GÖTTERTANZ @ WGT 2015

Silbenstreif:

So mitten in mein derzeitiges Kranksein platzt die Meldung, dass es 2015 einen Göttertanz mit mir auf dem #WGT2015 geben wird. In einer neuen Location. Und Lesen darf ich ebenfalls am Tag zuvor. Kommet zahlreich. Mittlerweile könnte es durchaus ein Finale werden. Ich freu mich jedenfalls sehr.

Ursprünglich veröffentlicht auf GÖTTERTANZ:

Göttertanz Wgt 2015Nun ist es amtlich: Zum Wave Gotik Treffen 2015 wird es einen Göttertanz, also eine romantische Tanznacht mit DJ ToM Manegold geben. Location ist das Alte Stadtbad zu Leipzig. Entweder “Nordplatz 11″ oder “Eutritzscher Straße 21″ …
Beginn ist Sonntag Nacht kurz vor Mitternacht…

GÖTTERTANZ  @ WGT 2015

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Lesung im Riverboat in Leipzig

Kurz vor Abreise ins schwarze Leipzig noch ein paar Einzelheiten zu meiner Lesung: Ich lese Samstag ab 16 Uhr in der neuen WGT-Lese-Location Kulturhafen Riverboat in der Erich-Zeigner-Allee 45, 04229 Leipzig-Plagwitz.

Ich werde unterstützt von Verlagschefin Marion Alexa Müller, die mit mir einen Dialog und einen eigenen Text vortragen wird. Ich bringe ein paar neuen Sachen mit und … ups … ich habe bemerkt, dass an jenem Samstag vor 10 Jahren ich das erste Mal auf dem Wave Gotik Treffen gelesen habe. Deshalb werden wir wohl um ein paar Nostalgien nicht herumkommen :-)

Mein Soloprogramm heißt seit 2014 „Der Schläfer in der Stadt“ – und behandelt mit Kurztexten, Kolumnen und Reimen die wichtigen Themen des Lebens: das Miteinander, Burn-out, Weltschmerz, Sinnsuche, Religion, Alltagswahn und natürlich die Liebe… Der Inhalt verändert sich ständig, es geht auch um aktuelle Themen und eben nicht nur darum, aus den veröffentlichten Büchern vorzulesen.  Darüber hinaus sind die Tränen echt … Ich freue mich über jeden Zuhörer.

“Zerteiltes Leid” von David Wonschewski

Es ist da! Es sieht wundervoll aus. Und es ist vielleicht die wichtigste Periplaneta-Veröffentlichung im ersten Halbjahr 2015: Mit “Zerteiltes Leid” erscheint das mittlerweile dritte Werk des Romanciers David Wonschewski. Wie schon sein Debüt-Roman “Schwarzer Frost” ist dieses neue Werk ein Kammerspiel. Die Handlung spielt im Wesentlichen in einem Verhörraum. Janusz Jaroncek sitzt dort, weil er seine große und zugleich unerwiderte Liebe umgebracht haben soll. Im Kopf dieses Protagonisten fährt David Wonschewski nun zu Höchstform auf. Er entwirft ein Psychogramm dieses Menschen. Dies wird zu einer Bestandsaufnahme des am längsten andauernden Krieges in unser aller Köpfen, dem zwischen Mann und Frau. Am Anfang fiebert man noch mit (insbesondere fragt man sich, ob die Vorwürfe nun stimmen oder nicht). Doch sehr schnell spielt dieser eine Krimi-Aspekt beim Lesen keine Rolle mehr …

Nach einer überaus erfolgreichen Premiere und nunmehr angestimmten ersten Lobeshymnen von Leserinnen und Lesern müsste doch Davids erster Buchpreis drin sein, oder? Herr Wonschewski steht ab sofort für Lesungen zur Verfügung. Und wenn er in Deiner Nähe auftritt, ist das ganz sicher einen Besuch wert.

David Wonschewski bei Periplaneta

Neue Bücher aus dem Periplaneta Office.

Neue Bücher und haltlose Gerüchte.

Es wird ja manchmal behauptet, ich würde auf der sogenannten “Arbeit” sowieso nur den ganzen Tag mit ein paar Eulen Tyrannen-Quartett-Strip-Poker spielen und dabei immer gewinnen. Das stimmt nicht. Jedenfalls nicht ganz. Zwischen den Orgien habe ich auch ein paar Sachen auf die Reihe bekommen:

Liebe mit Laufmaschen (Buch & CD)

Liebe mit Laufmaschen - periplanetaJennifer Sonntag und Dirk Rotzsch haben bei Periplaneta einen Band mit erotischen Kurzgeschichten veröffentlicht. Das Buch kommt als hochwertige Klappenbroschur mit CD, auf der ich auch noch eine Geschichte einsprechen durfte.

Mit Jennifer Sonntag und Dirk Rotzsch verbindet mich eine gemeinsame Vergangenheit bei dem viel zu früh dahingeschiedenen Leipziger Indieverlag Edition Paperone. Zudem haben wir in den Anfangstagen von Periplaneta u.a. das  von Jennifer Sonntag unter Pseudonym geschriebene, packende “Märchenland im Müll” als Hörbuch realisiert.

BEI PERIPLANETA

Zudem gibts gleich drei Neuheiten in der Edition Subkultur zu vermelden:

NEU in der Edition Subkultur

  • Die Aristokraten by Heiko van der Scherm - periplanetaHeiko van der Scherm: DIE ARISTOKRATEN

250 Seiten dick und durchweg ziemlich krank ist unser neuer Thriller “Die Aristokraten” von Drehbuchautor und Regisseur Heiko van der Scherm. Eine gnadenlose Geschichte über Sex, Gewalt, Dekadenz und Obsession – ohne Helden, ohne Mitgefühl und ohne Moral. Dafür gleich mit einer ganzen Horde von Psychopathen.

  • Die Reisweinbar: SAKE UND SCHREIBE

Die Berliner Lesebühne “Die Reisweinbar” hat ihre erste Textsammlung “Sake und Schreibe” bei uns veröffentlicht. Auch wenns japanisch klingt, so präsentieren uns die beiden Autoren Thomas Korn und Blanko Fikschen darin eher skurrile- bis denkwürdige Kurztexte. “Genres sind allein denen heilig, die nichts anderes vorhaben. Das gilt in der Liebe, im Leben, der Kunst und in der Reisweinbar.” Auch alsbald bei uns im Literaturcafé zu bewundern.

  • Imke Kubin: WO DIE DUNKLEN WESEN WOHNEN

Wo die dunklen Wesen wohnenDie Autorin Imke Kubin debütiert  mit einem Krimi um eine Gerichtsmedizinerin. Das wunderwunderschöne Cover stammt von Nicole Altenhoff.

Linda McLaren ist seit einem tätlichen Übergriff auf sie und ihre Mutter nicht mehr dieselbe. Eigentlich möchte sie in London nur ihren Urlaub verbringen, als sie unerwartet zu einem Fall gerufen wird…

  • HC Roth: KROKODIL MIT SCHWIMMFLÜGELN

Und im Mai gibts dann auch noch das zweite Kinderbuch von HC Roth zu bestaunen. Der Autor aus Graz (das liegt hinter Bayern) war einer der ersten Subkulturautoren und erfand sozusagen nach seinem grandiosen Coming Of Age Roman “Der Flug des Pinguin” das Vorlesebuch für Eltern mit elternabendunkonformen Frisuren und einem unheilbaren Hang zu alternativer Stromgitarrenmusik.

Alle Subkultur Neuerscheinungen sind im Subkultur-Online-Shop zu haben. Nur bei den “Krokodilen mit Schwimmflügeln” wird die Auslieferung erst nach dem ersten Mai beginnen. Ich danke allen Menschen, die an den Produktionen beteiligt waren.

MUNDWERK 6 IN DER VOLKSBÜHNE

SPOKEN WORD GALA am Mittwoch, 11.03. im Grünen Salon.

Ungefähr alle drei Monate laden wir uns die besten Autoren und Slampoeten ein, die wir kennen (und die Zeit haben :-) und präsentieren ihre Slam- und Lesebühnen-Texte auf wechselnden Bühnen. Ich führe durch das Programm und sorge für Musik und zudem gibt es in der Pause MUNDWERK-Bücher und CDs zu erwerben.

Unsere 6. Spoken Word Gala findet nun im wunderprächtigen Grünen Salon der Berliner Volksbühne statt. Ich freue mich, Karsten Lampe, Paul Weigl, Clint Lukas und Robert Rescue begrüßen zu dürfen.

Bis Mittwoch Mittag ist auf http://www.periplaneta.com noch ein Vorverkauf möglich. Bei Zahlungseingang werden die Tickets an der Kasse hinterlegt.

Laut Loszweifeln in Leipzig am 9.4.

Eigentlich wären wir nur auf der Durchreise zu einem anderen Event gewesen… Da kam uns dann diese gnadenlose Idee und lies nicht mehr los. Wir dachten: “Naja, wir nehmen das selbe Schampoo, regen uns über die gleichen Dinge auf. Und immer dann, wem beim anderen keiner mehr lacht, finden wir es besonders witz…. naja, originell… Was lag da näher, als ein gemeinsamer Soloabend. Und so werde ich zusammen mit meinem OWUL-Mitstreiter Matthias Niklas im April nach Leipzig reisen und dort im Helheim abendfüllend laut loszweifeln. UND RICHTIG: Diese Ankündigung beginnt im Konjunktiv. Natürlich  platzte der ursprüngliche Termin am Freitag. Also suchen wir für den Gig am Donnerstag noch Anschlusstermine.

Wir reisen im frisch reparierten eigenen PKW, bespaßen also auch Orte ohne Flughafen und bringen, außer der Tonanlage, alles mit, was wir brauchen. Wer uns haben möchte, wende sich vertrauensvoll an booking@periplaneta.com.

GÖTTERTANZ am 21.03.2015

Frühlingsanfang auf Schloss Thurn

Ich werde ein weiteres Mal im Schloss Thurn auflegen.  Einen Göttertanz im Frühling. Und die Resonanz ist riesig. Über 100 Zusagen in den ersten drei Tagen. Ich freu mich.

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  • Samstag, 21. März 2015
  • Ab 21 Uhr
  • Ritual, Neocelt,Paganfolk, Klassik, Gothic, Apocalyptic, TripStuff
  • DJ: ToM Manegold
  • Mit Buffet und Sektempfang
  • Mit Subkultur Buchstand
  • Schloss Thurn, Schloßstraße 18, 91336 Heroldsbach
  • Vorverkauf

Lyrik, ein Jugendleiden?

Philipp Schaab “Gewitterdämmerung” in der Edition Reimzwang.

Jaja, Lyrik, … Gedanken und Wortkunst von Menschen, die reimen und sich vor Kitsch und Pathos nicht fürchten. Lyrik ist ein Jugendleiden. Würden solche Menschen zu einem Psychiater gehen, der hätte seine helle Freude daran. Vielleicht haben Lyriker deshalb so einen schweren Stand. Keiner versteht sie, und ihre Welt ist nur dann kommerziell auszunutzen, wenn sie sich einweisen lassen.

Ich darf sowas schreiben, ich bin ja ein Betroffener. :-) Mit meinem Lyrikband “Himmelsthor” (und dem Sonettenwerk “Ophelias” von Georg Milzner) haben wir schließlich diese Periplaneta-Edition eröffnet. Damals.
Es freut mich sehr, dass mein Verlag sieben Jahre später immer noch eine Lyrik Edition hat. Und das man es sich, jenseits aller wirtschaftlicher Vernunft, leistet, das Jahr eben mit einem Lyrikband zu eröffnen. Philipp Schaabs Debüt ist ein Fest für Menschen, die schöne Worte mögen und auch nichts gegen einen Sinn dahinter haben und die dem Weltuntergang durchaus auch etwas Schönens abgewinnen können. Die Bilder zu dem doch eher düsteren Werk hat dann auch passenderweise Marcus Rietzsch beigesteuert.

Toller Jahresauftakt.

PHILIPP SCHAAB: „Gewitterdämmerung – Gedichte über Welt- und Sonnenuntergänge“ Buch, Softcover , 102 S., 19 x13,5 cm, ISBN 978-3-943412-17-8, Edition Reimzwang, GLP: 9,99 € (D). Mit Bildern von Marcus Rietzsch

Von Märtyrern und Feiglingen

Der Anschlag auf die Redaktion von “Charlie Hebdo” in Paris.

Märtyrer sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen leiden, ggf. ihren gewaltsamen Tod erdulden. Der Überlieferung nach war dieser Jesus so einer. Hat sich filetieren lassen. Für seinen Glauben. Und die Legionen um Mel Gibson haben mit den iPhones draufgehalten und nichts dagegen getan.

Setzt man Glauben in dieser Definition gleich mit “Überzeugung”, dann haben wir jetzt auch ein paar von denen: Märtyrer. Wir sollten sie vielleicht auch ehren und Denkmäler bauen. Das hilft. U.a. starben Karikaturist Bernard Verlhac (“Tignous”), der Chefredakteur Charb und die Karikaturisten Georges Wolinksi und Cabu im Kugelhagel. Weil sie Strichzeichnungen gemacht und veröffentlicht haben? Gehts noch? Und wir sollten auch denen gedenken, die bei der Hinrichtung einfach miterschossen worden.

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Betroffenheitsbulimie

Polemische Ergüsse gegen Ignoranz, Dummheit und Armleuchter.
“Was sagst Du denn zu Pegida?”
“Zu was?”
“Na zu den Rassismusdemos in Dresden?”
“Nix”
“Es ist Dir also egal?”
“Nein, ist es nicht, aber ich gehöre zur schweigenden Minderheit.”
“Ihr Schweine seid die schlimmsten. Alle berichten darüber und Du hast keine Meinung?”
“Ich will nur nicht drüber reden.”
headfeed“Aber PEGIDA ist in der Medienlandschaft DAS Thema!”
“Genau deshalb. Lass uns doch drüber reden, was Du alles so zu Weihnachten gekauft hast.”
“Willst Du mich verarschen?”
“Dann lass uns über das Plastik im Meer reden oder über unsere Außenpolitik oder darüber, wieviel Sprit die Merkel bislang für die Umwelt und die Energiewende verflogen hat… und was man alles hätte damit machen können.”
“Du schaust also weg, wenn 17 000 Leute fremdenfeindliche Transparente schwingen?”
“Nee … ich schau nicht hin … “
“… so wie damals, als auch alle weggesehen haben, dann ist das mit den Juden passiert.”
“Mit dem Dritten Reich hat eine pseudomilitante Religions- und Zuwanderungskritik nichts zu tun. Eher mit dem Vierten. Ja, ich meine dazu gar nichts. Weil mir ja alle sagen, dass ich etwas meinen soll”
“Wie soll denn das Abendland Deiner Meinung nach gestaltet werden?”
“Das Abendland ist mit dem Römischen Reich untergegangen. Damals, als die Erde noch eine Scheibe war.”

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Life after 2014

Nach einer wunderbaren (und endlich in neuer Besatzung auch ausreichend beknipst und gefilmten) OWUL-Lesebühne geht nun ein ereignisreiches und sehr prägendes Jahr zu Ende. Zusammenfassend kann man sagen, dass in nur einem Jahr noch nie so viel gelacht und gelitten wurde, dass Periplaneta ein weiteres Mal ein Rekordjahr verbuchen darf und es meiner kreativen Heimat, allen Branchen-Unken-Rufen zum Trotz, erstaunlich gut geht.

Die finalen Veröffentlichungen sind mit leichter Verspätung auf dem Weg und rückblickend ist es auch kein Wunder, dass das Feuer der Begeisterung im Moment nur noch ein Glimmen ist …

Bis zu den ersten Lesungen im Januar wird nun ein bisschen gegessen, getrunken und geschrieben, aufgearbeitet und manchmal auch ein bisschen eher heimgegangen.