Der Silberstreif am Horizont

Seit ein paar Jahren habe ich immer und ständig mit starken Schmerzen im  Rücken zu kämpfen. Das Leiden ist komplex, chronisch und fortschreitend. Und es hat mir und meiner menschlichen Umwelt schon einiges abverlangt.

Im Moment befinde ich mich wieder in Behandlung. Bis Ende März wurden und werden nun verschiedene Eingriffe vorgenommen. U.a. sechs Neurotomien (Nervenvereisungen), von denen ich nun die erste hinter mir habe. Anscheinend vertrage ich das sehr gut.  Und irgendwie sehe ich gerade ein bisschen Land, was diese Odyssee angeht. Bis Ende März wird das Pendeln zwischen Büro und Tagesklinik jetzt gehen. Und dann wird es mir wohl erst einmal so gut gehen, wie lange nicht. Dann muss ich schauen, dass ich die neue Freiheit nutze und entsprechend regelmäßig die richtigen Bewegungen machen. (Heißt, glaub ich, REHA.)

Bis dahin werde ich ein bisschen kürzer treten. Nur noch halbtags arbeiten, also nur 12 Stunden  🙂 und mich vermehrt mit positiven Dingen beschäftigen. (Also nicht mit Donald Trump im Speziellen und den Mainstream-Pressethemen im Allgemeinen.)

Selbst wenn man sich aufrichtet, sind es nämlich bis zum Horizont immer nur knapp 5000 Meter. Jeder, der in Mathe aufgepasst hat oder Knorkator kennt, weiß das.

Und wenn man nicht mehr richtig laufen kann, gibt es dementsprechend auch keine Horizonterweiterung mehr. Das Leben ist viel zu kurz, oder sagen wir: Die Strecke, bevor der Tunnel kommt, ist für jeden von uns begrenzt.

Frühlingsanfang will ich wieder mobil sein, Fahrrad fahren und endlich auch wieder im Auto vornsitzen können. Und im Sommer vielleicht auch mal wieder tanzen. Und dann rege ich mich vielleicht auch mal wieder über diese pissgelb befellte Ente im Weißen Haus auf,  falls sie bis dahin nicht schon  den roten Knopp gefunden hat.

 

2017 – Eine Vorschau

Weil alles zurückblickt, ein Blick in die Zukunft.

2017 wird ein tolles Jahr. Frau Merkel wird mit Hilfe der Grünen und der SPD wieder Bundeskanzlerin. Und ein Möschdegärngöbbels wird auf einem totsanierten Marktplatz irgendwo in Sachsen stehen und die sich im Regen langsam auflösende Mengele fragen: „Wollt ihr den totalen Krieg?“

Die AfD wird mit über 25% der Stimmen in den Bundestag einziehen. Und jenseits unserer Grenzen werden in mit unseren noch unbezahlten Steuergeldern erbauten Konzentationslagern Menschen die Beine breit machen, um an der osmanischen Security vorbeizudürfen – hinein in die große Freiheit, in den größten Knast der Welt, in die Festung Europa.

2017 wird wieder eine ganze Horde Künstler wegsterben. Einige sogar an den Folgen ihres ausschweifenden Lebens. Ein paar werden wir vielleicht sogar vermissen. Die Anzahl der Kriegsopfer wird in etwa gleichbleiben. Vielleicht sogar ein bisschen zurückgehen. 15% Wirtschaftswachstum sind auf Dauer einfach nicht zu halten. Es werden Menschen ertrinken, im Mittelmeer, im Atlantik, in Unwettern und Tsunamis – und wir werden nichts dagegen tun.

2017 werden wieder über 50 000 Tierarten aussterben. Und wir Deutschen werden wieder wegen ihres Fleisches eine Milliarde Tiere töten und danach rund 333,33 Millionen davon wegwerfen.

Das neue iPhone wird kommen und vielleicht sogar noch ein Samsung Galaxy. Und wir werden endlich in Fahrzeugen herumfahren, die serienmäßig einen eigenen Peilsender haben. Wir werden schrittweise unsere Dieselmotor-Autos verschrotten und in dem Glauben, die Welt zu retten, uns neue Fahrzeuge mit Batteriebetrieb kaufen.

Auch werden wieder viel zu viele Zurückgebliebene einen eigenen Internetanschluss und somit eine Stimme bekommen, ohne eine Sprache zu beherrschen. Es werden also noch mehr Idioten in unseren Netzwerken herumkrakeelen. Das Niveau der dort abgesonderten Inhalte wird nicht steigen. Aber auch nicht fallen, weil es nicht tiefer sinken kann. Die „Ich“-Dichte in den Kommentaren wird weiter zunehmen.

Es werden ein paar verhaltensgestörte, narzistische, gewaltbereite, dumme und deshalb gefährliche Arschlöcher sich wieder an der Vernunft vergehen und Leben auslöschen. Wir werden uns deshalb in Gruppendiskriminierung üben, die Sippenhaft fordern und einige von uns werden wieder präventiv selbst Hand anlegen. Weil die Halbwertszeit von Ängsten immer gleich ist, werden wir auch 2017 als Volk uns an einiges gewöhnt haben und demzufolge auch neue Bedrohungen vorgesetzt bekommen: Altersarmut, Atomkraftwerke, deren Strahlung sich nicht an Ländergrenzen hält, Supervulkane, deren Ausbruch die CO2 Bilanz gefährdet, der Virus H73N42 und die nächste Wirtschaftkrise.

Wir werden weiterhin in regelmäßigen Abständen Beweise für die Machenschaften derer bekommen, die Macht über uns haben, weil wir diese Menschen verehren oder weil wir sie wählen oder weil wir den Mist kaufen, den sie verzapfen oder anpreisen – und wir werden diese Enthüllungen mit ein bisschen hühnerstalleskem Gegacker kommentieren und danach weitermachen wie vorher.

Genau deshalb wird 2017 das Jahr der ewig pubertierenden Staatsmänner. Das  Testosteron in den Flecken auf den Chefsesseln dieser Welt wird unerträglich stinken und die Konversation zwischen den Alphamännchen dieser Scheißkugel wird endlich Kindergartenniveau erreichen. Trump und Erdogan sind nur der Anfang eines Trends, dass die Menschheit sich vermehrt freiwillig von verhaltensgestörten, narzistischen, gewaltbereiten, dummen und deshalb gefährlichen Männern f… regieren lässt.

Doch auch 2017 werden wir Deutsche satt und sediert in einem Land leben, dessen politische Elite korrupt ist und die ihr Totalversagen mit leeren Phrasen, einer monströsen Bürokratie und mit faulen Kompromissen kaschiert. Vielleicht merken ja ein paar Menschen, dass man Dummheit durch Bildung und Unwissenheit durch Aufklärung lindern kann und nicht mit Toleranz. Dass man Kriminalität jeder Art durch die konsequente und schnelle Anwendung von Gesetzen begegnet und nicht mit dem Verkauf sicherer Fenster oder mit schwülstigen Reden und einer vollkommen paranoiden Berichterstattung. Vielleicht zügeln ein paar Medienschaffende und Redakteure mal ihre Gier nach Aufmerksamkeit und realisieren, dass man die Opfer von Gewalttaten verehren und die Täter beschämen sollte, nicht umgekehrt.

Hoffen wir, dass 2017 zu Weihachten nicht wieder irgend so ein verhaltensgestörtes, narzistisches, gewaltbereites, dummes und deshalb gefährliches Arschloch auf unseren Titelseiten zu sehen ist. Hoffen wir, dass der beleidigende Spott gegenüber den noch blöderen Mitmenschen endlich aufhört. Hoffen wir auf neue Idole und auf runderneuerte, wache Menschen mit ungleich höhrerem Selbstwertgefühl und mit geraden Rücken.

Manegold Heimathiebe PeriplanetaHoffen wir auf die Wiederkehr von jener Restwürde in uns allen, die uns vielleicht verbietet, vor den Schlachtbänken, überteuerten Wohnungen und Versuchungen dieser Welt Schlangezustehen. Und die uns über die Gockel dieser Welt lachen lässt, anstatt sie dafür zu bezahlen, dass sie als Götzenbilder und Clowns mit Jonglagen und Verheißungen unsere tief empfundene Leere füllen.

Und wenn wir genug gehofft haben, fangen wir einfach mal an, es besser zu machen und es vor allem besserzumachen – als 2016 oder 2015 … oder 1989 oder 1933.

Prost Neujahr!

Thomas Manegold

Noch mehr Heimathiebe?

17.11.16: Thomas Manegold feat. YREF!

„Ich will Phrasen dreschen und daraus Brote für die Welt backen und sie Bernd nennen“

Juchhuh! Es ist dann doch noch rechtzeitig fertig geworden. 100 Seiten Polemiken, Reime und Satiren und 67 Minuten Studioaufnahmen.
Nach der ersten „Heimathiebe“-Solo-Stunde im Rahmen von Moabit liest im legendären Waschsalon steigt nun die eigentliche Premiere meines neuen Buches. Ich habe mir YREF eingeladen, ein Urgestein der Berliner Avantgarde, der mich auf der E-Gitarre auf seine ganz eigene Art durch den Abend begleiten wird.

THOMAS MANEGOLD feat. YREF „HEIMATHIEBE“
EINE BUCHPREMIERE!
DO.17.11.2016 AB 20 UHR
IM PERIPLANETA LITERATURCAFÉ zu BERLIN
DER EINTRITT IST FREI, MAN ZAHLT, UM ZU GEHN!

www.berlin.periplaneta.com

Dreistromland (V1)

Windräder zerschneiden Horizonte,
köpfen Vögel ganz ohne Schafott.
In den Kadavern wühl’n Saprobionten
und Bauern imitieren Don Quijote.

Der Sand treibt morgens lautlos zu den Deichen.
Der Ostseewind zieht sanft nur an den Haaren.
Und Möwen streiten sich um Heringsleichen,
die im Tang des Nachts gestrandet waren.

Das Mehr schwappt mittags laut über die Düne.
Ein Mädchen wird gehänselt, weil es flennt.
Vor’m Altersheimtross, auf der Freilichtbühne,
spielt ’ne Achim-Mentzel-Coverband.

Solarpaneele stehen wie Legionen,
bedecken Felder kettenhemdengleich,
saugen Sonnenlicht und Subventionen,
machen Arme arm und Reiche reich.

Der Sand reibt sich am Pilz zwischen den Zehen.
Und rieselt durch die wasserdichten Uhren.
Ein alter Mann will übers Wasser gehen.
Und Fischer satteln um auf Fahrradtouren.

Das Meer spuckt Phosphor aus den letzten Kriegen
Bernsteinsammlern eifrig ins Gesicht.
Bismarcks Erben sind umschwärmt von Fliegen.
Matjes wird gegessen, bis man bricht.

Weil Nahrungsanbau keinen Sinn mehr hätte,
verkaufen Bauern Felder, Hof und Haus,
schwitzt Raps mit fernen Palmen um die Wette
Öl für unseren Wohlstandsmotor aus.

Der Sand zieht weiter über kahle Dünen,
schleift Touristen Smartphonegläser blind,
verfängt sich in den Aufbauostruinen
und bedeckt ein weggeworfenes Kind.

Das Meer beleckt die Burgen in der Brandung
und holt die Körner wieder heim ins Reich.
Der alte Mann ist kurz vor seiner Strandung.
Die Adern blau, der Korpus herrlich bleich.

Triskelen sägen Schatten in die Hütten,
obwohl der Kraftwerkschornstein weiter raucht,
Und sehr viele Chinesen-Lungen litten
für Biostrom, den hier kein Mensch mehr braucht.

 

Aus Heimathiebe“ (c) Thomas Manegold 2016

It´s Brandenburg, Baby!

Fünf Tage Urlaub.

Ich war im Havelland. Alleine. Und hatte ein bisschen meine Ruhe. In erster Linie vor mir selbst. Brandenburg ist riesig, flach und generell sehr ruhig. Windkraftanlagen und Solarpanelen, wo man schaut. Die Gastronomiedichte dürfte in keinem anderen Bundesland niedriger sein und die Storchendichte nirgends höher. Vögeln ist in Brandenburg generell noch ein Akkusativ und lässt vor allem Ornitholgenherzen höher schlagen. Rotmilane kreisen mitunter vollkommen selbstverständlich über den Dörfern. Krähen, Raben, Lerchen, Spätzle und Finken aller Art lärmen mit den Hunden um die Wette.

Durch Wald und Wiesen bin ich gestriffen und habe keine Menschen getroffen. Ich hatte also Spaß. Einen Bericht über die fünf Tage gibt es dann während der Vision & Wahn am 1. August 2016 ab 20:00 – Periplaneta Literaturcafé Berlin @ Bornholmer Str. 81A

Die allmonatliche Lesebühne des Periplaneta Verlags begrüßt im August u.a. den Berliner Autor und Mit-Vergnügen-Journalist Julius Kraft und den Poeten Conserve. Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehen.

www.visionundwahn.de

Subkultur Lesenacht bei Periplaneta

Am 25. Juni 2016 im Periplaneta Literaturcafé.

Subkultur ist die jüngste und zugleich die am schnellsten wachsende Edition des Periplaneta Verlags. Musik und Literatur abseits des Mainstreams zu machen ist heutzutage, so sagte man mir jüngst, echt mutig… (Naja, hier war „mutig“ im Sinne von „bescheuert“ gemeint), was ja auch stimmt, denn immer weniger Menschen wollen mit Subkultur weder im Sinne von neu, subversiv oder anders etwas zu tun haben.

Unsere Veranstaltungsreihe sagt da aber etwas ganz anderes. Auch zu unserer vierten Subkultur Nacht empfiehlt es sich zu reservieren… weil der Zauber des Schrägen und Kontroversen bei uns noch ungebrochen ist.

Am 25.06. präsentiere ich zusammen mit Gary Flanell, Alissa Wyrdguth vom Renfield Magazin und Düsterpiano im Periplaneta Literaturcafé wieder Texte und Musik abseits des Mainstreams. Los gehts ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehn. Von mir gibts mindestens eine Textpremiere.

Edition Subkultur
Periplaneta Literaturcafé Berlin
#bierundbücher

Göttertanz auf dem Wave Gotik Treffen 2016

Sonntag Nacht, nach meiner Lesung, lege ich auf dem WGT auf. Neue, hübsche Location, wird spannend.

GÖTTERTANZ

Zum Wave Gotik Treffen 2016 wird es einen Göttertanz, also eine romantische Tanznacht mit DJ ToM Manegold geben. Location ist diesmal das Haus Leipzig.
Beginn ist Sonntag Nacht kurz vor Mitternacht…

GÖTTERTANZ  @ WGT 2016

Ursprünglichen Post anzeigen

„BiPolar und Spaß dabei“

Ein neuer Text – live vorgetragen in Leipzig und Berlin.

Inmitten der Turbulenzen zwischen eigenen körperlichen Gebrechen und dem allgegenwärtigen geistigen Erbrochenen einer durch und durch geistlosen und bulimischen Welt entfleuchte meinem kranken Kopf ein sehr gesunder Gedanke.

Befreit vom Drange, ein weiteres virtuoses Produkt auf die virtuelle Müllhalde zu werfen, überkam mich das Bedürfnis, etwas zu sagen. Etwas, das noch nicht aufgeschrieben ist und auch nicht, wie sonst üblich, nach dem Event zum Kauf feilgeboten wird.

Es wird um Freiheit, Wahrheit, Liebe und Schmerz gehen. Und darum, wie diese paranoide, hysterische, gesichtslose, anonyme, selbstgerechte, opportune, überfressene, demoralisierte, unfassbar gierige und dumme Masse Menschen aussieht, wenn man den Kopf weit oben in den Wolken hat, während man bis zum Hals im Schlamm steht …

Naja …  vielleicht auch … darüber, wie unfassbar geil dieses Mango-Himbeer-Softeis war, oder damals … das letzte Tool-Album… und wie ergreifend es sein kann, einen  Marienkäfer zu retten… und dass wir uns alle bitte liebhaben sollen … und wie schön damals dieser eine unbeschreibliche Moment war, als …

… als diese falsche Schla… nge mich verraten und verlassen hat und sich der Himmel kreischend über mir zusammenkrümmte.

… und darüber, wie im Affekt jede Befindlichkeit zerbröselt und nicht einmal der vierte Weltkrieg imstande wäre, den Menschenrest vom Sofa zu bewegen.

Ein „Dazwischen“ wird es nicht geben. „Dazwischen“ ist laaaaangweilig. Und verrückt sind immer die anderen.

Am Sonntag, den 15. Mai werde ich, erfüllt mit derlei Gedankengut, im Haus Leipzig auftreten. Im Rahmen des Wave Gotik Treffens. Und am 20. Mai in meiner Homebase, im  Periplaneta Literaturcafé Berlin.

Und danach gern auch woanders.

Seid gespannt, ich bin es auch.

THOMAS MANEGOLD
„BIPOLAR UND SPASS DABEI“
VERRÜCKT SIND IMMER DIE ANDEREN

Lisa Morgenstern plant neues Album

Crowdfunding Kampagne auf StartNext.

Nach „Amphibian“ und der limitierten EP „Metamorphoses“ arbeitet LISA MORGENSTERN nun an ihrem zweiten Album. Es soll „Chameleon“ heißen und 11 neue Stücke beinhalten. Die Pianistin und Sängerin hat mit neuen Instrumenten experimentiert und neue Mitstreiter gefunden. U.a. wird das Album Sebastian Plano produzieren. Der Song „Levitation“ ist bereits auf Soundcloud und in einem Video zur Crowdfunding Aktion zu hören. Von diesem Song existiert auch bereits ein Remix von Ben Lukas Boysen.

Mit der Kampagne auf Startnext soll das vielversprechende Projekt finanziert werden. Der Release ist für den Winter 2016/2017 geplant. Die Kampagne endet Ende Mai. Bis dahin kann und sollte man Teil dieses Projekts werden.

(Pic: Miguel Murrieta Vásquez)

„Himmelsthor 3.0“

ToMs aktualisierter Lyrikband ab sofort als E-Book erhältlich.

2007 ist die erste Version meines Lyrikbands „Himmelsthor“ erschienen. Inzwischen ist dieser aber selbst in der neuen Version mit CD nicht mehr verfügbar. Anstatt noch eine Version zu drucken, habe ich mich entschieden, das gute Teil lediglich in erweiterter Form als E-Book herauszubringen. Weil Lyrik ein Jugendleiden ist. Und weil man seine Babys auch loslassen muss.

Wer sich also für meine Gedichte interessiert, kann sie sich zum Preis von 3,99 € auf den Kindle oder E-Pub-Reader laden. Meine Lektorin Sarah Strehle hat ein Vorwort dazu geschrieben, das ich wundervoll finde. Zur Subkultur-Lesenacht werde ich mich dann auch vermehrt zu Gedichten hinreißen …

Am 26.03.2016 ist Indiebookday

Periplaneta veröffentlicht drei Bücher am Tag des unabhängigen Buches.

Das Leben im Verlag teilt sich für mich in drei große Tätigkeitsgruppen auf. Da wäre das sogenannte „Tagesgeschäft“, die „Events“ und die „Projektarbeit“ (Die vierte Gruppe ist dann die eigene kreative Arbeit… 🙂 Das „Tagesgeschäft“ umfasst alle zeitfressenden und lebenserhaltenden Maßnahmen, die wiederkehrenden und deshalb auch meistens uninteressanten Dinge. Die „Projektarbeit“, also die Planung, Organisation und Umsetzung neuer Werke, ist dafür umso interessanter. Da wird lektoriert, gesetzt, gemalt, fotografiert, geschöpft und gestaltet. Meistens in sehr engem Kontakt mit dem Autor und meistens eben auch rund um die Uhr.

Derzeit arbeiten wir an drei neuen Werken, die alle am 26.03. 2016 erscheinen werden – auch als Support für einen Tag, der für die Verlegenden, Lesenden und Schreibenden, wie ich finde, wichtiger sein sollte, als alle anderen Termine im Jahr: der Indiebookday. Nichts wird uns Menschen eines Tages mehr fehlen, als inhaltliche Relevanz und Unabhängigkeit. Und nicht nur das unabhängige Buch, auch das unabhängige Unternehmen sollte sich mit derlei Aktionen Beachtung verschaffen. Auch der freie produktive Mensch wird sonst bald abgeschafft sein. Es ist nämlich für Produkt und Produzierende gleichermaßen ein Segen, aber eben auch ein entbehrungsreicher Kampf, wenn man an keinem Tropf hängt und unabhängig ist. Deshalb soll dieser eine Tag, bei dem jeder ein Indiebook seiner Wahl kaufen und inszenieren soll, wichtiger und bekannter werden.

www.indiebookday.de

An eben jenem Tag erscheinen bei Periplaneta folgende drei Bücher, die bereits alle vorbestellbar sind: Weiterlesen „Am 26.03.2016 ist Indiebookday“