90 Quadratzentimetern arbeitet, statt auf den üblichen 70 Quadratzentimeter. Würde man sie wirklich gerecht bezahlen, würde sie so dick werden, dass selbst die 90 Quadratzentimeter nicht mehr reichen würden. Fairness ist das Tor zur Maßlosigkeit der Anderen. Der grüne Punkt sagt, dass Du blöder Konsument dafür bezahlt hast, dass diese Verpackung ordnungsgemäß recycelt wird. Das heißt aber nicht, dass die Tüte nicht doch einfach in Polen verbrannt wird. Weiterlesen „Weltretten oder: Euer verlogener Altruismus kotzt mich an!“

Thomas MAnegold - Vision und Wahn 2019

Friedensweide und der Junge, den es niemals gab.

Periplaneta am Ende 2019

akilahwebSo aufs Ende vom Jahr hin drehen wir dann doch nochmal richtig auf. In den stürmischen Zeiten der Lauten und Einfältigen empfehle ich, bei Schenkungen an sich und andere darauf zu achten, dass diese Dinge nützlich sind und vielleicht sogar die Weisheit mehren. Ihr wisst schon, diese leckere Mischung aus Intelligenz, Bildung und Erfahrung. Den Einfältigen, also denen, die blöd sind und sich schlau meinen, würde ich gern entgegenbrüllen, dass … aber dann wäre ich einer von den Lauten. Ich gehöre gerade viel lieber der schweigenden Minderheit an, denn von allen Kanzeln dieser Welt blubbert uns aus hohlen Köpfen so ein abgrundtief leeres Gefasel entgegen.

Politiker beiderlei Geschlechts sondern Kalendersprüche und Werbebotschaften ab, während ausgerechnet die Satiriker, StandUp-Künstler und Kabarettisten für Wissen, Aufklärung und Aufsehen in der Politik sorgen. Das Schöne dieser erbärmlichen Entwicklung ist also, dass die Künstlerinnen und Künstler wieder gesellschafstkritisch, gesellschaftsprägend, politisch und parteiisch werden (was nicht dasselbe ist!).

friedenswebBei Periplaneta haben wir am Ende des Jahres in unseren Novitäten auch zwei latent politische Werke stehen. Dem einen sieht man es nicht an: Florian Langbeins Roman „Friedensweide“ beschäftigt sich mit der Xenophobie in dünn besiedelten Gebieten.

„Akilah und die Legende von Bashir“ von David Jonathan zeichnet eine Flucht nach, thematisiert aber auch das Phänomen der Heldenbildung und was die Medien damit zu tun haben.

26 Bücher werden es 2019 sein. 26 neue Werke, mit denen wir die Welt zu bereichern gedenken.

 

 

Neuauflage: Morbus Animus mit neuem Cover

Zwischendrin war dann doch noch Zeit, meine seit einiger Zeit vergriffene Kurzgeschichtensammlung „Morbus Animus“ neu aufzulegen. Das Buch ziehrt nun ein neues Cover, der Satz wurde ein bisschen angepasst, sonst ist alles gleich geblieben.

Eine Frau kniet vor einer Kloschüssel und denkt an Villon, ein älterer Herr zerbricht an einem Post-traumatischen Erlebnis und ein DJ schäumt, aber nicht vor Wut… Sie alle werden missbraucht als Projektionsfläche für einen Alptraum, aus dem Michael E. immer wieder aufzuwachen versucht, was sehr schwierig ist, weil er gar nicht schläft. Denn er sitzt in der Geschlossenen und reflektiert, was die Stimmen in seinem Kopf erzählen.
Gott hat die Szene längst verlassen. An der Fernbedienung sitzt ein Irrer, der sich in fragmentarischen Kurzgeschichten durch seine Erinnerungen, Erlebnisse und die Schicksale seiner Mitirren zappt.

„Morbus Animus“ vermischt sarkastische Kurzgeschichten mit Existenzphilosophie und birgt ein Buch im Buch, das vielleicht nicht nur für Michael E. eine reinigende Wirkung hat …

 

Das Buch gibt es jetzt im Periplaneta-Shop wahlweise als Softcover, E-Book oder Kindle.

 

Morbus Animus kaufen

THOMAS MANEGOLD, Marion A. Müller: „Morbus Animus“ Psychopathische Geschichten und Tiraden
Neuauflage 2019, 186 S., 19×13,5cm, ISBN 978-3-95996-178-3., mit neuem Cover

Winter und Weihnachten

Ich würde ja jetzt gern sagen: „He, kauft mein Buch und verschenkt es an alle, die ihr kennt … aber ich komm einfach nicht dazu, ein neues zu schreiben. „Heimathiebe“ ist auch schon ein bisschen her und selbst an der Neuauflage von „Morbus Animus“ bastle ich schon viel zu lange… die wäre wenigstens echt weihnachtlich 🙂

Aber es werden 2019 wieder 26 Bücher sein, die Periplaneta der Welt schenkt. Und ich denke, dass in unserem Katalog, der ja nun schon über 12 Weihnachten alt ist,  für jeden was dabei ist. Ihr müsst also nicht in die Einkaufshöllen pilgern, wie die ganzen Unwissenden. Einfach online bestellen. Und wenn ihr nicht wisst, was zu eurer 12jährigen Oma passt, die ein obscures Hobby hat, dann fragt einfach mich, ich hab die Bücher alle gelesen.

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Periplaneta Bücher

FRAGEN

Thomas Manegold -Alive after WGT17

Herbstbücher bei Periplaneta

Oktober 2019 ist der gesundheitliche Gesamtzustand meiner menschlichen Umwelt, sagen wir mal … optimierbar. Und auch ich habe wohl stressbedingt ein paar meiner Restfedern lassen müssen. 🙂 Familiär- und arbeitsbedingt werde ich Berlin wohl bis zum  Jahresende nicht mehr verlassen. „Nur“ die Auftritte auf den eigenen Bühnen – und mit einem gesunden Respekt habe ich festgestellt, dass es noch ganz schön viele Veranstaltungen sind, bis das Jahr endlich rum ist.

Stellvertretend für eine ganze Reihe von neuen Büchern, die ich (mit)produziert habe und die man auf Periplaneta bestaunen und kaufen kann, so man will, möchte ich hier zwei vorstellen. Beide Bücher sind Projekte, die unsere neue Lektorin Laura Alt betreut hat, die beängstigender Weise oftmals die gleichen Sachen gut findet wie ich. Machmal sind es auch die selben:


coverwebHC ROTH: „Wie aus mir kein Rockstar wurde“
Die ganze Wahrheit über HC Roth, Die Fetten Nelken, Fäidaboll und Österreich.

  • Edition Subkultur, ca. 200 S.
  • print ISBN: 978-3-943412-49-9
  • epub ISBN: 978-3-943412-50-5

Wie überlebt man als Punk in der Provinz? Wie überlebt man eine Klosterschule? Wie überlebt man als Vegetarier in Österreich? Wie überlebt man ein Konzert, ohne sein Instrument zu beherrschen? Wie überlebt man dreckige Tattoostudios, Sprünge von Brücken und Zugverspätungen? Und wenn man all das überlebt hat, wieso ist man dann eigentlich kein Rockstar geworden?

HC Roths neue Textesammlung handelt von ihm selbst. Von seiner Kindheit und einer Jugend in Österreich. Die Parallelen sind erschreckend. Ich glaube, jede(r) Andersseiende oder Andersgewesene, der nicht in einer Metropole großgeworden ist – und das sind nunmal, wegen der wenigen Metropolen im deutschsprachigen Raum, die meisten – wird sich in diesem Buch wiederfinden. HC Roth ist 40. Er ist erwachsen geworden und Kind geblieben. Er hat sich nicht verraten und kann wunderbar über sich selbst lachen.

Ich find das schön.

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coverweb-1Michael Schöpf „Ham & Axe“
Sicherer Hafen für die einen – Schlachtbank für die anderen.

  • ca. 260 S., Edition Totengräber
  • print ISBN: 978-3-95996-130-1
  • epub ISBN: 978-3-95996-131-8

Lass Dich in 16 bitterbösen Mordgeschichten in das „Ham & Axe Hotel und Spa“ entführen und erfahre mehr über die Kunst des Tötens, Geheimcodices zwischen Gangstern, die fünf goldenen Regeln des Hotels und warum Du niemals nach einem Zimmer „mit schöner Aussicht“ fragen solltest …

Endlich wieder ein böses Buch. Nix für schwache Nerven, denn hier wird exzessiv gemordet und gestorben. So etwas kennen die meisten nur aus irgendwelchen Filmen. Ham & Axe ist schlau inszenierter Exzess, mit Metaphern gespickte Boshaftigkeit und wird dann richtig beängstigend, wenn die Realität an die Tür klopft. Das ist dann meistens die Hintertür. Und das ist dann genau mein Humor.

PREMIERE IST IN BERLIN AM SAMSTAG, DEN 5. OKTOBER BEI PERIPLANETA. Mit Autor. Und keine Angst, der Schöpf ist, wie die meisten Besessenen, ein ganz Netter.

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Soundtrack of my Life: (20 Tool „Pneuma“)

Pneuma
Reach out and beyond
Wake up remember
We are born of one breath, one word
We are all one spark, eyes full of wonder

(vom Album „Fear Inoculum“ 2019)


Soundtrack of my Life

www.manegold.de

Soundtrack of my Life: (19 Tool „Parabola“)

Dieser Körper, der mich hier hält,
erinnert mich an meine Sterblichkeit.
Umarme diesen Moment und erinnere dich.
Wir sind ewig und dieser Schmerz ist eine Illusion.

(vom Album „Lateralus“ 2002)


Soundtrack of my Life

www.manegold.de

Neuer Text „Bugfixes“

Bugfixes (oder: Karl der Käfer wurde nicht gefragt)

Zum Thema „Bugfixes“ habe ich auf meiner Lesebühne Vision und Wahn mal wieder einen neuen Text verlesen.

Wie einst Robert A. Heinlein (oder für Analphabeten: Paul Verhoeven) richtig erkannte, sind die Insekten bald die neuen Chefs auf Erden …  Sein STARSHIP TROOPERS, eine leicht faschistoide Science Fiction, in der interstellare Insekten, gesteuert von sogenannten BRAINBUGs, die Erde angreifen, ist nämlich nur eine Vorwegnahme dessen, was uns ganz und gar ohne Aliens ereilen wird….

 

Ja, es ist wieder einmal eine gewagte These über die Wirklichkeit an sich, über Insekten, dem Fehler im System, über das Tier in uns und den dritten Weltkrieg. Wie immer 🙂 Der Text in seiner ganzen Gänze ist auf der Vision & Wahn Seite veröffentlicht worden.

BUGFIXES AUF VISION UND WAHN

Die neuen Bücher bei Periplaneta

Das ist mein Sohn Konstantin, der mir gerade zeigt, wo es langgeht. Ich habe es spontan: „Der Zeiger in der Gerste“ getauft, weil ich ja was mit Büchern mache. Und weil das rechts neben ihm ganz sicher eines Tages Bier werden wird. Und das, worauf er zeigt, das Meer ist. Wir haben also sogar Urlaub gemacht. Trotz KNV-Pleite. Und natürlich sind wir hingefahren und nicht hingeflogen. Obwohl wir uns das eigentlich nicht leisten können.

Ja. Marry und ich leben noch. Nicht wegen, sondern trotz der staatlichen Mechanismen, die Kindern und Eltern eigentlich helfen sollen. Es ist für Menschen wie uns extrem Scheiße, in diesem Land ein Kind zu bekommen. Das liegt aber nicht an den Flüchtlingen oder an den Türken, sondern an der Bürokratie, am Kapitalismus an sich – und daran, dass unser Lebensentwurf, so konsumfrei und selbstbestimmt, schon ein bisschen ausgefallen ist. Wenn das jeder machen würde, dann … aber egal …

Obwohl unser neuer Chef bereit und neugierig ist, wird das mit der Kita wohl erstmal nix. Auch wenn Prostitution in diesem Land legal ist, geht uns das Procedere ein bisschen zu weit. Aber er und wir machen schon eine extrem gute Figur, wie ich finde. Der Laden läuft. Inzwischen haben wir mit Laura auch eine tatkräftige Vollzeit-Unterstützung gefunden und so langsam groovt sich der stressige Alltag mit Kind auch ein. Irgendwann wird Konstantin hier unentbehrlich sein und dann haben sie eben alle geloosed, diese Kitas … pah.

Dennoch werden bei Periplaneta permanent weiter monatlich Bücher veröffentlicht. Und was für welche … Immer wenn es stressig wird, leidet als erstes ja immer die Berichterstattung darunter.

Deswegen hier nun, stellvertretend für alles andere, was wir so permanent tun, voila, das Spätsommerprogramm von Periplaneta:

Weiterlesen „Die neuen Bücher bei Periplaneta“

Thomas Manegold -Alive after WGT17

Die neuen Bücher in der Edition Subkultur

Seit über einem Jahr bin ich Papa. In Vollzeit. Und glücklich. Außerdem arbeite ich noch, auch in Vollzeit … und auch glücklich. Als Mediengestalter, als Produzent und Bühnenmensch. Deshalb telefoniert mein Sohn auch mit allem, was rechteckig ist und er spricht in alles hinein, was auch nur ansatzweise wie ein Mikrofon aussieht. Auch jenseits dieser Verhaltensauffälligkeiten hat mein Tun Ergebnisse 🙂

In der Edition Subkultur hat sich in den letzten Wochen / Monaten einiges getan. Das äußert sich natürlich vor allem in neuen Releases. Doch die Edition Subkultur hat nun auch äußerlich ein Lifting bekommen. Die Webseite wurde vereinfacht. Und die Templates der Bücher wurden überarbeitet. Es gibt seit Beginn 2019 (nur noch) zwei Softcover-Formate, ein großes  (20,6 x 13,5 cm) und ein kleines (19,5 x 12 cm).  Alle Neuerscheinungen werden ab sofort direkt über unseren Shop sowohl als Buch als auch als E-Book / Kindle erhältlich sein. Und in Kürze wird sich auch personell noch etwas tun. Und das sind die ersten Releases der Edition Subkultur anno 2019: Weiterlesen „Die neuen Bücher in der Edition Subkultur“

2019 findet das WGT ohne mich statt

Hallo Welt.

Das Wave Gotik Treffen 2019 zu Leipzig findet ohne mich statt. Zwar wäre ich wieder gerne dabei gewesen und auch seitens des WGT ward Interesse bekundet, jedoch zwingt mich die Situation im Verlag und in meiner Familie dazu, diesmal zu Pfingsten auszusetzen. Und dass keine Gerüchte aufkommen: beiden geht es gut.

Also keine Lesung. Kein Göttertanz. Ich hoffe auf euer Verständnis und wünsche allen ein tolles Festival.

ToM